MANN! Farid #111: Wie du Sexualität ohne Scham und Leistungsdruck erlebst – Christiane Windhausen

Episode 111 August 13, 2026 00:56:33
MANN! Farid #111: Wie du Sexualität ohne Scham und Leistungsdruck erlebst – Christiane Windhausen
MANN! Farid – Der Männer Podcast für ein erfülltes Leben
MANN! Farid #111: Wie du Sexualität ohne Scham und Leistungsdruck erlebst – Christiane Windhausen

Aug 13 2026 | 00:56:33

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Show Notes

Wie viel von deiner Sexualität ist wirklich deine eigene und wie viel wurde durch Familie, Gesellschaft oder Pornografie geprägt?

In dieser Folge spreche ich mit Christiane Windhausen offen und persönlich über Scham, männlichen Leistungsdruck, Intimität und erfüllende Sexualität.

Du erfährst:

Wir sprechen außerdem darüber, warum erfüllende Sexualität bei der Verbindung zum eigenen Körper beginnt und wie daraus mehr Vertrauen, Freiheit und echte Nähe entstehen können. 

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Episode Transcript

[00:00:01] Speaker A: Ein besonderer Wenn du eine Gelegenheit suchst, dass wir zweimal zusammenarbeiten, richtig tief uns die Themen angucken, dass du endlich mal den Raum für Reflexion bekommst. Wo stehst du bei den Themen Karriere, Liebe, aber auch Persönlichkeitsentwicklung. Und einige von euch schreiben ja immer wieder mal Mails, wann wir mal zusammen wirken könnten. Also vom 17. Bis 20. September dieses Jahr gebe ich wieder das Grow Beyond, das Seminar mit dreieinhalb Tagen Wachstumsfokus in Lindau am Bodensee. Und wenn du weitere Infos dazu brauchst, schreib mir einfach oder geh auf die Page von Grow Beyond Farid El Numani, dann siehst du alle weiteren Infos dazu. Ich freue mich auf deine Anmeldung. Ich freue mich, wenn wir zusammenarbeiten. Bis immer gerne gleich. Und bei Hey, kontaktiere mich. Du kennst das Spiel. Ihr Lieben, herzlich willkommen zur Ausgabe meines neuesten Man Verriet Podcast und ich freue mich total auf die sagenumwobene Christiane Windhausen, enge Freundin, Seelenpartnerin. Wir machen ja auch Business zusammen und wir werden heute das dritte von unseren vier Themen sprechen. Und für die, die vielleicht noch nicht alles Liebe Christiane, wie kommen wir eigentlich zu diesen drei von den vier Themen? Magst du noch mal kurz uns in die Historie zurückholen? [00:01:29] Speaker B: Also ich weiß nicht, das ist ja glaube ich ein Jahr her oder so. Da hast du mir erzählt, dass du begeistert Donald Walsh Gespräche mit Gott liest und das sind ja sehr besondere Bücher von ihm auch. Der holt ja irgendwie Geschichten immer aus einer anderen Ebene raus und so und er muss das irgendwie auf eine gute Weise besprechen oder besprochen haben. Du hast auf jeden Fall gesagt, Donald Walsh sagt es, Es gibt vier Themen, die die Eckpfeiler des menschlichen Seins markieren. Und du hast gesagt, da würde ich so gerne zu den vier Themen, würde ich gerne mit dir sprechen und einen Podcast machen. Und diese vier Themen Geld, Liebe, Sexualität und Gott. [00:02:14] Speaker A: Genau, abgesehen davon, irgendwas quietscht bei dir gerade, aber wir machen einfach weiter, irgendwas quietscht an dem Sesselchen. Ich hoffe, das ist nicht so schlimm, dass unser sehr strenger Kameramann nicht uns irgendwie maßregelt. Aber liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, das akzeptiere, dass das Quietschen einfach heute dazugehört. Wir sind in dem Alter, da darf es auch mal quietschen, finde ich auf [00:02:33] Speaker B: jeden Fall Ich werde jetzt nicht mich nicht bewegen, nur weil es quietscht. [00:02:36] Speaker A: Ganz genau so. Wir haben ja schon das Thema gemacht. Liebe war unser erstes Gel, das zweite. Und hier liegen also noch die beiden Themen. Und da ich mich innerlich drücke vor einem, warum auch immer, ziehe ich heute, weil wenn ich es ziehe, bin ich selber schuld. [00:02:57] Speaker B: Ich bin gespannt. [00:02:57] Speaker A: Du hast ja angeboten, dass ich zurückziehen darf. Also wenn es das nicht ist, aber ich will mit dem Widerstand gehen. Und wenn es das Zettelchen ist, dann [00:03:06] Speaker B: ist es das Gespräch mit Gott. Ist alles richtig. [00:03:09] Speaker A: So ist es. Es ist das andere geworden. Wir reden über Sex. Wir reden über Sex, wobei ich da auch eine Verunsicherung habe, merke ich, weil ich noch gar nicht weiß, wie wir uns dem Thema nähern. Und dann mache ich es wie so häufig im Leben. Wenn ich nicht weiß, was ich tun soll, fange ich einfach an. Und vielleicht hast du einen klugen Einstieg. Wie nähern wir uns dem Thema? Und ich würde auch gerne das Thema Sexualität nennen, weil Sex ist irgendwie manchmal so eine Reduktion auf das aktive Ausüben. Ich glaube auch, das Thema Sexualität ist viel, viel größer als nur Sex, auch wenn Sex in dem Wort Sexualität drinsteckt. Deswegen lade ich uns beide mal ein, über das Thema Sexualität zu reden. [00:03:56] Speaker B: Was ist das Erste, was dir dazu einfällt? Oh Gott, ich meine, es ist ja ein Universum. Sexualität ist, aber welches kommt als erstes? [00:04:06] Speaker A: Also ich weiß jetzt nicht, wie viele Therapeuten und Coaches mir zuhören. Und ich akzeptiere eure Einladung, dass ich auf die Couch muss. Meine Mutter, und zwar deswegen, weil ich im Nachhinein würde ich sagen, ich habe ein sehr schräges Gefühl vermittelt bekommen zum Thema Sexualität. Vielleicht ist das der Einstieg. Ich komme aus einer beschämten Sexualität. Meine Eltern waren von Geburts an getrennt. Meine Mutter hatte ein ganz schweres Leben, Ostpreußen, Vertriebene. Die hat ganz schlimme Kriegserfahrungen gemacht. Die ist über Scaf gegangen, die hat Tod erlebt, die hat Vergewaltigung erlebt, schon als sehr junges Mädchen, so dass ich das erwähne, um für sie eine Bresche zu schlagen, dass sie ihre eigene negative Prägung mit dem Thema Sexualität hat. Und das ist vielleicht eine Erkenntnis. Wenn wir Eltern haben, die selber keine gesunde Erfahrung mit dem Sexualitätsthema haben, dann mag es sein, dass ihre Übergabe an uns auch keine gesunde war. Was will ich damit sagen? Meine Mutter war eher jemand, die das Thema verdammt hat. Dann tatsächlich habe ich schon