Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Ihr Lieben, herzlich willkommen zur nächsten Ausgabe meines Man verriet Podcast.
Das Thema heute wird 15 Jahre Persönlichkeitsentwicklung, eine liebevoll kritische Rückschau mit der besten aller für mich möglichen Interviewpartnerin. Eine Frau, die sowohl meinen Weg intensiv verfolgt hat, als ich auch den ihrigen.
Und wir werden wie immer ohne Skript darüber sprechen.
Meine sehr geschätzte Mutter meiner drei Söhne und Geliebte. Ehefrau Carina Elnomani. Hallo Carina.
[00:00:37] Speaker B: Hallo Farid. Und schön, dass ich mal wieder bei dir sein darf. Es ist lange her, ja schon eine ganze Weile.
[00:00:45] Speaker A: 15 Jahre Rückschau ist ja für uns natürlich total spannend, aber auch gleichzeitig wollen wir den Hörerinnen und Hörern ein bisschen erzählen, was hat das gebracht und was sind so die erfolgreichsten Teile. Und ich würde mal so ein bisschen unterscheiden, dass wir vielleicht wirklich bei uns selber mal anfangen, also Karit Farina, jeder für sich und wir nachher gucken, was ist uns als Paar und was vielleicht aber auch beruflich daraus gekommen. Und da du Gast bist, kriegst du die erste Frage gestellt, wenn du jetzt mal zurückguckst, was sind für dich so die Top 3, die Top 5 Teile gewesen, die du gemacht hast und was genau hat dir das gebracht?
[00:01:24] Speaker B: Also das ist natürlich echt eine große Frage.
Ich würde sagen, die innere Kindarbeit, damit hat alles angefangen. Die habe ich jetzt persönlich beim Hoffmann Prozess gemacht oder dem Hoffmann Institut.
Das zweite große für mich war meine schamanische Ausbildung, die natürlich auch sehr viel mit die Schamanen sagen, sich häuten zu tun hat, also auch nochmal Muster angucken, Glaubenssätze, Vorstellungen von der Welt.
Und das dritte wäre für mich Atemrituale oder überhaupt Rituale, die eben in andere Bewusstseinszustände gehen. Und das sind so die drei größten. Und wenn ich noch ein viertes anführen darf, dann ist es der Avatar gewesen, auch eine Bewusstseinsschule.
[00:02:10] Speaker A: Beginnen wir beim Innere Kindarbeit. Also ich glaube, das ist ja ein Bestseller geworden vor zwei Jahren.
Das innere Kind will laufen lernen oder irgendwie hieß das so und dadurch ist dieses ganze Thema ja überhaupt bekannt geworden. Was heißt denn das innere Kind? Finde ich, klingt ja jetzt erstmal so nach, das Mädchen ist ja Locker knapp über 40 und beschäftigt sich noch mit innerer Kindarbeit. Wofür?
[00:02:36] Speaker B: Also vor 15 Jahren hat das mit den knapp über 40 gestimmt, das Innere Kind. Damit bezeichnet man eigentlich all die Erfahrungen, die du als Kind gemacht hast, also mit deinen Eltern. Und aus dieser Zeit sind natürlich Prägungen geblieben und Vorstellungen von der Welt und wie du in Beziehung bist mit der Welt. Und in diesem Prozess, also dem Hoffmann Prozess, wird es transparent. Also natürlich sind diese Dinge alle unbewusst, erst einmal im Erwachsenenalter, aber wenn wir denen auf die Spur kommen wollen, dann braucht es schon ein bisschen hinschauen. Und das genau geschieht in der inneren Kindarbeit.
Für mich selber ist eines der größten oder sage ich mal, die zwei, drei größten Erkenntnisse daraus gewesen, zum einen Frieden mit den Eltern meiner Kindheit zu finden.
Ich habe es nicht leicht gehabt. Also mein Vater war gewalttätig, meine Mutter war nicht präsent und auch überfordert. Wir waren vier Kinder, meine Eltern waren beide jeweils dreimal geschieden. Also da ist schon viel zusammengekommen.
Und den Frieden, also das Hadern mit ihnen und der Kindheit, das konnte ich befrieden. Das zweite große Thema war das Thema Konflikte. Also durch den gewalttätigen Vater hatte ich einfach immer Angst vor erhobenen Stimmen und Autoritäten. Und ich denke, das habe ich ganz gut hinbekommen durch den Prozess.
Und ich glaube, das sind erstmal so die zwei wichtigsten, die ich nennen möchte.
[00:04:04] Speaker A: Es ist ja nicht nur ein Interview, sondern wie so meistens erzähle ich auch ein bisschen was von meinem Weg. Und da mein Weg ja viel auch mit uns zu tun hat, ist natürlich sehr spannend, da nochmal den unterschiedlichen Scheinwerfer drauf zu haben.
Für mich war die ganze Beschäftigung, ich habe den Hoffmann Prozess ja auch gemacht und ich würde den auch unter meinen Top 5 nennen, unglaublich wichtig, um meinem späteren Leben besser zurechtzukommen. Also ich bin jetzt nicht so jemand, der groß der Vergangenheitsaufräumer ist, damit das mal gemacht ist.
Da habe ich lieber die Unordnung, spare mir die Zeit. Aber was ich festgestellt habe, ist, dass ganz viel von damals mich ja in dem heutigen Leben noch behindert hat. Ich bin jetzt 58, ich bin wesentlich jünger als du, sechs Monate. Und auch ob das jetzt im Umgang mit mir selber war, ich war ein sehr wutiger, sehr mutiger auch ich war ein wütender und mutiger Mensch. Ein wutiger. Gefällt mir das Wort muss ich mir merken. Ein wutiger Mensch, was ja für dich sehr anstrengend war.
[00:05:10] Speaker B: Total.
