Mann! Farid Podcast 104: Doofe Kunden, schwierige Bekannte

April 23, 2026 00:23:56
Mann! Farid Podcast 104: Doofe Kunden, schwierige Bekannte
MANN! Farid – Der Männer Podcast für ein erfülltes Leben
Mann! Farid Podcast 104: Doofe Kunden, schwierige Bekannte

Apr 23 2026 | 00:23:56

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Show Notes

Mann! Farid Podcast 104: Doofe Kunden, schwierige Bekannte In dieser Folge spreche ich über ein Thema, das mich selbst immer wieder beschäftigt: den Umgang mit schwierigen Menschen. Ob dumme Kunden, anstrengende Bekannte oder andere Störenfriede im Alltag – wir alle begegnen Menschen, bei denen wir sofort merken: Das kostet Kraft, Nerven und manchmal auch echte Selbstbeherrschung. Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn die entscheidende Frage ist nicht, ob uns solche Menschen begegnen, sondern wie wir mit ihnen umgehen. Ich teile in dieser Episode ganz bewusst auch persönliche Erfahrungen, weil ich das Thema nicht nur theoretisch spannend finde, […]
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Episode Transcript

[00:00:00] Jeder von uns trifft ich tippe mal, wenn du Glück hast, nicht am Tag, aber mehrmals die Woche auf Menschen, wo der Mensch vielleicht oh, das hätte ich jetzt auch nicht gebraucht. Ich empfehle dir möglichst schnell einzusteigen in die Ich suche, was ist bei mir passiert und nicht in was hat der andere getan? Was du aber immer ändern kannst, ist dein Verhalten und dein Umgang damit. Ihr Lieben, herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe meines Mann Freunde Verriet Podcasts. Wir nähern uns sehr gefährlich, der Hunderterzahl. Und das ist spannend für mich. Und heute bringe ich ein Thema mit aus persönlicher Erfahrung, das heiß Doofe Kunden, schwierige Bekannte und sonstige Störenfriede in deinem Leben. [00:00:50] Und das Entscheidende ist, wie ist denn der Umgang mit denen? Also jeder von uns trifft ich tippe mal, wenn du Glück hast, nicht am Tag, aber mehrmals die Woche auf Menschen, wo der Mensch vielleicht oh, das hätte ich jetzt auch nicht gebraucht. [00:01:06] Man war das anstrengend mit diesem Menschen. [00:01:10] Und es gibt verschiedene Ebenen, sage ich mal, in der Familie, da kannst du es fast nicht umgehen. [00:01:17] Da sitzt du halt neben dem Onkel Bert oder der Tante Erna, die dir brutal auf den Sack gehen. [00:01:23] Und gleichzeitig wird auch die Frage Was gibt es von denen zu lernen? Und das Zweite wird Wie gehe ich denn mit denen im Alltag um? [00:01:33] Und das möchte ich mir mal mit dir genauer angucken. [00:01:36] Ist so eine Art Selbstverarbeitung für mich, weil ich die Erfahrung ganz frisch wieder gemacht habe. Ich sage nicht wann sonst ist das zu nachvollziehbar? [00:01:44] Aber auch in meinem Leben kommt das ja immer wieder vor. [00:01:49] Und natürlich haben die Menschen so was wie in der Literatur finde ich es ganz schön, in der spirituellen nennt man das die Arschengel. [00:01:57] Also im ersten Moment erscheinen sie wie ein Arsch, aber sie haben was Engelhaftes, weil es was von denen zu lernen gibt. [00:02:05] Und ich glaube jetzt, wenn du mal nachdenkst und dazu lade ich dich mal ein, wann war denn die letzte Begegnung mit einem doofen Kunden, einem schwierigen Bekannten oder einem sonstigen Störenfried in deinem Leben? Höchstwahrscheinlich ist es noch gar nicht so lange her. [00:02:23] Bei mir ist das Gefühl ich gucke mal