als junger Bub gehört, Männer wollen immer nur das eine. Männer sind Schweine, gerade in Bezug auf Sexualität, weil sie nur das eine wollen. Und ich habe, das war Natürlich schon mit 10 ging das los. Ich behaupte mal, meine Sexualität hat sich bei mir mit 12 entwickelt. Ich sage jetzt nur den Vornamen Sabine, falls du den zufällig hörst. Hallo, danke. Aber ich habe sehr lange gebraucht, um gefühlt ein vernünftiges Gefühl da zu entwickeln. Also eins, was nicht beschämt ist, wo ich mich nicht scheiße fühle, wo ich mich nicht schäme nach dem Höhepunkt, sondern wo ich irgendwie in Dankbarkeit bin. Vielleicht hat das sogar bis zu meiner Ehe gedauert. Also ich hatte diese Begegnung der Selbstverurteilung sehr, sehr lange und glaube auch, dass ich mit meiner ganzen inneren Arbeit, Männerarbeit, dann habe ich ja sechs Jahre Tantra gemacht, überhaupt mich diesem Schambereich genähert habe, um den in den Griff zu kriegen. Und ganz ehrlich, ich habe den noch, also es gibt bei mir das so tief verankert, manchmal immer noch 5 bis 10 Prozent Restbeschämung, die aber definitiv von außen kamen, nicht von innen. Das ist das zum Thema Sexualität, was mir einfällt. Wenn ich Mutter, dann kann ich heute, ich bin totaler Fan von Sexualität, ich liebe Sexualität, für mich ist das ein ganz hoher Teil meiner Lebendigkeit und habe auch da in meinem Urteil riesen Fortschritte gemacht, rauszukommen aus dieser vielleicht typisch männlichen Leistungssexualität. Frau muss unbedingt einen Orgasmus haben, ich muss lange warten können, die muss irgendwie mir danach Dankesbriefe schreiben und ich muss unter die Top 5 gehören und die muss beträgen. So einen wie dich hatte ich noch nie. Diesen Teil gab es ganz lange in mir. Und hin zu einer Sexualität, wo ich sage, sie ist für ihren Höhepunkt, auch für ihre Erfüllung selbstverantwortlich, will da gerne einen Beitrag zu leisten, aber ich bin jetzt nicht mehr so ein Leistungstyp und ist auch gar nicht mehr der Höhepunkt im Fokus, sondern die Verbringung von gemeinsamer schöner Zeit. Und die kann bei mir total unterbrochen sein mit mal lachen, sogar mal einpennen, kuschelnd. Also da hilft mir auch älter geworden zu sein. Brutal. Ich habe das früher nie verstanden, wenn Leute sagen, ich bin heute ein ganz anderer Liebhaber. Aber wir haben eine ganz andere Sexualität. Ich habe das erst angefangen zu kapieren. Ich glaube, ich habe da noch ein wunderschönes Stück vor mir und ich bedauere fast heute diese Leistungsjahre, was für verschenkte Jahre und heute, ja hoher Ausdruck meiner Lebendigkeit, immer noch einen wilden Mann in mir, auch den Abenteurer. Wenn ich also mehr Araber leben dürfte und meine Frau sagen würde, ist vollkommen okay, wenn du vier bis fünf Frauen hast, würde ich nicht per se erstmal Nein sagen. Gleichzeitig verstehe ich die Limitierungen, die mit einer Ehe verbunden sind, die fallen mir nicht per se leicht. Aber das scheint der Preis und glaube, das ist eine meiner Energiequellen in meinem Leben und Freude. Und ich rede auch gerne darüber und ich lache auch gerne darüber, Ich mache auch gerne Witze darüber. Also da stehe ich. [00:08:40] Speaker B: Also Lebendigkeit finde ich ein ganz, also Sexualität ist ja ein Ausdruck von Lebensenergie für mich oder der größte Ausdruck von Lebensenergie und gleichzeitig ein unfassbarer Spiegel dafür, wie wir mit unserer Energie umgehen und wie wir sie verstehen. Also wo wir uns für schämen, was zu viel ist, was zu wenig ist, wo wir gar nicht mit der Energie verbunden sind, sondern nur mit den Erwartungen und so. Das finde ich erstmal schon. Ich habe eine andere Geschichte. Für mich war, ich bin ja sehr in die Spiritualität geflohen als Kind. Ich bin in die Kirche gegangen, ich bin sehr, was nicht von zu Hause so unbedingt unterstützt war, aber ich habe sozusagen in irgendeinem anderen Ort ein Zuhause gesucht, was ich nicht hatte in mir. Und für mich war Spiritualität schon als Kind immer was ganz Heiliges, was ganz Besonderes. Und ich bin auch jemand gewesen, ich hab sehr spät erst meinen ersten sexuellen Kontakt gehabt, weil ich gedacht habe, ich will genau auswählen, wer mich so tief berühren darf. Ich will nicht. Und das hatte ich schon ziemlich früh. Und ich weiß, mein erster Freund Andreas, wenn er es denn hört, Dankeschön, der hatte erstaunlicherweise eine unglaubliche Geduld mit mir, weil auch wir waren zusammen, da war ich schon, wir waren Anfang 20 oder so und ich wollte am Anfang nicht mit dem schlafen. Also wir haben ganz viel sexuellen Kontakt, Petting und alles Mögliche gehabt oder diesen Moment, wo es dann in die Vereinigung ging, den habe ich irgendwann also bewusst gewählt. Also ich habe mir so Zeit gelassen dahin und da sind so unterschiedliche Dinge drin gewesen. Also zum einen, weil ich das Gefühl hatte, boah, ich muss irgendwie bereit sein. Dann hatte ich auch so Bilder im Kopf. Das ist wirklich auch schlimm, wenn ich jetzt manchmal darüber nachdenke, ich hatte so Gewaltbilder, das muss bluten. Das erste Mal tut weh dann irgendwie. Ich habe immer schon dieses nicht verstanden, diese Vergewaltigungen, die im Krieg stattfinden und wo ich gefühlt habe, Männer sind wirklich, die sind alles irgendwie vergewaltiger. Und wenn ich hier nicht die Zügel in der Hand behalte und die Kontrolle, dann weiß ich nicht, was mit mir passiert. Und der Andreas war das absolute Gegenteil. Es hatte wirklich nichts mit meinen Bildern zu tun. Aber das zeigt noch mal, wie viel Bilder wir haben zu diesem Ausdruck, der mit Sexualität zusammenhängt. [00:11:01] Speaker A: Ich würde da gerne lange unterbrechen, weil ich finde, das ist gerade ein spannender Fluss bei dir. Ich will nur das Wort Bilder vielleicht nochmal eine Alternative zur Verfügung stellen. Prägungen. Ich glaube, wir haben, wir haben hier keine Chance. Also wir werden reingeboren und dadurch, dass es gibt ja ganz viele Artikel zur sexualisierten Gesellschaft, also das Thema findet ja statt, ohne dass wir selber irgendwie eine Aktie drin haben. Es gibt Prägungen, es gibt Werbung, es gibt Elternverhalten. Irgendwie kommt das dann zu einer Aufklärung. Viele hatten die Bravo. Also