[00:05:11] Speaker A: Und gleichzeitig war das auch für mein Sozialleben sehr anstrengend, weil Leute gedacht haben, boah, mit dem Verrät, das ist ja echt anstrengend und ich dadurch viel Ablehnung erfahren habe. Ablehnung ist eins meiner Kindheitsmuster. Also kurzum, für mich war die Beschäftigung mit dem damals unglaublich wichtig, um nach vorne zu kommen, um einfach ein anderes Leben zu führen.
Sowohl in meiner Beziehung zu dir, aber auch in meiner Rolle als Vater, in meiner Rolle als Freund, immer der Mann, der ich werden möchte. Da war das ein riesengroßer Bestandteil.
Wenn du jetzt mal einen Sprung machst von damals 15 Jahre zu heute, was hat die Carina in diesen 15 Jahren für einen erheblichen Sprung gemacht? Was ist der große Unterschied?
[00:05:57] Speaker B: Also genau das, was du gerade beschrieben hast, zum Beispiel den Umgang mit deinen Emotionen, die ich früher immer glaubte zu verantworten. Also ich habe gedacht, ich müsste dich glücklich machen und wenn du wütend warst, dann habe ich was falsch gemacht. Das war eine der Kernerkenntnisse.
[00:06:12] Speaker A: Schade, dass wir den Teil verloren haben
[00:06:15] Speaker B: und es war auch ein Schlüsselmoment oder ist eine Schlüsselessenz bis heute. Ich denke, wir können uns heute nicht als mein verletztes Kind und dein wütender Junge, mein verletztes Mädchen und dein wütender Junge begegnen, sondern als Erwachsene, die jeweils ihre Gefühle auch verantworten. Das, glaube ich, ist eines der großen Geschenke des Prozesses.
Was ich auch wesentlich finde, ist, dass wir überhaupt wussten und bis heute wissen, was Muster sind, was Glaubenssätze sind und was Projektionen sind und das auch erfahren haben im Prozess Und auch da heute sind sehr eine gute Spur haben in persönlichem Kontakt, aber natürlich auch mit unseren Klientinnen und Klienten.
[00:06:57] Speaker A: Wir haben ja letztens mal so, als wir, ich weiß gar nicht, ob das Korfu war, aber so ein bisschen Resümee gezogen, dass wir glauben, ohne Kinder, aber auch ohne einen Teil dieser Persönlichkeitsentwicklung wären wir nicht mehr zusammen.
[00:07:07] Speaker B: Das ist so.
[00:07:08] Speaker A: Ja, und ich finde das spannend, weil was ist der Unterschied? Ich glaube, wenn wir heute reden, reden wir einfach schon ganz anders. Also selbst wenn wir heute streiten, was ja immer wieder vorkommt, ich muss meinen Schalk im Nacken zurückhalten, lass ihn raus,
[00:07:26] Speaker B: lass ihn raus, ich halte ihn zurück,
[00:07:27] Speaker A: ich halte ihn zurück, was ja durchaus auch an mir liegen könnte. Also wenn wir heute streiten, dann gucken wir ja ganz schnell, was ist denn eigentlich los? Also wir gucken ja klassisch bei mir merke ich das wenn ich irgendwas habe, wo ich sauer auf dich bin, dass ich guck, was fehlt mir denn eigentlich?
Und dass ich nicht mehr erwarte, dass du das irgendwie von meiner Stirn abliest oder den Araber in mir bedienst mit Dingen, die ich nicht gesagt habe, sondern ich sehe mich heute sehr gut in der Lage zu Ach, guck mal, ist ja spannend, was bei mir gerade los war. Ich hätte mir gewünscht, das und das und das. Und die Form, wie ich das sage, führt erstmal zu einer riesen Aha, das ist bei mir los.
So dass es fast schon analytisch ist, deskriptiv statt emotional vorwerfend. Und ich behaupte, in 9 von 10 Fällen spreche ich dich frei von irgendwelchem Fehlverhalten, sondern stell dir das. Ich hätte es mir einfach anders gewünscht. Aber ich kann damit leben, wenn du es nicht tust. Oder auch wenn du dir, nachdem du gehört hast, vielleicht dann doch überlegst, ob du einen bestimmten Schritt in irgendeine Richtung gehst oder nicht. Und das finde ich ein Riesenunterschied. Es ist gar nicht diese Vorwurfshaltung zwischen uns, das und das hättest du machen müssen oder so, so wie ich ja heute noch einen Teil meiner Freunde streiten höre und auch einen Teil meiner Familie, Sondern der Punkt Was war denn bei mir? Ich gehe eigentlich relativ schnell ins Erklären. Was war denn bei mir gerade los? Was hätte ich stattdessen gebraucht?
Wie erlebst du das bei dir?
[00:08:53] Speaker B: Ich kann gar nicht mehr so genau sagen, ob ich das jetzt auf den Prozess zurückführen würde oder auf viele andere Dinge, die wir ja im Laufe der Jahre auch gemacht haben.
Also ich wäre früher in Auseinandersetzung mit dir regrediert, also zurückgefallen in eine Siebenjährige, weinerlich und wimmernd. Und ich glaube, dass ich heute als Frau vor dir stehe und auch Grenzen ziehe. Also wenn der Ton zu laut wird oder die Anschuldigungen oder die Kritik zunächst einmal in meiner Wahrnehmung nicht korrekt, dann kann ich mich heute abgrenzen und du das war so nicht. Oder ich weiß gar nicht, warum du das so siehst. Also das hätte ich früher so nie gemacht. Ich hätte mir jeden Schuh angezogen.
[00:09:39] Speaker A: Du hast ein viel besseres Stoppschild für
[00:09:41] Speaker B: dich entwickelt, Grenzen zu setzen. Ich glaube, das geht vielen Frauen so, dass es ihnen schwerfällt, Grenzen zu setzen. Aber dadurch bin ich für dich auch eine respektable Diskussionspartnerin. Geworden und wir können auf Augenhöhe darum ringen, was das Gute ist.
Und anders als früher, wo du aufgegeben hast, weil es gar keinen Sinn gemacht hätte, mit mir mir zu reden, weil ich so nah am Wasser gebaut war.