auf die Uhr, zwei Stunden her und nach dem Kontakt habe ich erstmal mich geschüttelt. Dann habe ich einen lauten Schreier in meinem Büro gemacht, so laut, dass mein armer Kameramann erstmal von mir erklärt bekommen hat, was denn mit mir los ist. [00:02:46] Und dann habe ich kurz ein Zwiegespräch mit meiner Frau gesucht, um einfach zu erklären, was gerade bei mir abgegangen ist. [00:02:54] Und ich erkläre dir das einfach, weil es eine Einladung ist für dich zu Wie ist denn dein Umgang mit Menschen, die für dich anstrengend sind? Und was könnte auch eine spannende Lösung sein für dich? [00:03:07] Ich erzähle dir erstmal meinen Umgang. [00:03:10] Klassisch ist ich komme aus so einem Gespräch raus und erstmal bin ich Ich weiß gar nicht, was ich jetzt machen soll, weil was ist dieses Uhr? Ich bin unklar. [00:03:22] Also um dich vielleicht zu trösten, Ich bin nicht sofort analytisch und kann feststellen, ah, daran lag es, das muss ich tun. Sondern manchmal kommt das wie so eine Art Wasserwelle, die zu hoch ist, wie beim Tauchen oder beim Schwimmen, wenn die Welle über mich einfach so groß ist, so dass es mich erstmal durchschüttelt. [00:03:40] Und nach dem Durchschütteln gucke ich dann, was ist da eigentlich gerade passiert? [00:03:44] Also was ist der Punkt, der mich so sehr stört? [00:03:49] Was ist der Punkt, der mir so richtig auf den Sack geht, der mich aus der Beziehung zu diesem Menschen gehen lässt? [00:03:58] Und jetzt das ist das Allerwichtigste, Ich empfehle dir, möglichst schnell einzusteigen in die Ich suche Was ist bei mir passiert? [00:04:07] Und nicht in Was hat der andere getan? [00:04:11] Was ist der Unterschied? [00:04:12] Wenn ich im Was hat der andere getan bleibe, dann gucke ich nur was hat der sich falsch verhalten? Der war vielleicht zu laut, der hat die falschen Worte benutzt, war undankbar, arrogant, hervorpreschend. Ey, ich hab you fucking name it. Ich habe keine Ahnung, was das Fehlverhalten von dem anderen wahr das Entscheidende ist. Und wenn du das kapiert hast, glaube ich, zählst du echt zu einer gewissen Denkelite in der Spiritualität oder überhaupt in der Menschheit. [00:04:41] Das wirst du kaum ändern können. [00:04:44] Also du hast einfach nicht Zugriff auf den anderen. Kannst Ey, sei doch mal anders. Du ich bin Vater von drei Söhnen, ich habe kaum Zugriff auf meine Kinder, mir geht deren Verhalten manchmal mir so unsagbar auf den Sack. [00:04:57] Aber kann ich deswegen was ändern? Kaum. [00:05:00] Also mein Einfluss ist wirklich sehr gering. [00:05:04] Und ich glaube nicht, weil ich so ein inkonsequenter Vater bin, sondern weil die sind, wie sie sind. Die haben ihr eigenes Leben und das würde ich behaupten, ist auch in meiner Beziehung so Klar kann ich mit meiner Frau reden und die Dinge, die haben mich echt irritiert, die würde ich gerne mal zwischen uns ansprechen. Aber am Ende du es ist doch genauso, wie es ist. [00:05:26] Also angenommen, die Theorie stimmt, dass du das Leben und das Verhalten der anderen kaum ändern kannst, weil es so ist, wie es ist. [00:05:36] Und angenommen, das ist nur verschenkte Energie, dich an denen abzuarbeiten, egal ob das deine Kollegen sind, dein Chef, deine Partnerin oder deine Kinder. [00:05:48] Dann ist es doch spannend. Was kannst du denn ändern? [00:05:52] Und das ist der Teil, der mit dir zu tun Deine Verarbeitung davon und deine Reaktion. Und darum wird es jetzt in dem Podcast gehen