was ich damit sagen Wir haben kaum eine Chance, eine eigene Sexualität zu entwickeln, weil wir uns in einem Feld bewegen, wo wo schon so das prägnant ist. Und dass ich für mich im Nachhinein, auf was ich echt stolz bin, dass ich mich nochmal auf den Weg gemacht habe, meine eigene Sexualität überhaupt mehr zu entwickeln. Dass ich irgendwann gesagt habe, stopp die Scheiße, ich habe das jetzt alles kapiert. Ich war da auch Teil der Bewegung lange und jetzt mache ein Reset, ich gehe noch mal zurück. Und da hat mir die ganze Bewusstseinsarbeit, psychedelische Arbeit so geholfen, in diesen Tantra, auch in diesen Reset zu kommen. Erstmal alles, was ich wusste, in Frage zu stellen und mir total geil. Und da hilft halt dieses tiefe Atmen zu Ist das eigentlich meins oder wo kommt es denn eigentlich her? Und da begegneten mir ganz stark meine Mutter und mein Vater. Und ich glaube, nahezu alle, die uns jetzt zuhören, hatten nicht die Chance, eine eigene Sexualität zu entwickeln, sondern das ist eines der krassen Felder, wo wir geprägt werden und Ich glaube gar nicht mit böser Absicht. Es gibt, glaube ich, andere Themen, da bin ich der katholischen Kirche richtig sauer, weil ich glaube, oh, das habt ihr mit Absicht so versaut. Aber bei anderen, glaube ich, gibt es Themen, wo die Gesellschaft uns so prägt, weil sie es gar nicht anders kann. Da ist keine Absicht dahinter, sondern wir tun halt das, was wir immer getan haben, wie wahrscheinlich Ernährungslehre, wie man weißen Zucker ewig in den Kaffee getan hat, bis wir irgendwann kapiert haben, das ist vielleicht gar nicht so eine smarte Idee, so viel Zucker zu essen. Das sind so Automatismen. Und heute ist es, glaube ich, gut, wenn wir dem Thema mehr Achtsamkeit geben. Und gleichzeitig bleibt es, finde ich, ein anspruchsvolles Thema. Ich will gar nicht schwierig sein, weil dann kriegt es wieder so eine Konnotation der Last. Aber es ist ein anspruchsvolles Thema. [00:13:24] Speaker B: Das eine ist die Prägung, die ganzen Botschaften und Bilder oder was wir so mitbekommen haben. Das andere ist aber auch, also wenn Sexualität ein Ausdruck von Liebe ist oder sein sollte, dann fängt das ja an mit der Liebe zu meinem eigenen Körper. Und ich muss ja eine Verbindung, also bevor ich mich mit einem anderen wirklich tief verbinden kann, muss ich ja erstmal in der Lage sein, mich selber ein Gefühl zu meinem Körper zu haben. Also das heißt ja, Selbstliebe kommt vor Fremdliebe. Also wirklich auch ganz physisch. Also ich hatte das Gefühl, als ich angefangen bin mit Sexualität, ich kenne meinen Körper gar nicht, ich weiß nicht, was ich möchte, wie der reagiert, wie der sich anfühlt. Dann erlebe ich, dass Männer in mir Körpersensationen auslösen und dann denke ich, boah, ich brauche dafür einen Mann, dass ich das habe, aber es ist mein Körper. Und dann das sozusagen herauszuholen und zu begreifen, boah, ich lerne, mein Körper ist ein Instrument, der kann unfassbare Töne, Glücksmomente, Erfahrungen hervorbringen und die bringe ich mit in diesen Kontakt hinein. Und ich weiß ja, also alles rund um Tantra heißt ja erstmal, lern erstmal deinen eigenen Körper kennen und warte nicht darauf, dass jemand anderer dir zeigt, was dein Körper, was mit deinem Körper los ist. Und das den Teil, also wenn wir in einer Gesellschaft leben, die so abgespalten ist von, also nicht im Körper lebt, sondern den Körper zum Objekt gemacht hat, dann ist das so schwierig. Dann bleibt nur Begehren, dann bleibt Begier haben, beweisen wollen und so. Und dieses das ist eigentlich, ja klar gibt es Begehren, das machen die Hormone, damit wir uns vermehren. Aber eigentlich geht es um Begegnung. Also vom Begehren in die Begegnungsqualität zu [00:15:11] Speaker A: kommen für mich, wenn ich da anknüpfe, merke ich, und das ist das Schöne im Alter, Es geht um Erfüllung und nicht um Befriedigung. [00:15:20] Speaker B: Das ist auch schön. [00:15:21] Speaker A: Und sehr lange ging es um Befriedigung. Wieso, wenn ich Hunger habe, will ich was essen, damit ich satt bin. Wenn ich Bedürfnis habe, will ich Sex haben, damit ich befriedigt bin. Wie so ein Abhaken. Und ich glaube, ich bin ja in der Männerarbeit sehr zu Hause, dass das bei vielen Männern noch ein Teil ist, mit dem sie auch hadern und glaube, dass wir in diesem ganzen Thema Sexualität wie auf einer auf einem Feldweg unterwegs sind, weil wir die Autobahn nie kennengelernt haben. Und da wir es nicht besser wussten, sind wir halt auf diesem Feldweg geblieben, der dann irgendwie möglichst viele Frauen haben. Dann gibt es Pornografie, dann gibt es Pornografiesucht. Aber das ist alles ein Feldweg. Das ist eigentlich nur ein wenn wir das von oben wie so eine Landkarte, sehe ich das gerade vor mir, dann ist das eine Abbiegung, die man hätte nehmen können. Aber die haben wir als Mannheit, Menschheit relativ groß gemacht. Und da ist der Fokus auf diesem Feldweg statt auf diesen wahnsinnig vielen Bundes Landesstraßen und Autobahnen, was Sexualität nämlich noch alles bedeuten kann. Und da bin ich bei dir. Spirituelle Verbindung, überhaupt Verbindung, Erfüllung, Also eine ganz andere Form der Begegnung, die stattfinden kann. Ich will das jetzt gar nicht irgendwie merken, wenn ich das sage, dass ich ja jetzt denken oh, das ist aber langweilig. Ne, ganz im Gegenteil. Es ist eine andere Form. Es ist wie wenn ich über Atemseminare spreche, dann wird mir erstmal bewusst, was ich mit meinem Atem alles machen kann. Und ich habe leider, bis ich, Keine Ahnung, Anfang 40 war, einfach nur geatmet, um zu überleben. Das ist natürlich toll, war eine gute Idee, aber nicht alles. Und so würde ich das auch bei meiner Sexualität sehen. Ich habe das getan, dann war ich befriedigt und kam irgendwie zurecht. Aber die Erfüllung ist nochmal was ganz ganz anderes und es gibt jetzt so also sage ich mal wenn man in der körperlichen Sexualität bleibt so viele spannende Richtungen die sich da auftun das ganze Thema Slow sex ich weiß gar nicht Deborah Tennant oder wer die große Autorin dahinter ist jetzt ist die Bewegung ja schon vor 15 Jahren nach Deutschland über schwappt also rauszukommen aus diesem