[00:10:05] Speaker A: Also lassen wir mal den Teil weg. Hoffmann Prozess, Eine wunderbare Art, sich Wunden aus der Vergangenheit anzuschauen, damit man im Jetzt und auch in der Zukunft einfach erwachsener wird, der nicht mehr mit seinen Wunden durch die Gegend wackelt, sondern weit nach draußen geht. Ich will das nur kurz noch ergänzen.
Wir haben ja beide Coaching Kunden und ich finde es sehr spannend. Ich komme in bestimmt 70 und mehr Prozent meiner Fälle, wenn ich mit denen spreche. Was ist denn gerade los? Wachstumshunger, Anerkennungssucht, 60 Stunden Woche, immer wieder auf genau diese Themen.
Die waren halt leider nicht im Hoffmann, aber sind immer noch dabei, Papa oder Mama zu gefallen. Ganz häufig sind die Väter die Leistungsorientierten, also wo der Vater die Leistung nicht anerkannt hat, für den kleinen Bub schon das kleine Mädchen, deswegen rennt die halt immer noch wie so eine wie heißen diese Batterien, die Duracell Batterie durchgegen und wackeln, wackeln, wackeln, wackeln, wackeln, weil sie ihm noch wünschen, dass der Vater, der schon häufig nicht mehr lebt, anerkannt wird. Und ich erlebe bei einigen Männern, die eine nicht gut geklärte Beziehung zu ihrer Mutter haben, dass sie eigentlich immer noch auf der Suche nach Liebe und Nähe und Anerkennung sind, das ganz häufig mit Sexualität verwechseln, aber eigentlich suchen sie emotionale Heimat und Nähe und auch Schutz von dem Weiblichen. Also ich will damit nur sagen, dass diese Themen sind keine Nice to have Themen, sondern ich finde, die sind essentiell und helfen bei den großen Herausforderungen des Lebens.
[00:11:46] Speaker B: Also ich musste gerade an einen Satz unserer wunderbaren gemeinsamen Freundin Christiane Windhausen denken, die Wir können andere nur dorthin führen, wo wir selbst schon waren. Also nur wenn ich meine eigenen Muster kenne oder weiß, wie diese Mechanismen funktionieren, weil ich es erfahren habe, nicht weil ich es irgendwo in einem Buch gelesen habe, kann ich andere auch wirklich mit Mitgefühl und Verständnis dahin führen und den Raum aufmachen dafür, dass sich auch was verändern kann. Und so wie du das von den Männern beschreibst, so ähnlich kenne ich das auch von den Frauen.
Da ist sehr viel der Wunsch nach Harmonie und Gefälligkeit, also auch das, was ich aus meiner Geschichte kenne, aber gleichzeitig auch die Sehnsucht danach, sich abzugrenzen oder auch sehr stark aufzutreten, auch aus der Notwendigkeit heraus, dass die Frauen zu geben haben, auch gesehen werden will. Und dafür ist es gut auch zu erkennen, wo kommt es her. Was ich ganz enorm finde, ist immer wieder so eine Vorstellung von falscher Bescheidenheit. Also du darfst nicht groß werden oder immer schön artig bleiben und immer schön bescheiden bleiben, Dass Frauen sich also in diesen alten kollektiven Familiensätzen verbergen oder zum Beispiel Leute wie wir, die haben da oben nichts zu suchen oder wir werden nicht reich. Das sind natürlich alles so Vorstellungen oder Glaubenssätze, die so tief sind, dass es schon manchmal wirklich Forscherarbeit, Forscherinnenarbeit braucht, das herauszufinden. Und das können wir beide nur deshalb so gut, weil wir selber bei uns geforscht haben und uns haben auch darin unterstützen lassen.
[00:13:22] Speaker A: Ich mache jetzt mal einen Sprung.
Platz 2 bei mir ist, glaube ich, die Tiefenarbeit, die würde ich gerne später erst erläutern. Ich starte mal mit meinem Platz 3 ist für mich MKP, also mich bewusst MKP steht für Mankind Project, ist einer der großen Anbieter in der Welt zum Thema Männlichkeitsseminare, Männerseminare. Da habe ich mal einen Podcast zu gemacht, Männerweit klingt scheiße, ist aber toll, weil das hat ja sowas Wollsockenträgerisches, wir weinen zusammen und so, was ein Scheiß in der Vorstellung, Sondern mich hat das total in Verbindung gebracht mit meiner Kernenergie, mit meiner Männlichkeit.
Ich habe einen sehr starken Krieger, also einer, der sich durchsetzt. Früher habe ich aufs Maul gehauen, heute bin ich ja, aber nach wie vor stehe ich für die Sache ein, also kann mich auch mit meinen Archetypen des Königs, also in meiner Großartigkeit zu sein, weit zu denken, herzlich zu sein, mich mit verbinden. Für mich war die Männlichkeitsarbeit oder bis heute, bin ja sehr aktiv in dieser Szene, eine unglaubliche.
Also ich habe mich ja nie zugehörig gefühlt zu dem Kreis der Männer. Es waren für mich immer die anderen. Ich war immer Anstrengung, ausgestoßen, gehörte irgendwie nicht richtig dazu, war irgendwie verkehrt, viel zu anstrengend für die Menschen. Und das hat mich doch sehr verbunden und zurückgeführt in die Gemeinschaft der Männer. Das ist so mein Platz 2, den ich auch versuche mit diesem Podcast in die Welt zu bringen, weil ich glaube, Fokusgruppe sind ja für mich Männer. Ich glaube, für die Frauen gilt es auch, aber Fokusgruppe für mich sind die Männer. Wenn die Männer anfangen, ihre Hausaufgaben zu machen, führen sie ein besseres Leben und die Welt wird besser. Ich bin sehr sicher, Männer, auch wie jetzt, wir haben große Weltherrscher, die unterwegs sind wie Putin und Trump. Ich bin relativ sicher, wenn die ihre innere Arbeit gemacht hätten, müssten die nicht wie kleine Arschlöcher durch die Welt laufen oder große Arschlöcher und müssten nicht so ignorant sein, weil sie nicht da draußen etwas suchen, was sie im Inneren längst gefunden haben.