und ich mache nur ganz kurz diese Nebenthema auf. Und natürlich kannst du mit den anderen versuchen, was zu tun und ins Gespräch kommen. Da würde ich auch appellieren. Also gerade je näher, desto mehr. [00:06:11] Sprech mit deiner Frau, sprech mit deinem Lebenspartner, sprech mit deinen Kindern und können wir da eine andere Umgangsform mitfinden. [00:06:19] Nur das ist dann deren Entscheidung, das anzunehmen. [00:06:22] So neben Kriegsschauplatz beendet. [00:06:25] Was du aber immer ändern kannst, ist dein Verhalten und dein Umgang damit, deine Reaktion. [00:06:34] Und ich behaupte, das bringt dir Klarheit über dich selber, wenn es so ist. [00:06:41] Ich werde dir so ein paar Beispiele aus meiner Arbeit erzählen, auch wirklich direkt von mir. Ich habe mir zwei, drei Themen in letzter Zeit sehr gut angeguckt und fand die Erkenntnisse trivial bis erschreckend. Und davon werde ich dir erzählen, weil das ist keine Raketentechnik. Das kannst du auch. [00:07:01] Also nachdem ich mich jetzt so geschüttelt habe, beginnt bei mir immer der Automatismus. Was ist denn bei mir passiert? [00:07:08] Ich gehe nicht die Gefahr ein. Und diese Zeitverschwendung zu gucken, was hätte denn der andere anders machen müssen? Und schreib dem lange Mails oder Drohbriefe oder hinterlasse solche WhatsApp Nachrichten, wo ich mich darüber beschwere, was für ein komischer Mensch er ist. [00:07:24] Das kann vielleicht sogar mal im Einzelfall Sinn machen. In der Regel würde ich behaupten, du schmeißt gute Energie, gute hinterher und beides Mal wird es einfach ein Rohrkrepierer. [00:07:35] Das erste Mal im Gespräch war ja schon anstrengend mit diesen Menschen. Dem jetzt hinterherzuschreiten kann vielleicht was bringen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering und die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Rohrkrepierer ist, ist sehr hoch. [00:07:48] Aber tu, was du nicht lassen kannst. Ich will dir nur dein Learning, dein Wachstum. Und deswegen hörst du ja meinen Podcast, Der liegt woanders. Der liegt darin zu gucken, was ist denn in dir passiert. Schütteln, gucken, was ist in mir passiert. [00:08:03] So, ich nehme jetzt mal ein Beispiel aus der Männerarbeit. Habe ich zwei Stück. Ich habe mit einem Mann an einem Prozess gearbeitet. Also wir haben zusammen einen anderen Menschen gecoacht und ich fand meinen Kollegen extrem übergriffig. Er hat mich unterbrochen, er hat mich nicht zu Ende reden lassen. [00:08:23] Ich konnte meinen Weg der Strategie kaum zu Ende führen, weil er ständig reingegrätscht ist. Und ich habe dann im Nachgang ein Gespräch mit ihm geführt und hab du, habe ich echt Mühe mit, wie wir zusammengearbeitet haben. Ich glaube, das war nicht zum Wohl des Klienten und ich fühle mich auch nicht wohl mit dir zu arbeiten. [00:08:42] Hat er überhaupt nicht eingesehen. Er fand, er hat das richtig gemacht und ich sollte doch mal bei mir gucken, was denn mein Problem ist mit ihm. [00:08:50] Und das ging mir schon so auf den Zeiger. Diese Menschen, die komplett gar nichts zulassen. [00:08:57] Das ist mein Urteil über ihn. [00:08:59] Und das habe ich gespürt und das fand ich Analyse interessant. Ich war ohnmächtig. [00:09:04] Also mit all meinen Kommunikationstools. Ich bin hochbezahlter Coach, ich kann richtig gut mit Sprache umgehen, ich kann richtig gut Themen herausarbeiten. [00:09:12] Flatsch, komme ich so richtig, so werde ich abgewatscht. [00:09:17] Also