Erfüllungshakenteil hinsichtlich in Begegnungsteil der auch gar nicht mehr mit einem Höhepunkt verbunden sein muss sondern der die Erfüllung in der Begegnung findet und da finde ich möchte ich auch noch mal die Pravahi nennen mit ihrem Institut hier in Darmstadt das sind wirklich Wegbegleiter die durch ihre tantrische Arbeit zu einem Umdenken beitragen immer noch in einer kleinen Szene aber ich merke die kommt mehr und mehr auch an dass mir Leute erzählen ja ich war jetzt mal auf so einem Seminar ich war auf so einem Tantra Seminar ist natürlich immer noch belegt weil das sofort die Gefahr des Rudelbumses hat so wie Berlusconi irgendwelche Gangbang Partys was im guten Tantra weit entfernt ist davon weil Leute ich gehe noch mal zur Schule ich gehe in die Schule der Sexualität und ich bin total froh, dass ich diesen Weg gegangen bin ich gehe immer wieder mal noch ich merke ich habe jetzt nicht mehr ganz so viel Wissensdurst den ich früher hatte weil ich auch durch Arten so andere Heimat finde und auch durch das Älterwerden Gott sei Dank auch für meine bis Frau weitaus weniger Bedürfnis habe oder Drang habe sondern auch ich sag jetzt mal einen schönen Film den man nicht mehr vorzieht und einem schönen Gespräch und einen Kuschelabend und das sind alles Momente wo ich ein bisschen mich befreit fühle manchmal denke boah was war ich für ein Sucht Heini das ist vielleicht weiß ich gar nicht ob das bei Männern und Frauen gleich stark ausgeprägt ist aber es gab echt viele viele Jahre ich befürchte Jahrzehnte die ich sogar nennen muss wo ich nicht Herr meines Körpers war sondern der junge Kumpel da unten entschieden hat wo es lang geht heute Abend und im Nachhinein denke verrät ja und [00:19:11] Speaker B: es gibt so viele verschiedene Ebenen von Intimität man kann ja Innigkeiten haben in sehr vielen verschiedenen Räumen und Sexualität ist eine ist eine mögliche und nicht die einzige so an der Stelle was ich jetzt gerade noch mal erinnere als ich jung war Also in meinen Studienzeiten, da habe ich ja ganz viel in der Frauenbewegung mitgearbeitet Und ich habe, ich habe bis dahin, ich habe immer gedacht, wenn ich meine Lust, wenn ich rausfinden möchte, wie meine Lust ist, muss ich, muss ich das bei Männern tun. Also ich kann nur im Kontakt mit Männern erleben, was meine Lust ist. Und erfahren habe ich was ganz anderes erstmal. Ich habe erlebt in Frauenrunden, dass wir zum allerersten Mal überhaupt darüber geredet haben, was erlebst du, wie erlebst du es, wie befriedigst du dich selber, was macht dich glücklich, was ist zu viel, was ist zu wenig, kennst du deinen G Punkt? Also dass wir über intime Dinge, die waren ja alle tabu. Es ist unvorstellbar auch, wo ich immer denke, boah, meine Mutter, eigentlich ist das auch eine mütterliche Qualität, wäre das gewesen, eine Einweihung zu geben, das sprechfähig zu machen. Das haben wir natürlich alle nicht erlebt, meine Eltern natürlich auch nicht so an der Stelle. Aber der Austausch mit Frauen, der hat mir so geholfen, überhaupt herauszufinden, wer ich bin. Das habe ich nicht mit Männern. Also mit Männern, da erlebe ich was anderes, da bringe ich dann das ein, was ich bin. So und dann erlebe ich noch mal was Neues in der Begegnung und in dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Energien. Aber dieses Reden über die eigenen großen Fragen, die Kinder ja alle haben und wir leben damit, indem wir sie uns selber beantworten oder mit Fragezeichen haben, wir tauschen nicht drüber aus. Und dass ich eigentlich meine Sexualität erstmal bei den Frauen finde, bevor ich sie dann mit den Männern teile, das war für mich ein ganz großer, großer, großer Erkenntnisschritt. [00:21:04] Speaker A: Auch kann ich, ich habe jetzt mal geguckt, wie ist das bei mir oder auch in meiner Männerarbeit kann ich komplett übertragen. Ich glaube, mit dem Teil, wo ich mein NWTA bei MKP Deutschland gemacht habe, dieses Mankind Project, war das der ausführlichste Raum Bis heute ist jetzt bei mir neun Jahre her, dass ich mein sogenanntes Training gemacht habe, bin ich das erste Mal Männerrunden begegnet, die darüber reden in einer Form des Austausches. Was war meine Männerwelt davor? Ich bin ja wirklich sehr gut verbunden, hab viele Freunde, wenn wir darüber gesprochen haben, auch schon mal ernster. Aber es war eher um so Leistungsorientierung. Klappt es, klappt es nicht, was läuft gut, wie häufig auch ein bisschen strahlen die Woche fünfmal und merke in diesen Austauschrunden, dass das eine ganz andere Art, als ob das Thema so viel 20 Unterpunkte hat. Und ich bin immer bei einem Unterpunkt nur stehen geblieben. Und jetzt merke ich, das Thema hat ja 19 weitere Punkte und auch den Schmerz, den viele Männer damit haben, also den Schmerz der Ablehnung dann, das fand ich ein super spannendes Thema, dass ich auch aus meinem Leben gut kenne, den Schmerz der Erpressung. Also ich glaube mittlerweile verstanden zu haben, dass wir Männer den Frauen über Jahrhunderte lang nur wenig Einflusskorridore gelassen haben. Im Arabischen ist das häufig ja immer noch heute der Haushalt, da ist die Dame die Chefin. Und ein Instrument, wo halt ein Machtbereich, den wir den Frauen gelassen haben, war das Thema der Entscheidung über die Sexualität. Also in der Beziehung kommen wir zusammen oder kommen wir nicht zusammen. Und ich behaupte mal, acht bis neun von zehn Männern, mit denen ich spreche, kriegen sehr klar auch das Nein vor den Kopf. Und auch in meinem Urteil kenne ich das, dass sich das anfühlt wie eine Bestrafung, wie eine Belohnung, wie eine Sanktion, wie eine Erpressung. Und das ist ein spannender Teil der Ohnmacht zu begegnen und da auch, ich behaupte mal frech den dunklen Anteilen der Macht der Frau zu begegnen. Ich kann total verstehen, dass wir den Frauen häufig gar keine andere, also über Jahrhunderte hinweg keine anderen Machtbereiche gelassen haben. Aber ich finde das nach wie vor ein sehr mächtiges Instrument, das die Frau hat und freue mich über Frauen, die tief genug für sich gearbeitet haben, dass ihnen bewusst ist, was sie da eigentlich gerade tun. [00:23:43] Speaker B: Das kenne ich natürlich. Ich