Männer, die Persönlichkeitsentwicklung machen, finden im Inneren das, was sie suchen und müssen nicht mehr wie Berserker da draußen rumsuchen und irgendwie die Welt kaputt machen auf der Suche nach dem, was ihnen gut tut, weil es nicht mehr im Außen. Sie haben kapiert, dass es nicht im Außen, sondern es ist im Inneren.
Es gibt bei MKP so einen sensationellen Satz, den blenden wir dann immer ein. Bei einem bestimmten Teil der Ausbildung geht es so ein bisschen um den Vietnamkrieg, da hört man so einen Hubschrauber flattern. Das ist der Endteil.
Die größten Feinde waren nicht die im Außen, die größten Feinde sind die, die wir im Inneren haben. Ich glaube, dass Männerarbeit einfach eine Versöhnungsarbeit ist mit all dem, was in mir selbst widerstrebend ist.
Was ist für Dich dein Platz 2?
[00:16:14] Speaker B: Also bevor ich über mein Platz 2 spreche, würde ich gerne, wenn ich das darf, einfach sagen, dass ich die Arbeit, die du mit MKP gemacht hast, auch als die wichtigste eigentlich empfinde. Also die hätte nicht stattfinden können ohne den Hoffmann Prozess. Aber das, was das für uns in der Beziehung, für dein Verantworten deiner Gefühle, für deine Ausdehnung in die verschiedenen Archetypen, wie ihr das ja nennt, den Liebhaber, den Magier, den Krieger, Also das ist einfach sehr, sehr spürbar und bereichert uns jeden Tag. Für mich persönlich war auch die Arbeit mit Frauen ein ganz großer Fortschritt. Ich habe nicht in einer Organisation diese Arbeit gemacht, sondern in einer Gruppe von Frauentiefen Arbeit gemacht, also über Atmung, auch teilweise über Substanzarbeit.
Und ich habe unter den Frauen die größte Heilung erfahren. Wir haben uns gegenseitig gespiegelt. Ich war früher ein sehr Macher Typ, sehr bossy. Und das sind auch Qualitäten, die ich heute auch noch habe. Ja, ich habe die heute schon auch noch, aber ich würde mich heute als Vollweib bezeichnen. Ich bin glaube ich, sehr mütterlich, ich bin sehr liebend, ich bin sehr häuslich und ich bin sehr zu Hause darin. Also ich muss das nicht machen, sondern ich habe in meiner Weiblichkeit, in meiner Verletzlichkeit und in meiner Weichheit auch Heimat gefunden. Und ich wollte das nie. Ich wollte nie so sein wie meine Mutter oder wie meine Oma oder meine Großmütter, die eben viel in der Küche gestanden haben, keine gute Ausbildung hatten und so abhängig waren vom Mann. Ich wollte immer unabhängig sein. Also so wollte ich nicht sein. Und das hat mich zwar auch dahin geführt, wo ich bin, aber ich konnte die Teile meiner Ahnenden, also von meiner Mutter bis weit zurück auch annehmen und darin auch sehen, dass ich das auch habe, dass ich es nur nicht haben wollte, weil ich es immer verbunden habe mit Schwäche. Es ist aber eine große Stärke und eine, die es in der Welt braucht und die die Welt auch zusammenhält. Also das ist im Grunde genommen die Liebe pur und das Australien von Leben, wenn du so willst. Und unsere Kinder an einen langen Tisch einzuladen und Freunde und Gäste einzuladen, wie die Schamanen sagen, am heiligen Feuer zu versammeln. Das sind alles auch Qualitäten, die ich durch die Frauen gelernt habe.
[00:18:40] Speaker A: Sehr cool.
Bei zwei Sachen nachhaken, wo findet man so Frauengruppen? Also wenn jetzt jemand zuhört, ich weiß ja, dass gut die Hälfte der Zuhörer innen sind, wo gibt es Frauenkreis, wo kann man das gucken?
[00:18:52] Speaker B: Also diese Qualität von Frauenkreis, die ich bespreche, ist sehr privat. Die gibt es nirgendwo öffentlich und in keinem Web.
Da müsste man mich ansprechen.
Es gibt aber auch die weibliche Version von MKP, das nennt sich Women Within und auch das kann ich sehr empfehlen. Das ist auch eine sehr, sehr schöne Arbeit. Ich habe mich nur zu dem anderen mehr hingezogen gefühlt.
Aber wenn man anfangen will, finde ich Women in ganz wunderbaren Staat und ich
[00:19:20] Speaker A: ergänze es einfach nochmal durch Celebration of Being. Die bieten hier für Männer und Frauen was an, ist allerdings englischsprachig, aber ich finde, sind großartige Frauen, die diese Arbeit anbieten. Die von Lange unterstützt das sehr schön hier in Deutschland und macht auch sehr gute Arbeit genau für diesen Bereich. Also insofern will ich das noch kurz in den Raum holen. Und dann hast du gesagt, du bist einfach Vollweib. Ich glaube, das habe ich noch nie gehört. Was ist denn ein Vollweib für dich?
[00:19:45] Speaker B: Die Qualitäten, die ich gerade schon auch beschrieben habe, also meiner Intuition zum Beispiel zu vertrauen, meine Mütterlichkeit. Also das wollte ich nie. Selbst als ich meine Kinder schon hatte, wollte ich mich auf jeden Fall nicht mit dem Muttersein identifizieren lassen, sondern ich wollte immer Geschäftsfrau sein und immer irgendwie wichtig.