im Kern, Farid, was du sagst, interessiert mich ein Scheiß. [00:09:21] Und wenn du Probleme hast, guck doch bei dir nach. [00:09:24] Dieses bei mir selber nachgucken mag ja sinnvoll sein, will ich gar nicht außer acht stellen. Und gleichzeitig denke ich, boah, da wäre mehr drin gewesen auch für dich. [00:09:33] Und was jetzt mache ich damit? Und ich bin sicher, das kennst du auch aus deinem Leben. Du gibst dem anderen eine Rückmeldung und damit will er überhaupt nichts anfangen. [00:09:44] Und dann habe ich geguckt, boah, ich fange an ihn zu verurteilen. Ich finde den doof, ich finde den inkompetent. [00:09:51] Wenn man in der Männerarbeit ist und der hat auch schon ein paar Dienstjahre auf dem Alter, dann müsste der doch mehr drauf haben. [00:09:58] Ich habe mich von ihm innerlich distanziert. [00:10:03] Tut mir das gut? [00:10:05] Vielleicht tut es mir sogar ein bisschen gut, bringt mir was, das auf Dauer in Beziehung zu ihm. Ich werde ihn immer wieder sehen auf den Seminaren. Er gehört zu dem Leitungsstab. Nee, tut's mir nicht. [00:10:15] Ich muss meine Hausaufgaben mit ihm machen. Also habe ich mir das mal genauer angeguckt und das fand ich total spannend. Ich habe da mit einem Mann zusammengearbeitet und der hat Farid, es sind zwei super Fragen Kennst du das von dir selbst? [00:10:31] Da habe ich sagen müssen ganz ne, ich stelle mich Feedback. [00:10:36] Das ist eigentlich ein klassischer Weg, dass man das von sich selbst kennt. Und die zweite Frage Von wem kennst du das denn aus deinem Leben? [00:10:44] Und dann fiel mir einer meiner Erziehungspersonen ein Ich lasse das mal bei Vater und Mutter, ohne zu sagen, von wem genau, weil das ist für dich nicht so wichtig wie für mich. Ich weiß, von wem es kommt, aber für dich ist Ich kenne das aus meinem Leben. Ich kenne das aus meiner Kindheit. Ich kenne das, dass ich einem meiner Elternpaare mehrfach versucht habe, Dinge zu sagen und dann so ein Wenn du damit ein Problem hast, mach du was. Ich bin fein, ich fühle mich OK. [00:11:13] Und diese Ohnmacht, die ich schon als Kind hatte, davor nicht gehört zu werden, gegen eine Wand zu laufen, die hat mich schon als Kind wahnsinnig gemacht, in die Verzweiflung getrieben. Und ein anderes Wort für mich ist heute Ohnmacht. Stehe davor Heute in meinen 58 Jahren, fick dich Scheiße. [00:11:36] Und für mich ist so spannend zu erkennen, dass der Mann, mit dem ich diese Mühe hatte, mich erinnert hat an einen meiner Elternteile, die diesen Teil für mich sehr stark symbolisieren. [00:11:49] Und meine Enttäuschung, Wut, Ablehnung auf diesen Mann wurde um zehnmal größer, wofür er null kann, weil ich ihn assoziiere mit einem meiner Elternteile. [00:12:03] Ich weiß nicht, ob du diese Logikkette mitgehen kannst. Sie ist überhaupt nicht schwer. [00:12:07] Die Frage Welches Verhalten ist es genau, das mich irritiert. Es war Ohnmacht. Er hört mir nicht zu. Woher kenne ich das aus meinem eigenen Leben? In dem Fall kenne ich nicht. [00:12:21] Ich glaube wirklich, dass ich nicht so bin. [00:12:23] Woher kennst du das aus meinem Leben? [00:12:26] Ich kenne es von meinen Eltern. [00:12:29] Das heißt Achtung, Psychologie für Anfänger. Hier hat eine sogenannte Übertragung stattgefunden. Ich habe eine Kindheitserfahrung übertragen auf einen anderen Mann und dadurch die Beziehung erheblich von meiner Seite beschädigt, weil sonst der Mann ist engagiert, der ist freundlich, der