kenne auch ganz viel umgekehrte Fälle, wo die Frauen ein stärkeres sexuelles Bedürfnis haben und die Männer die Nein Sager sind. Das gibt es ja auch. Und ich finde das eigentlich immer ganz interessant, wenn in der Arbeit mit Paaren gibt es das ja eigentlich immer, dass wir unterschiedliche Wege haben, wie wir in unsere Lust kommen. Und die sind leider nicht immer synchron in Beziehungen. Also die einen brauchen zum Beispiel ganz viel Worte, schönes Umfeld, den Teppich bereiten, irgendwie Liebkosungen, langsam anfangen, langsam anfangen und noch eine Wertschätzung und noch ein Kompliment und noch ein Blumenstrauß und dann die Kirche und dann gibt es die anderen, die sagen erst Sexualität und dann gibt es den Blumenstrauß, dann gibt es das schöne Essen, danach gibt es die Kirsche, dann gibt es die Komplimente, dann gibt es das alles. Das heißt, der eine hat erst die Sexualität als Tor in die Intimität und der andere sagt erst die Intimität und dann kommt die Sexualität als Krönung drauf. Und dann hast du in Beziehungen natürlich clash das, wenn man nicht weiß, okay, wie sind die Bedürfnisse und wie kann ich jetzt deine, meine, wie können wir die synchronisieren an der Stelle? Da kommen dann einfach Neins bei raus. [00:24:57] Speaker A: Und warum clasht es? Also ich will kurz noch eine Ergänzung machen. Das ist für mich so eine Riesenerkenntnis, als ich in der Männerarbeit bin, dass es genau diesen Faktum gibt, dass viele Männer gar nicht so häufig Sex wollen oder wenn möchten sie ihr den zarten, langsamen, ich brauche Zeit, ich möchte auch knutschen, während die Frau sag mal, kannst du mich nicht einfach mal knallen? Und dann es tut mir einfach gut. Und ich habe was durch die Coaching auch mit, wo ich sage, oh, das ist ja echt interessant. Das waren Felder, die mir vorher nicht zugänglich waren. Worauf ich aber hinaus will, ist ja unsere gemeinsame Arbeit partout, also Paar Arbeit. Und das kann ich auch über meine Beziehungswelten sagen. Ich habe ewig gebraucht zu lernen, darüber zu reden und ich weiß gar nicht, wie viele uns zuhören. Das ist meine Einladung an dich als Zuhörerin, Zuhörer. Kannst du mit deinem Partner über Sexualität reden? Kannst du wirklich dich hinsetzen, einen guten Moment Ruhm und sagen, ich würde gerne über unsere Sexualität reden. Ich würde gerne mal sagen, was mir gefällt und was mir nicht gefällt. Ich würde auch gerne mal von dir hören, was sind deine Wünsche? Und nicht bei mir hat das erschütternd ewig gedauert, bis ich überhaupt kapiert habe, dass das eine Option ist. Also wenn ich überlege, was ich alles im Leben erreicht habe und durchaus ja ein intelligenter Kerl bin, würde ich sagen, in meiner Sexualität war ich dumb und dammer. Ich war gar nicht auf die Idee gekommen, mit meiner Partnerin in Ruhe mal darüber zu reden, sondern es war irgendwie dieses Exekutieren und Hoffen, dass irgendwas in irgendeine Richtung läuft oder mal bei dem in der Liebe sein irgendwas sagen, wäre das mal okay. Wenn du aber mich separat davon einfach mal hinzusetzen Ich glaube, ich muss schwer überlegen, dass ich das bei dir und Jochen gelernt habe, glaube ich, in partout. Ich glaube, damit hat es begonnen. Und deswegen ist die Einladung wenn du jetzt da zuhörst, mach das doch mal vorher. Das ist also ein solcher Reichtum. Und da gibt es ja unglaublich viel auf YouTube und an Informationen. Wie geht sowas überhaupt? Einen gesunden Rahmen schaffen, den Partner einladen. Ist es okay, wenn wir heute mal darüber reden, ohne dass es danach sofort in die Kiste gehen muss? Wenn es dann passt, fein. Aber es geht eigentlich mal in diesen deskriptiven Moment des Austausches. Und dazu gehört ja und ich erlebe das so häufig auch bei mir. Erst wenn ich Dinge sage, kapiere ich deren Wahrheitsgehalt in meinem Leben. Also erst dadurch, dass ich Dinge ausspreche, merke ich manchmal ah, so meine ich das eigentlich. In meinem komischen Kopf drehe ich tausend Windungen. Da geht es von rechts nach links, aber erst durch die Artikulation kommt da eine Wahrheit raus. Und diese Wahrheit mal mit dem anderen zu teilen und auch mal dessen Wahrheit zu hören. Und vielleicht ergeben sich ja geniale Momente gerade für dich, wenn du vielleicht ab und zu fremdgehst in deiner Beziehung, weil du glaubst, du findest die Dinge nicht, die du eigentlich haben könntest, glaube ich mal, dass mindestens jeder zweite, jede zweite überrascht ist, dass dein Partner sagen würde, ehrlich stehe ich total drauf. Wenn nie drauf gekommen, dass du drauf stehst. Also ist ja wie so eine Art Missverständnis, weil beide nie gesagt haben, was sie wollen. Wissen sie gar nicht, dass der andere das auch mag Und sich das mal zuzutrauen. Und selbst wenn der andere Ne, du, sorry. Also kann ich mir nicht vorstellen, ist es doch eine herrliche Verabschiedung von einer Illusion, die tut in dem Moment vielleicht scheiße weh, aber du kannst loslassen. Und das will ich als dritten Teil aufbauen, weil wir immer mehr in Freiheit in Beziehungen leben. Es gibt ja auch neue Beziehungsmuster. Ich finde es auch legitim, den Partner zu Ist das okay? Diese Erfahrung würde ich aber gerne mal machen. Darf ich die woanders machen? Und das errate ich immer meinen männlichen Coachees, die ja ganz häufig irgendwie fremdgehen und dann wilde Dinge machen, wo ich Hast du denn schon mal dran gedacht, deine Frau zu fragen? Im schlimmsten Falle sagt sie nein, Dann bist du ungefähr da wo du jetzt bist. Aber es könnte ja sein, dass sie Pass mal auf, wenn es dir nur um diese Erfahrung geht, dann mach die doch mal. Dann geh doch mal in was auch immer, in den Swingerclub oder zu einer Domina oder zu einem Mann, keine Ahnung, was auch immer gerade dein Reiz ist. Und ich glaube, dass dadurch Heilung in der Beziehung passiert und das Heimliche gehen darf, weil das Heimliche führt zu einer Selbstbeschämung. Also auf jeden Fall aus der Männerwelt. Mal gucken, was du über Frauen sagst. Aber wenn ich mit Männern arbeite und die dann doch heimlich woanders sich das suchen, ist ganz viel Beschämung drin, fühlen sich scheiße, sind sofort gegangen, haben vielleicht dafür Geld bezahlt. Das