Aber zu erkennen, dass darin eigentlich Grundlagen unseres Lebens legen, also unsere Kinder mit Liebe großzuziehen und da zu sein und auch eine gewisse Form von Bedingungslosigkeit mitzubringen, zu erkennen, dass ich das kann und was für ein Geschenk das ist, das habe ich erst durch andere Frauen gelernt.
Vollweib heißt natürlich auch Form von Sinnlichkeit, meinen Körper zu lieben, schön aussehen zu wollen, jetzt ohne extreme Wimpernverlängerung und allen möglichen Operationen. Aber ich bin gerne auch schön und darin zeige ich mich auch gerne. Und auch das ist für mich eine Form von Vollweibsein. Es gibt viele Ausdrücke von Weiblichkeit, also ich bin nur ein Ausdruck davon, aber ich fühle mich voll als Weib.
[00:20:51] Speaker A: Und diese Ablehnung früher von dem Thema Mutter. Hast du da ein Gefühl, wo das herkommt oder was daraus geworden ist? Vielleicht für manche interessant zu hören, die das auch von sich kennen?
[00:21:03] Speaker B: Also meine Mutter ist sehr früh Mutter geworden, Ich bin auf ihrem 20. Geburtstag geboren, ein Jahr später ist schon mein Bruder geboren. Und die Überforderung dahin hat einfach dazu geführt, dass meine Mutter immer auch in Abhängigkeit war von meinem Vater, der 15 Jahre älter war. Und das Mutterbild, das ich bekommen habe, war eine Frau, die eigentlich noch selber noch gar nicht gelebt hatte. Die wollte, die wäre gerne noch mal tanzen gegangen, die hätte gerne noch mal was erlebt und hatte aber zwei kleine Kinder zu Hause und kein eigenes Einkommen. Und das wollte ich nicht.
Ich habe gesehen, wie mein Vater, der meine Mutter sehr geliebt hat, aber aus lauter Eifersucht hat er sie nun mal geschlagen und meine Mutter wusste nicht wohin, weil sie kein eigenes Geld hatte. Und das gab in mir schon sehr frühen Schwur. So nicht, ich werde für mich selber sorgen. Das hat natürlich dafür gedacht, dazu geführt, dass ich sehr lange alleine war, weil mir es kein Mann recht machen konnte und ich auf jeden Fall beweisen wollte, dass ich ohne einen Mann zurechtkomme.
[00:22:03] Speaker A: Bis der Prinz kam.
Ja genau, der arabische Prinz.
[00:22:08] Speaker B: Ja, aber spät. Wir haben uns erst spät getroffen mit Mitte 30 und uns dann sehr beeilt, selber noch drei Kinder zu bekommen und
[00:22:17] Speaker A: ohne das jetzt auszufächern, war ja auch kein Spaziergang, unser Kennenlernen. Ich erinnere mich noch an tausendmal, OK,
[00:22:24] Speaker B: wir sprechen ja jetzt heute über was anderes.
[00:22:28] Speaker A: Heißt aber, wenn ich das, ich finde das sehr spannend, auch in die Betrachtung zu haben. Das heißt, dein eigenes Mutterbild hast du selbst heilen können und dadurch auch in die jetzige Mutter gehen können, die du hier bist und bisher ganz warmherzig, gerade heute Morgen, glaube ich 6 Uhr 15 aufgestanden, die Kinder gefahren und so.
Das heiß einen großen Teil der Heilung hast du selbst initiiert.
[00:22:57] Speaker B: Ja und das kommt mir zugute. Nun ist es so, dass meine Mutter ist vor zwei Jahren gestorben und auch wirklich ganz bitter gestorben und ich konnte bei ihr sein und wirklich auch die letzten Jahre ihr Leben würdigen. Also vielleicht ist das Leben meiner Mutter keine erfolgreiche, aber das Leben einer Mutter ist eine Heldinnengeschichte und sie dafür zu ehren, durch was sie durchgegangen ist, auf was sie verzichten musste oder auch hat oder sich dafür entschieden hat.
Das glaube ich, hat mir einen Frieden auch für mich gegeben und ihr auch.
Und das bringt auch ein bisschen Heilung in die Welt, wenn wir zwischen unseren Eltern, wenn wir mit unseren Eltern in Frieden sind.
[00:23:45] Speaker A: Ich merke, da wollte ich noch an einer Stelle was nachhaken, aber jetzt ist es mir entfallen, deswegen lassen wir es erstmal so stehen. Doch halt, das ist der entscheidende Punkt.
Egal was wir gemacht haben, wir haben Verantwortung für unsere Heilung übernommen. Das finde ich total spannend, ist mir gerade erst bewusst geworden. Also wir waren beide beim Hoffmann, du hast dich in die Frauenarbeit oder in die Verbindung mit Frauen fokussiert, ich mich sehr intensiv in die Männerarbeit und wir machen dort unsere Arbeit im Sinne Wir heilen unsere Scheiße und dadurch schmeißen wir das nicht mehr einander vor oder anderen, sondern werden dadurch sowohl selber besser fühlend, gesund, aber auch andere bessere Menschen, glücklichere Menschen.
[00:24:32] Speaker B: Das würde ich auch so sagen.
[00:24:35] Speaker A: Platz drei.
[00:24:36] Speaker B: Platz drei ist meine schamanische Ausbildung.
Also diese Vorstellung, dass ich habe ja in den USA und in Peru Schamanen kennengelernt und auch hier in Deutschland bei Alberto Wiloldo die Lichtkörperschule besucht.
Und in diesem Gedankengut ist es einfach so, dass es die Vorstellung gibt, die Seele würde sich ihren Weg schon bevor sie geboren wird suchen.
Und das hat für mich einen solchen Trost gebracht, also zu wissen, dass ich möglicherweise mir all den Mist, also meine Eltern, die Gewalt, das Alleinsein, dass ich mir all das selber ausgesucht habe, um darin zu wachsen, Weil Leben ist Evolution.