setzt sich in den Dienst, der hat so viele tolle Vorteile, die konnte ich aber alle nicht erkennen, weil meine Projektion, meine Übertragung auf ihn so groß war wie so ein Riesenschatten, dass er alles, was dahinter an Licht von dem Mann war, zugedeckt hat. [00:13:02] Und jetzt wird es spannend für dich. Höchstwahrscheinlich kennst du das aus deinem Leben. [00:13:06] Höchstwahrscheinlich kennst du es auch, dass du Menschen, Kunden, Störenfriede, andere Zeitgenossen aus der Familie, also alles natürlich vermeintliche Störenfriede, vermeintlich doofe Kunden über einen Kamm scherst, klein machst, negativierst, weil es einen Teil gibt, mit dem du nicht umgehen kannst und der vielleicht aus einer ganz anderen Welt kommt. [00:13:33] Ich bin immer noch nicht happy darüber, dass der Mann mit mir so im Coaching ist. Ich werde auch beim nächsten Coaching entweder finden wir eine andere Regelung dafür oder aber ich arbeite nicht mit ihm zusammen. [00:13:44] Aber ich muss den Mann in Gänze nicht mehr ablehnen. [00:13:47] Ich muss mich nicht sträuben, wenn ich ihn beim nächsten Seminar sehe. Ich kann ihn trotzdem in den Arm nehmen und du bist ein verrückter Kerl. [00:13:55] Merkst du den Unterschied? [00:13:58] Wie mein Lehrer immer gesagt der Unterschied, der den Unterschied ausmacht. [00:14:03] Ich muss nicht die komplette Person damit verurteilen, beurteilen. Es gibt einen Teilaspekt, den finde ich nicht gut, aber ich kann das andere dahinter sehen, weil ich dafür Verantwortung übernehmen kann für meine Reaktion, dass ich mich mit dem Mann schwer tue. Dafür kann ich Verantwortung übernehmen. Das ist ein Riesenunterschied. [00:14:27] Und ich hatte eine ähnliche Begegnung mit einem ähnlichen Thema und dann ist es mir in, ich würde sagen, fünf Minuten leicht gefallen zu sehen, aha, das kenne ich auch aus meinem Leben, das kenne ich auch aus meiner Kindheit und kann deswegen diesen Menschen davon befreien, von der Last der Verurteilung. [00:14:49] Und gleichzeitig und diesen Tipp möchte ich dir auch geben. Ich hatte das jetzt mit einem Kunden, wo ich mir festgestellt boah, das ist so anstrengend, ich möchte das nicht mehr. [00:15:03] Ja, ich kann das Learning sehen, das ich mit diesem Menschen habe, aber das ist mir zu viel. [00:15:13] Da in meinem Urteil dieser Kunde sein Fehlverhalten, nämlich Kritik nicht anzunehmen oder Feedback anzunehmen, nicht verfolgt, möchte ich die Zusammenarbeit mit diesem Kunden nicht mehr haben. [00:15:25] Es kostet mich zu viel Kraft, es kostet mich zu viel Lebensenergie. [00:15:31] Und das ist auch ein Mechanismus, den ich dir anheimstellen will. Also das Erste ist guck, was ist dein eigener Anteil? Und jetzt ist der Was machst du mit der Interaktion mit solchen Menschen? [00:15:45] Und da ist der Ich finde es total legitim, bei manchen Menschen aus dem Kontakt zu treten. [00:15:54] Das ist mir echt zu anstrengend. [00:15:58] Super ist, wenn du das nicht zehnmal die Woche machst, so dass keiner übrig bleibt, sondern dass du immer wieder mal guckst, mit wem lohnt es sich, meine Hausaufgaben zu machen? Wo gibt es auch Menschen, wo du den Eindruck Ne, da gehe ich nicht ran. Das ist mir zu anstrengend. [00:16:15] Ich finde, es gibt so einen genialen Satz, den haben meine Frau und ich geklaut von einer Therapeutin, als wir mal ihr eine Klientin schicken wollten und die Therapeutin gesagt nach der ersten Zusammenarbeit mit der möchte