finden sie nochmal ekliger. Das ist nicht die tolle Erfahrung. Und ich glaube, wenn der Mann den Arsch in der Hose hat, ich rede über meine Bedürfnisse, ich akzeptiere eventuell das Nein oder ich bin dann ganz mutig, vielleicht drei, vier Wochen später. Du könntest dir vorstellen, dass ich die Erfahrung mal woanders mache, weil ich würde die gerne machen. Es kann natürlich passieren, dass die Frau kannst du und übrigens würde ich auch gerne eine Erfahrung machen. Muss man halt gucken. Aber das sind Wachstumsräume, damit ist man ja noch nicht im Tun, Aber man erlaubt sich in den Wachstumsrahmen zu gehen. Wir haben das beide gemacht als Paar. Ich fand das sehr spannend, auch sehr schwer. Ich will es überhaupt nicht positivieren. Das war jetzt nicht die leichteste Phase. Und gleichzeitig fand ich das unglaublich kräftigend für uns. Also ich behaupte mal, das hat noch mal so ein Stückchen Mörtel in unsere Beziehung gebracht. Dadurch sind wir noch mal mehr zusammen gewachsen, dass wir uns eigentlich den getraut haben, all das zu sagen. [00:30:27] Speaker B: Ja, das vergeht natürlich immer erst. Und nur wenn du eine tiefe Ebene von Vertrauen hast und wenn du eigentlich gemeinsam wachsen möchtest, weil dann kannst du ja auch, dann geht es ja auch darum, ich gehe mal woanders hin und ich bring die Geschichten mit, die ich erlebt habe und ich möchte, dass sie unsere Beziehung befruchten, ergänzen, bereichern und nicht ausschließen. Also die Angst ist ja immer, du gehst woanders hin und ich kriege nichts mit und ich bin, das ist der Abgesang sozusagen, der kommt und ihr oder auch Jochen und ich, wir haben es ja auch, es war immer wir machen das für uns. Du gehst los, sammelst Erfahrung, erzählst mir davon und wir gucken, wie das dann unsere Sexualität bereichert, wächst oder inniger macht oder gelassener oder was auch immer. Man kann das nur in Räumen, wo ein Grundvertrauen da ist und auch ein Commitment, wo klar ist, ich will dich nicht verlassen, Du bist die Frau meines Lebens und ich möchte, dass hier Wachstum nicht stehen bleibt, sondern weitergeht oder sowas. Wenn du das nicht hast, dann ist Kommunikation darüber unmöglich. Also das habe ich kennen das dann ist es nämlich, dann willst du nur einen Freifahrtschein haben. Also du sagst, ich möchte mal die Erfahrung machen und eigentlich sagst du, ich weiß schon wer, ich will mal fremdgehen und gib mir deinen Segen, damit ich keine Schuldgefühle habe. So und das ist auch, darum geht es ja dann auch nicht. [00:31:43] Speaker A: Ich will in diesem Bereich jetzt gar nicht zu sehr reingehen. Ich will nur sagen, ich finde, es gibt mittlerweile richtig, richtig gute Literatur. Es gibt auch tolle Seminare und all das, was ich Ich bin echt kein Experte für offene Beziehungen, aber was ich gelernt habe, ist, das kann funktionieren. Es braucht nur sehr viel Vorbereitung. Es ist genauso wie du andeutest und es ist kein Du, ich habe den Stefan kennengelernt, wollen wir nicht eine offene Beziehung haben? Am Samstag bin ich übrigens verabredet, sondern prüfe und arbeite an dir und dann schau erst, ob du es tust. Mir fällt leider die Autorin nicht ein, ich habe sie oben liegen. Wenn dich das Thema interessiert, mail mir einfach, ich schick dir die Autorin. Es gibt ganz, ganz tolle Seminare und wenn du dir gar nichts merken kannst aus dem Podcast, außer den Hinweis, geh nicht ins Tun, sondern rede mit deinem Partner. Das braucht eine Vorbereitung, weil ansonsten ist die Gefahr von deinen Verletzungen, ihren Verletzungen so hoch, dass es dann auch zu einem Exitus in der Beziehung führen kann. Das ist schade, weil da ist einfach echt so viel mehr möglich. Und ein Institut, das ich da neben der Pravari total gerne nennen mag, von dem ich finde, kannst du ganz tolle tantrische Erfahrungen machen. Wo es auch schon mal so erste Gehversuche gibt, ist das Aruna Institut in Österreich, von denen ich ganz viel halte und die ich hier mal nennen möchte an der Stelle, weil ich glaube, die machen eine sehr sensitive Begleitung in dieses Thema. Wollen wir uns mal zutrauen, einen kleinen Blick über den Tellerrand zu machen und dann zu schauen, wie weit ist der Tellerrand. Ich habe vorhin eine Frage noch im Kopf gehabt, die ich dir gerne mal stellen möchte. Ich habe darüber gesprochen. Wenn Männer dann außerhalb der Beziehung in die Umsetzung, Erfüllung gehen, erleben sie da häufig Beschämung, Selbstbeschämung. Würde mich total interessieren. Weißt du was? Wie ist das bei Frauen? Weißt du das von Klientinnen, wenn sie sagen, in meiner Ehe fehle ich nicht das, was ich suche, deswegen war ich woanders. Wie sind die danach? Finde ich ganz spannend. Weiß ich nämlich gar nicht. Ist das easy? Ist das cool? Kommen die dann nach Hause? [00:33:48] Speaker B: Sagen Nein, nie. Also es ist immer belastend mit Zerrissensein. Also oft ist ja, es gibt ja unterschiedliche Konstellationen. Es gibt die Konstellation, dass du dich plötzlich in jemanden anderen wirklich auch verliebst und dann musst du will ich gehen, will ich bleiben? Und da hängt aber eine ganze Familie dran und ein Lebensentwurf und nicht alle folgen der Liebe. Manche folgen dann auch dem, was sie haben und bleiben und lassen sozusagen den Liebespartner los, aber nehmen daraus mit, dass es jetzt in der Beziehung aber auch anders werden muss. Also wie eine Verlebendigung der Beziehung. Aber ich kenne so viele, die ja auch Parallelbeziehungen haben und die sind immer mit Schuldgefühlen und anstrengend. Man muss ja ein Doppelleben irgendwie eigentlich [00:34:34] Speaker A: auch aus Sicht der Frau keine gute [00:34:35] Speaker B: Idee, also keine glücklich machende wirklich. Man klaut sich Glück, weil man sich nicht traut oder nicht in der Lage ist, eine klare Wahl oder Entscheidung zu treffen oder offen zu sein, weil da fliegt einem manchmal ein ganzes Leben um die Ohren. Und da hängen nicht nur mein eigenes dran, sondern eben auch oft Familien. Das darf man ja auch nicht vergessen. [00:34:58] Speaker A: Ich will das noch mal hervorheben, weil ich das für so unglaublich wichtig gebe. Eine ganz tolle Freundin von uns, die Mareike hat