Es gibt da keinen Rückschritt. Also auch wenn wir als Menschen das manchmal so betrachten, aber selbst die verzweifeltste Situation führt dazu, dass wir eben erfahren, was es heiß Schmerz, Einsamkeit, Ohnmacht, Verzweiflung zu erfahren. Darüber hinaus zu gehen oder da durchzugehen, macht uns zu reiferen und größeren Menschen. Das ist das größte Geschenk der schamanischen Ausbildung natürlich mit vielen Initiationen, die mich bis heute noch sehr glücklich machen.
[00:25:53] Speaker A: Und was sind Initiationen vielleicht für die,
[00:25:55] Speaker B: die das nicht Initiation heißt eigentlich Einführung, Einführung in Wissen und die Erlaubnis, dieses Wissen auch anwenden zu dürfen. Und das ist natürlich bei Schamanen, ob das Zauberformeln sind oder bestimmte Rituale oder das Arbeit mit Pflanzen oder mit bestimmten Symbolen.
Da gibt es also es gibt überall Reiki Initiationen und andere gibt es ja auch. Also Einführung eben in ein Wissen, manchmal in Geheimnisse, um damit arbeiten zu können.
Und diese Initiation oder dieses Wissen dient mir bis heute natürlich auch beruflich. Und mein persönlicher Ruf auch in dieser schamanischen Initiation ist, das eben in Unternehmen zu bringen. Das heißt, ich bin ständig damit befasst, auch zu gucken, Peru und nordamerikanische Indianer haben keine Idee davon, wie das bei uns in unserem Unternehmen läuft. Die machen ihre Rituale, wie sie sie machen. Aber meine Aufgabe ist zu überlegen, was ich mit dem, was ich dort erfahren und gelernt habe, das wiederum in Unternehmen bringen kann, um da eben auch Prozesse zu initiieren, die transformierend wirken.
[00:27:02] Speaker A: Und das ist ja so ganz spannend, dass wir unseren persönlichen Heilungsweg dann ja beruflich angewendet haben. Und das kann ja auch für einige spannend sein.
Das sind ja auch Weiterbildungen gewesen. Als du die schamanische Ausbildung gemacht hast, war das ja wahrscheinlich nicht mit dem kompletten Fokus, ich will das später in mein Unternehmen bringen, sondern erstmal hat es dich angezogen.
Ich glaube, dass wir heute in einer wunderbaren Zeitphase genau dafür leben. Ich glaube, die Zeit ist reif für andere Fokussierungen Unternehmen als früher.
Wir haben heute Nachmittag ein Vorgespräch zu einer Beauftragten von einem der größten, wie nenne ich das jetzt, anonymen Pharmainstitute Europas, wo wir eine spannende Ebene begleiten dürfen und wo wir genau diese Elemente reinbringen. Also auch Heilung, auch Rituale, die nennen wir da nicht so und wir rennen da nicht mit Fellbekleidung rum und ich mache keine Urlaute aus der Männerarbeit. Aber bestimmte Themen übertragen wir, weil wir glauben, das tut den Institutionen und den Menschen sehr, sehr gut.
[00:28:07] Speaker B: Ja, und es sind halt tiefgreifendes Erleben, was wir in unseren Ausbildungen und auch in unseren Selbsterfahrungen gemacht haben. Und das führt dazu, dass wir eben auch sehr tief durchführen können, Andere eben dahin führen, wo wir selber schon waren. Es nützt nichts, nur eine Woche Fortbildung gemacht zu haben oder ein Buch gelesen zu haben und anschließend ins Training zu gehen oder in Coaching und das dann umzusetzen, sondern oder das springt nicht so weit. Natürlich wirkt das auch irgendwie, aber ich würde für uns in Anspruch nehmen, dass wir sehr tiefe Erfahrungen gemacht haben, auch sehr schmerzhaft in diesen Heilungsprozessen. Es ist nicht immer nur Zuckerschlecken, aber genau deshalb können wir andere eben auch gut führen und halten und auch aushalten. Also Transformation kann Eine Grundvoraussetzung für Transformation, für persönliche Transformation ist, dass Menschen sich sicher fühlen, nicht bewertet, abgewertet, abgeurteilt, ständig Augenrollen, sondern dass sie sich angenommen fühlen, so wie sie sind. Das klingt für so ein Business immer ein bisschen das wollen wir nicht. Aber am Ende des Tages ist genau das, was Mensch braucht. Also einen sicheren Raum angenommen sein und einen Raum schaffen. Und das ist unsere Aufgabe in der Regel, in der sich jeder erstmal zeigen kann mit dem, was da ist. Und da macht es eben auch vor Leadership Teams nicht halt, dass die erschüttert sind, dass die Zweifel haben, dass die die in der Ohnmacht sind und dass das eben auch mal seinen Platz findet. Nur dann kann es sich auch transformieren, wenn wir ständig abdeckeln und mit Fakten, Zahlen, Strukturen und Strategien überdecken und glauben, dadurch kommen wir weiter. Das ist eine Fehlvorstellung. Es funktioniert so nicht.
[00:29:48] Speaker A: Ich will gleich nochmal dein Buch tilt nennen und damit das Kapitel aber auch schließen.
In deinem Buch hast du ja genau diesen Teil verarbeitet, wo du sagst, wenn wir uns darauf einlassen, dass wir vielleicht vor unserem Leben einen Seelenvertrag abgeschlossen haben, allein das mal zu überlegen, angenommen, es wäre so, Angenommen, es gibt ganz viele Religionen, die behaupten, wir werden mehrfach geboren, Also macht es durchaus Sinn zu OK, jedes Leben ist anders. In dem Leben gucke ich mir mal ein paar Aufgaben an. Der Harpe Kerkling schreibt es hier in seinem Buch Ich bin da mal weg. Er Es gibt drei große Lebensaufgaben, die muss man bewältigen. Und wenn ich die nicht bewältige, begegnen mir die immer wieder.