sie nicht weiterarbeiten, dafür habe ich die nicht lieb genug. Ich finde den Satz sensationell und ich wäge das für mich immer wieder ab. [00:16:38] Es gibt Menschen, die habe ich richtig lieb und für die gehe ich in sieben Meilenstiefen immer wieder mal auf sie zu, Arbeite auch an einer Beziehung und guck, was ist zu tun? [00:16:50] Und dann gibt es Menschen, die habe ich einfach nicht lieb genug, Die sind mir zu anstrengend. [00:16:59] Da gebe ich ganz häufig beim ersten Mal noch so eine Chance, mir selber zu Komm, guck doch mal, was da los ist. Aber beim zweiten und dritten Mal denke ich, weißt du was, das lasse ich. [00:17:11] Und ich darf ja immer wieder mit Selbstständigen zusammenarbeiten, mit jungen Unternehmern. Das ist auch so einer meiner Top Ratschläge für dich, als wenn du unternehmerisch aktiv bist. [00:17:24] Sobald du es dir finanziell leisten kannst, lass schwierige Kunden los. [00:17:30] Schwierige Kunden nehmen 80 Prozent deiner Energie und geben vielleicht nur 20 Prozent des Umsatzes, das sogenannte Pareto Optimum, aber umgekehrt. Und guck mal, ob das stimmt. So schwierige Kunden nehmen richtig viel Kraft von dir, aber sie geben dir nur einen kleinen Teil zurück im Geld. [00:17:54] Und wenn du an dem Punkt bist, wo du dein Überleben nicht mehr davon abhängig machen musst, dass genau die Zusammenarbeit mit diesem Kunden besteht, würde ich ihn loslassen mit den Sätzen Wir passen nicht gut zusammen. [00:18:08] Und das führt dazu, dass du glücklich wirst beim Arbeiten, weil du nicht mehr mit Arschengel zusammenarbeiten musst, wo du auf Dauer merkst, es strengt dich zu sehr an. [00:18:20] Schau doch mal, ob du den Satz gut nehmen kannst. [00:18:24] Jetzt sagst du Ja, aber ich bin in der Firma beschäftigt, ich kann gar nicht anders. Dann guck doch mal, ob du diesen Kunden einem anderen Kollegen geben kannst. Nicht heimlich, sondern Transport. Und ich komme mit ihm einfach nicht zurecht. Kannst du den bitte übernehmen. [00:18:44] Warum ist das so wichtig? Auf Dauer machst du dich unglücklich, wenn du mit Menschen gerade beruflich zusammenarbeitest, auf die du überhaupt keinen Bock hast. [00:18:54] Meine Empfehlung ist das nicht beim ersten Versuch aufzugeben. Gerade mit Kunden muss man es vielleicht zwei oder dreimal tun. Aber dass du eine innere Bereitschaft aufbringst zu Mit dem möchte ich nicht arbeiten. [00:19:05] Da ist mir das Geld es nicht wert. [00:19:09] Oder auf Kölsch Ich scheiß auf das Geld. Das ist es mir nicht wert. [00:19:14] Die Energie, mit diesem Menschen zu arbeiten, ist es mir nicht wert. [00:19:19] Und das übertrage ich auch auf dein Privatleben. [00:19:22] Du weißt, dass ich ein großer Anhänger bin von Freundschaft, von tiefen Momenten. Und ich finde es total wichtig, so lang wie möglich mit Leuten zu gehen und es zu probieren, gerade wenn es Freunde sind. [00:19:35] Aber es kann sein, dass es den Punkt gibt, wo du Boah, seit ein, zwei, drei Jahren drehen wir uns im Kreis. Wir tun uns nicht gut und dann lass los. [00:19:48] Mein über viele viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte bester Freund und ich haben uns genauso getrennt. Irgendwann taten wir uns nicht mehr gut. [00:19:57] Ich weiß bis heute nicht, wer mehr Bock mehr Verantwortung daran hat, mehr Schuld. Es ist auch nicht wirklich wichtig. Es war ein schmerzhafter Prozess, aber ich glaube, es war für beide ein guter loszulassen. [00:20:11] Lass los, was dir nicht gut tut. Dazu gibt es, glaube ich, einen eigenen Podcast, den ich mal gemacht habe. Und ich rede von Kunden, ich rede von engen Freunden und ich rede auch von Liebespartnern. [00:20:30] Wenn du meinen Podcast regelmäßig hörst, weißt du, dass ich ein großer Anhänger bin, alles für die Beziehung zu tun, lange zu kämpfen. Ich bin seit 23 Jahren in einer Beziehung mit meiner Frau Carina. Ich glaube, davon 21 22 Jahre verheiratet. [00:20:44] Und wir hatten bestimmt in Summe vier, fünf, sechs Jahre, die schwer waren in Summe. [00:20:52] Und vielleicht war auch mal ein halbes Jahr dabei, das schwer war. [00:20:55] Gerade dieses Jahr. Der Jahresbeginn war heftig für uns. [00:20:59] Aber wir haben es auch immer wieder geschafft, in Verbindung zu bleiben, dranzubleiben, nicht aufzugeben, keine Scheiße zu bauen, nicht woanders zu suchen, was wir zu Hause nicht finden, weder körperlich noch geistig. Wir sind in Kontakt geblieben wie so ein Faden, den man festhält durch Kinder, die den Faden festhalten aus Angst, er könnte reißen. [00:21:24] Und das ist etwas, was ich dir auch sehr empfehle. [00:21:30] Schau, dass du alles tust, was du tun kannst für deine Beziehung. Aber dann mag es den Punkt geben, nachdem du gesagt hast, was Sache ist. Nachdem du dir vielleicht Rat geholt hast im Freundeskreis oder privat, kommt vielleicht irgendwann der Punkt, wo du Es ist besser für uns beide, wenn wir getrennte Wege gehen. Auch das wünsche ich dir. [00:21:56] Kurzum, was will ich dir All die Menschen, die anstrengende Lebenszeitgenossen für dich sind, hinter denen steckt ein Learning. Guck dir dein Learning an und dann hat es Sinn, weiter in die Beziehung zu investieren, ob das beruflich ist oder privat. [00:22:14] Und wenn nicht, hab den Arsch in die Hose, das zu trennen. [00:22:18] Wenn ja, hab den Arsch in der Hose, die Energie zu investieren, dafür zu gehen und dafür was zu tun. [00:22:25] So, glaube ich, entsteht Glück im Leben und echte Zufriedenheit. [00:22:29] Und für den Teil möchte ich dir einfach sagen, bist du super selber verantwortlich. Da, wo du immer wieder mit Leuten agierst, obwohl es dir nicht gut tut, sind nicht die anderen verantwortlich, sondern du. [00:22:44] Oder wie meine Mutter gesagt hä Jung, du bist deines eigenes Glückes Schmied. Du musst schon gucken, mit wem du dich umgibst. [00:22:52] Das war es schon. [00:22:54] Ich wünsche dir ganz viel Umsetzungserfolg bei dem, was du gehört hast. Uns beiden wünsche ich, dass du mir schreibst, wie du den Podcast gefunden hast und vor allen Dingen, dass du meinen Newsletter abonnierst, wo ich genau zu diesen Themen Stellung nehme und der in meinem Urteil immer wichtiger wird in meiner Kommunikation zu dir, weil ich immer mehr davon teile, was ich zu erzählen habe. [00:23:22] In 2026 wird es viele Gelegenheiten geben, mich zu hören. Newsletter. Ich bin bei mehreren Online Konferenzen. Ich bin bei Festivals als Speaker eingeladen. [00:23:31] Also folge mir doch einfach auch auf Instagram oder LinkedIn, weil da werde ich immer posten, wo ich gerade bin. Und vielleicht hast du einfach mal Lust, mich persönlich kennenzulernen und mir zu erzählen, wie du das findest, was ich dir hier so erzähle. Vielen Dank für deine Zeit und wir bleiben in Kontakt. [00:23:49] Freue mich auf dich. Bis dann. Tschüss, dein Farid El Noumani Man Farid.

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