Dann heißt der Peter halt Stefan und der Stefan heißt beim nächsten Mal Ralf. Aber es ist immer wieder das Wie gehe ich mit bestimmten Themen um? Und sich Wir haben einen Seelenvertrag abgeschlossen oder wir haben eine Vereinbarung getroffen, um das vielleicht so ein bisschen zu entmystifizieren in der Sprachwahl. Und in diesem Leben will ich bestimmte Dinge lernen und deswegen läuft das nicht per se raus.
Du wirst immer auf Watte gebauscht sein und jeder Happen wird in den Mund geworfen, weil da ist die Lernchance relativ gering.
Die Ich hol mir so ein paar richtige Scheissteile raus, die passen zu Unternehmen. Ja gut.
Und guck mal, wie ich mit denen umgehe. Für dieses Leben nehme ich mir die vor. Und das genau hast du hier in deinem Buch verarbeitet. Bevor ich den Titel schon wieder falsch nenne, magst du das noch mal vielleicht kurz sagen, wie das Buch heißt und auch ergänzen, was ich da gerade gesagt habe.
[00:31:17] Speaker B: Also das Buch heißt Die Essenz der Heldenreise Leben und beschreibt eben die Perspektive, als hätte sich die Seele dieses Leben vorgenommen. Und da zitiere ich gerne Neil Donald Welch, der sagt Du erfährst, was du glaubst. Also wenn du glaubst, dass es so ist, dann erfährst du das auch so. Und wenn du glaubst, dass es nicht so ist, erfährst du es eben anders. Und du kannst aber jederzeit bewusst entscheiden, was du glauben willst. Das tun wir sowieso die ganze Zeit, nur eben nicht bewusst. Und ich habe mich entschieden, das glauben zu wollen und finde allein in dieser Vorstellung sehr viel Trost und kann meinen Klientinnen und Klienten immer wieder auch mal eine Frage zu stellen. Mal angenommen, du hättest dir das gewählt, diesen Scheiß, dieses Drama, diese Verzweiflung. Was ist das Geschenk da drin und worin wird es dir helfen?
Du hast, glaube ich, auf dem Klo hängt bei uns so ein Plakat. Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Ja, genau. Also mal zu gucken, was habe ich alles erlebt und was ist die Essenz daraus, die mich zu der oder dem macht, der ich heute bin? Und wenn ich genauer hingucke, kann ich mir das ganze Gold, das darunter liegt, eben als Ressource auch nehmen und nicht nur als verdrängte, alte, schlimme Kapitel, die ich abspalte von mir, sondern ich kann sie reinnehmen als Kraft und habe ich überlebt, habe ich überstanden, habe ich sogar ganz gut gemacht. Wenn ich auch heute auf mich gucke, darf ich stolz auf mich sein, Blablabla. Also ja, unser Leben ist eine Heldenreise. Also fängt schon damit an, dass wir als Baby uns reingeben in zwei Eltern, von denen wir keine Ahnung haben, wie die sein werden. Ich bin ihnen total ausgeliefert. Also wenn das nicht heldenhaft ist, weiß ich auch nicht.
[00:33:04] Speaker A: Ich schließe mal das ganze Kapitel Schamanische Ausbildung. Du hast Alberto Gioldo genannt, ist ja wirklich ein ganz großer in der Szene. Ich möchte mal sagen, wir haben auch in Deutschland ein paar spannende Namen. Und gerade wenn du dich als Zuhörerin, Zuhörer dafür interessierst, ich möchte einfach mal den Michael Hemme nennen, der in Norddeutschland lebt.
Ich finde ganz wunderbare Arbeit anbietet, Hemme, H E M E. Und wo du einfach mal gucken kannst, wenn dich die Arbeit interessiert oder nur mal ein Ritual, finde ich, ist der Michael eine ganz tolle Adresse, weil wir nicht immer für Schamanismus in hunderte von Kilometern reisen müssen, sondern wir haben auch einen eigenen Schamanismus, auch im Germanischen. Und wir haben einfach sehr gute Leute, die auch hier ausgebildet sind, worden sind und die hier diese Arbeit anbieten. Wollte es einfach nur mal in den Raum holen.
[00:33:53] Speaker B: Total. Also Michael Hemme ist einer, wenn sich jemand dafür interessiert, kann er gerne auf mich zukommen. Ich habe da doch eine ganz gute Übersicht über Menschen, die rein schamanisch arbeiten. Wir arbeiten ja nicht rein schamanisch, sondern ich lasse das ja nur einweben und einfließen in unsere sonstige klassische Arbeit. Von Portfolioanalyse bis Bewertungsraster gibt es eben auch gelegentlich ein schamanisches Ritual, schamanischen Clubs.
[00:34:17] Speaker A: Letzter Punkt, ich will jetzt, da das ja ein offizieller Postcard ist, den legalen Teil unserer Arbeit hervorheben.
Wenn ich gucke, was mir noch unglaublich viel gebracht hat und weiterhin bringt, ich mache bestimmt drei bis viermal die Woche Atemübungen, Ob das holotrophes Atmen ist oder verbundene Atem, der Rüdiger Dahlke es nennt, oder Breastwork, wie es jetzt gerade genannt wird, oder Wim Hof atmen. Also wirklich, you fucking name it. Die haben ja alle, sind das ja Geschwister im Geiste für meine Alltagssteuerung, also morgens aufzustehen und mal bewusst 10 Minuten zu atmen oder zu meditieren oder Yoga zu machen, merke ich, das ist für mich eine riesen Veränderung. Ich habe früher immer gedacht, ja, atmen geht von alleine, mein Gott, muss ich gar nichts für machen. Das stimmt auch in Teilen und dann stimmt es auch wieder katastrophal nicht, weil durch bewussten Atemlenken und wir wollen jetzt über den Teil sprechen, wo man das nicht psychedelisch unterstützt, was es ja auch gibt, die Arbeit haben wir kennengelernt, wir waren bei ein paar Großen in der Welt, wir halten ja auch ganz viel davon, sondern über den Teil, wo wir, sag ich mal, in dem man alltagstauglich über YouTube sich holen kann, ist für mich die größte Alltagshilfe, nachdem ich praktisch meine großen Baustellen gemacht habe mit Hoffmann Prozess, mit MKP, ist das, was mir im Alltag sehr stark hilft, das Thema Atem. Wo bist du da für dich? Was bedeutet dir das?
[00:35:52] Speaker B: Auch viel, wobei ich andere Zugänge habe, Na klar, ja klar, Wim Hof zum Beispiel ist mir viel zu männlich und zu aggressiv, aber ich komme sehr weit mit Pranayama Übungen, also mit Atemübungen aus dem Yoga und sehr viel Atemübungen von Osho und auch schamanische Atmung, also Feueratmung, bewegte Atemmeditation, das sind meine Anker und Chakrenreinigung, innere Balance, das finde ich alles über den Atem und das binde ich in der Regel in meine Bewegungsübungen mit ein. Und es gibt mir Klarheit, Kraft, Energie und Ausgerichtetheit.
[00:36:30] Speaker A: Liebe Carina, ich glaube, Wir sind über 30 Minuten.
Gibt es noch etwas 15 Jahre Look Back, wo du sagst, das gehört hier aber noch rein zu deiner Geschichte an großem Persönlichkeitswachstum.
[00:36:46] Speaker B: Eines für mich der bewegendsten und nachhaltigsten Retreats, die ich besucht habe, ist der Avatar. Das ist eine Bewusstseinsschule, wo du lernst, den Fokus zu halten und die Kernerkenntnis ist, ich entscheide, was ich glauben will und darin liegt eine unglaubliche Macht und Kraft.
[00:37:08] Speaker A: Und da gibt es ja eine richtige Meisterin, finde ich, in Deutschland. Ich bin ja selbst am überlegen, bei ihr einen Kurs zu machen. Ich fände es schön, wenn wir sie
[00:37:15] Speaker B: nennen, das ist die Brigitte Bielek, eine wirklich große Meisterin im Bereich Avatar und bietet leider viel zu selten an. Aber nächstes Jahr habe ich gehört, soll es wieder einen Avatar geben und kann ich nur sehr empfehlen.
[00:37:29] Speaker A: Und was würdest du bei Brigittes Arbeit oder beim Avatar besonders hervorheben? Was kannst du so für den Zuhörer?
Das sind die drei großen oder fünf großen Dinge oder vielleicht nur eins, was du mitnimmst. Du hast es gerade schon angedeutet.
[00:37:43] Speaker B: Also heute, heute nennt man das Manifestation. Du lernst dort wirklich, wie du manifestierst.
[00:37:48] Speaker A: Eigenprogrammierung wäre ein anderes Wort für Manifestation, Einprogrammierung.
[00:37:53] Speaker B: Das ist mir noch zu wenig. Also du verankerst in dir selber so sehr das Wissen darum, dass es so geschehen wird, dass es geschieht.
Das ist wirklich Zauberkraft und das lernt man dort im Aufbau und eben auch, wie Bewusstsein funktioniert und wie du es eben auch ganz bewusst steuerst. Und viel mehr will ich eigentlich auch gar nicht dazu sagen. Alles andere muss man dort selber erfahren.
[00:38:21] Speaker A: Prima.
Ich würde von meiner Seite abschließen.
Ich hatte das große Glück und merke, dass das durchaus System bei mir hatte, Mentoren zu haben. Ich habe immer wieder Menschen gehabt und davon werde ich jetzt einfach mal ein paar nennen als Inspiration.
Ich bin ja mittlerweile selber Mentor für andere. Ich finde, das ist auch altersgerecht. Also als junger Mann hatte ich ältere Männer, die mir im Wesentlichen geholfen haben.
Eine Frau werde ich auch gleich damit nennen, aber überwiegend bei mir waren es Männer. Und heute bin ich zum Teil selbst Mentor für Menschen. Und für mich beginnt das mit dem Dieter Kurt Schmid, der eine wunderbare Arbeit lange, lange Jahre für uns angeboten hat. Es geht über den Jochen Windhausen, seine Frau Christian, die auch heute Nachmittag kommt, mit der wir weitere Podcasts aufnehmen.
Die haben mich in einer Form geprägt und weitergebracht, wie ich nur dankbar sein kann, weil sie ja den Weg vorgegangen sind, So wie wir jetzt einige Wege gegangen sind und wir dadurch andere mit auf die Reise nehmen können. Das ist einfach echt ein schönes Gefühl. Ich möchte noch den Thomas Filler nennen von MKP Deutschland.
Bei ihm beschäftige ich mit dem Thema Magie Und abschließend den Stefan Wolf, der mein Mentor ist bei MKP und mir auch hilft, immer wieder meine Stellen mir anzugucken. Also fünf Mentoren, ein Teil davon schon verstorben oder nicht mehr aktiv.
Ich glaube auch, dass Mentoren sich abwechseln dürfen. Also Mentoren sind für mich temporäre Wegbegleiter, die mir helfen bei der Bergbesteigung.
Und ich kann jeden Zuhörer innen nur Darin sprech Leute an, Leute sind dazu bereit, man muss sie nur fragen und es kostet fast nichts. Außer Zeit und Liebe.
[00:40:10] Speaker B: Ich finde es schön, dass du deine Mentoren nennst, Mentorinnen. Für mich ist die größte Mentorin die Brigitte Bielek gewesen, hat mich viele Jahre begleitet und genauso wie du sagst, es ist eine Begleitung, eine tiefe Begleitung auf Zeit und für die bin ich unendlich dankbar.
[00:40:27] Speaker A: Prima. Im Unterschied zu unserer Ehe wünsche ich mir, dass du das Schlusswort hast.
[00:40:35] Speaker B: Dann würde ich Vielen, vielen Dank, Farid, dass ich hier sein durfte und dass wir gemeinsam reflektiert haben, wo uns das hingeführt hat, unsere Persönlichkeitsentwicklung.