das mal, die auch Paarbegleitung macht und auch Sexualtherapeutin ist. So nur weil ich mich verliebe, muss ich es ja noch nicht ausleben. Also das kann ja immer sein. Wir sind jetzt auch Karin und ich 23 Jahre zusammen, ist ja einfach eine wunderschöne, kluge Frau. Bin ganz sicher, dass die viel angesprochen wird von Männern. Und wenn sie sich da mal verlieben würde, wäre das für mich noch nicht die. Also selbst wenn sie mit jemandem was hätte, wäre das für mich nicht der Moment, wo wir uns trennen müssten. So weit bin ich heute als Mann gereift. Ich will nur Es gibt Vorphasen. Also nur weil man sich verliebt, muss man nicht sofort ins Exekutieren gehen. Und ich finde es so schön, wenn Paare mehr an sich arbeiten und wenn sie sich erlauben zu Es ist passiert, ich habe mich verliebt, Vielleicht war ich auch sogar mit jemand anderem intim. Das muss aber nicht das Ende der Beziehung sein. Ich finde, das kann ein guter Moment sein, zu Wollen wir nicht gucken, ob wir noch die Beziehung irgendwie anders hinkriegen. Und genau wie du gesagt Es ist der Beginn des Gespräches. Das ist der Unterschied. Und ich würde mir sehr wünschen, gerade für Zuhörerinnen und Zuhörer, die Kinder haben, dass du es dir tausendmal schwer machst, aus der Beziehung zu gehen, weil ich bin Scheidungskind. Ich weiß, wie scheiße das ist. Ich finde, es gibt ein totales Recht, sich zu trennen. Manchmal ist es echt eine gute Entscheidung. Aber sorry, wenn du Mama oder Papa bist, hast du verdammte Dreckspflicht, alles zu tun, bevor du gehst. Und das ist etwas, was mir da draußen viel zu leicht passiert. Ich lerne jemanden kennen, Wir sind jetzt 5 Jahre zusammen, ich kriege fast Wutanfälle, wenn ich höre, wir haben uns auseinandergelebt, denke ich ja, scheiße. Und das ist es jetzt. Also a, warum hast du nicht mehr auf dich aufgepasst? Und das solltest du nicht tun, nachdem du sieben Jahre zusammen warst oder so. Tu doch jetzt was dann gefälligst. Ich finde gerade, wenn Menschen Kinder haben, du hast eine Pflicht. Und ich habe mal bei so einer Konferenz und so gehört ja, aber habe ich nicht auch das Recht, glücklich zu sein? Und da fand ich so geil. Ich glaube, das war der Robert Betz, der gesagt hat zu dem Pass mal auf, du hast Kinder in die Welt gesetzt. Deine Pflicht ist gerade größer. Deine Pflicht ist, auf dein Kind einen geschützten Rahmen zu schaffen und nicht dich auszuleben. Und ich finde das so wichtig, dass wir das kapieren mit Da ist halt natürlich viel eigener Schmerz. Und ich merke, wie das in mir sich eine Erinnerung Sei doch bitte nicht leichtfertig damit. Und leichtfertig ist für Du hast dich verliebt, du warst mit jemandem in der Kiste, deswegen gehst du in Beziehung, Raus Ne, so leicht ist es nun mal nicht. Sorry. Du hast dir ein Eheversprechen gegeben, ein Commitment. Das bedeutet was, dann geh in Integrität. Und wenn du alles probiert hast, wenn du bei der Christiane zum Coaching warst, wenn du bei mir zum Partout warst oder bei irgendjemand anderem, dann erst darfst du dich trennen. Also was ich jetzt humorvoll sagen Wenn du echt noch mal richtig erst probiert hast, finde ich, dann ist es vielleicht auch eine gute Entscheidung. Aber bis dahin bitte, bitte, bitte, bitte reiß dich zusammen. [00:38:19] Speaker B: Naja, es ist oft ein Missverständnis natürlich auch, dass die, wenn die Magie wegfällt und das Leichte und Mühelose der Liebe, dann erleben wir ja erstmal Abstand, Trennung auseinandergelebt. Das ist ja quasi eine Entwicklungsphase auch in jeder Beziehung. Und die Menschen denken oft, boah, ich habe keine Gefühle mehr und also ich habe meine Hormone, kein Begehren, ich habe kein Begehren mehr und das Beziehungsarbeit darin besteht, über Herzensbildung Nähe zu stiften, Also dass ich kreativ für Nähe sorgen muss. Also zusammenreißen ist das eine, das hilft ja oft nicht so. Aber wir haben eine Verantwortung, Nähe zu stiften und aufrechtzuerhalten zu demjenigen, mit dem ich Kinder habe zum Beispiel. Das finde ich ist eine Verpflichtung. Und selbst wenn es dann irgendwann in die Trennung geht, dass die Trennung so ist, dass die Nähe bestehen bleibt und die Achtung und die Würdigung. Man kann ja auch Trennungsräume sehr unterschiedlich gestalten, aber da geht es um Herzensbildung und nicht um Hormonbildung und diesen Unterschied. Also dass man sich das erarbeiten kann und auch muss. Also jede Beziehung, die länger als zehn Jahre dauert, die ist erarbeitet. Das kann mir keiner sagen. Also es gibt keinen rosaroten Dauerflug, den gibt es einfach nicht so. [00:39:34] Speaker A: So ist es, ja. Und mal gucken. Ich erlebe da gar keinen Widerspruch, sondern Ergänzung. Dieses Zusammenreißen heißt für mich nicht gleich rausgehen, sondern dann fang an zu arbeiten und ich bin bei dir. Die Magie ist irgendwann weg. Also die ist ja, würde ich selbst jetzt uns beide als Beispiel nehmen. Wir sind echt so gut befreundet, wir haben eine Seelenverbindung. Aber es gibt bestimmt Momente, wo man mit dem anderen wenig anfangen kann oder wo man weißt du, wenn der jetzt am Wochenende kommen würde, würde ich mich gar nicht so sehr freuen. Ich hätte eigentlich die Zeit für mich. Das ist doch Okay, wichtig ist es nicht aus der Verbindung zu fallen. Und das ist ein Vorwurf, den ich an Leute habe. Wenn du rausgefallen bist, doof genug, hättest du drauf gucken können, weil es gibt tausend Ratgeber da draußen. Aber OK, angenommen, das passiert, weil du irgendwie Karriere geil oder Job machst oder was auch immer. Du merkst, ich habe da ein bisschen Wertung drauf. Aber okay, du hast dich auseinandergelebt. Das ist doch nicht das Ende. Das ist doch nur ein Zwischenfazit. Dann verdammt noch, guck und such dir Hilfe und Freunde und was auch immer. Wie kommst du wieder in die Verbindung rein und wo ist noch Magie? Und wir beide machen das ja. Also ich habe ja immer wieder Paare. Ich habe jetzt auch gerade ein paar von dir übernehmen dürfen, wo das Paar sich entschieden hat. Wir gucken, wie wir es wieder hinkriegen. Es ist zu früh zum Aufgeben und [00:40:54] Speaker B: es fängt immer mit Selbstklärung an. Erst wo habe ich mich verloren, wo habe ich mich aufgegeben? Was muss ich von mir zurückholen? Auf welche Teile muss ich welche Werte von mir und so. Also es fängt nicht beim anderen an, sondern es fängt hier an, dass ich sozusagen gucke, was habe ich eigentlich verloren, dass wir uns verloren haben oder was habe ich aufgegeben, sodass wir uns verloren haben? [00:41:13] Speaker A: Und damit will ich es auch fast schon schließen Und und für die, die den jetzt hört und sagt, ich will aber trotzdem weg, das Scheiß versprechen, das ich dir mache und in der nächsten Beziehung gehst du wieder. Also das ist ein Muster. Ich liebe diese Betrachtung. Die Sachen, die du nicht löst, die begegnen dir dann wieder in deinem Leben. Ja, vielleicht bist du eine von zehn, die tatsächlich in der nächsten Beziehung die Erfüllung findet. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann, wenn die rosarote Farbe von der Christiane, rosarote Phase von der Christiane spricht, rum ist, die wird wieder eintreten. Irgendwann sind wieder die zehn Jahre erreicht und in meinem Urteil dauert es keine zehn, sondern viel, viel früher. Willst du denn immer gehen? Ist das die Antwort aufs Leben, dass du viermal gehst? Und ich kenne ja so Menschen. Vielleicht ist es Zeit mal zu bleiben und deine Hausaufgaben verdammt nochmal zu machen und die beginnen da. Das will ich nochmal hervorheben. Ich weiß, dass du dich jetzt über mich ärgerst vielleicht, aber dann bist du genau derjenige, den ich ansprechen möchte. Dann ist es Zeit, deine Hausaufgaben zu machen. Was ist es, das du in dir verloren hast? Und Sexualität echt bei allem Humor ist doch echt nicht alles. Also eine gute Beziehung ist doch kleeblättig aufgebaut. Die hat doch mehrere Glücksblätter als das eine. Definitiv. Auch in meinem Leben gehört das mit dazu. Und wenn es nicht mehr stattfinden kann, muss man gucken, wie gehe ich damit um. Aber es gibt auch verdammt noch mal andere Klecksblätter und reduziere dich doch bitte selber nicht auf so eine Maschine, die nur den Teil braucht. Es gibt echt mehr so genug mit meiner Wut, worunter Trauer liegt über so viele Kinder, die ohne ihre Eltern groß werden. Und ich bin eins davon. Das ist, kann ich natürlich ganz schnell [00:42:53] Speaker B: für mich kann ich noch ein Thema [00:42:54] Speaker A: unbedingt noch hell draußen. [00:42:58] Speaker B: Ja, das auch, genau. Ich kann mich erinnern, ich habe eine gute Freundin, die mir erzählt hat, dass sie, wenn die Eltern zu Hause nicht da waren, ist sie losgegangen und hat im Schlafzimmer der Eltern und da war die noch keine zehn Jahre alt, also relativ jung, im Schrank VHS Kassetten, Pornokassetten gefunden und die hat sie sich angeguckt und die hat mir später erzählt, die sagte, ich kriege diese Filme. Für mich war das Priming für Sexualität jede Begegnung. Ich sehe diese Filme, ich sehe diese Begegnung und was die alles getan hat, damit sie überhaupt diese Filme gelöscht bekommt. Und ich finde das heute, weil die jungen Menschen haben ja über die Social Media, die haben alle Zugang zu sexuellen, frühsexuellen, pornografischen, was auch immer, zu Material, der erstmal die Bilder hinterlassen. Und ich frage mich, du hast jetzt auch drei Jungs irgendwie großgezogen, die Generation, die jetzt danach kommt, das glaube ich noch mal eine Nummer näher dran und so. Und diese im Nachhinein denke ich manchmal, boah, diese Heiligkeit, die Sexualität für mich hatte in diesem kindlichen war das ganz was Besonderes, dass es eigentlich ein schöner Raum war und ob man den und wie man den für Kinder heute installieren kann und ob da, also was ihr als Eltern auch gemacht habt, um das irgendwie zu schützen oder abzuwehren oder damit umzugehen, dass solche Dinge einfach ins Bewusstsein in einer Prägungszeit eingeschossen werden. Das legt ja Grundmatrix auch. [00:44:36] Speaker A: Ich befürchte schön, dass du es nochmal aufbringst, weil ich hatte es vorhin schon mal, ich kann mir da auf meinem eigenen Elternzeugnis keine zwei geben. Also mal gucken, wie meine Frau Carina sehen würde. Ich bin vollkommen bei dir erstmal. Also in der Männerarbeit, wenn wir so ein Check in machen, was sind gerade die Themen, die dich umtreiben, gibt es bestimmt immer 10 bis 20 Prozent der Männer, die mit ihrer Pornosucht kämpfen. Und ich finde den Begriff des Primings noch viel schlimmer in Anführungszeichen. Die Pornosucht kann ja sein, dass die erst später kommt. Aber wenn das Priming, also die Erstbegegnung Priming heißt, ich werde codiert damit. Ich krieg praktisch den Code eingraviert. Das ist meine erste Erfahrung damit. Es ist wie das erste Stückchen Salz. Ich weiß, Salz schmeckt salzig, Zucker schmeckt süß, Sexualität ist Hardcore Ficken. Wenn das mein Priming ist, ist es scheiße. Und ich bin ein bisschen ratlos. Also ich glaube, das ist ein gesellschaftliches Thema, ein großes. Ich habe keine Ahnung, ob ich bei meinen Kindern den Moment verpasst habe. Ich hab eine hohe Selbsterwartung und hab's dann bei zwei von dreien jetzt schon mal angesprochen gehabt, weil ich das altersgemäß fand und beide wollten mit mir nicht darüber reden. Bei einem habe ich es noch einigermaßen hingekriegt bei dem Spaziergang, aber ich kam mir Ich war nicht gut. Also ich war einer von diesen Stotterpapas mit Biene und Blume und wie komme ich denn dahin? Und ich weiß noch, dass einer meiner Söhne, die hören ja ab und zu den Podcast, deswegen lasse ich jetzt weg, wer es war. Sag mal, reden wir gerade über Sex oder was? Brauchst du nicht? Ich bin schon aufgeklärt und ich merkte, wie ich so eine Erleichterung hatte. [00:46:28] Speaker B: Ja, eigentlich geht es ja um eine Kommunikation über Social Media. Also eigentlich geht es darum, weil das andere kriegen sie schon hin. Aber was seht ihr dort? Was davon ist wahr, was davon ist nicht wahr? Es gibt etwas, was nicht abgebildet wird. Also wir müssen ja diese Zauber oder diese Magie irgendwie transportieren. Und ich weiß, ich habe auch keine Lösung. Ich finde das gesellschaftlich ein riesiges Problem, weil alles, was dort auf diesen visuellen Kanälen läuft, hat meistens nicht sehr viel mit eigener inneren Körperverbindung zu tun. Das alles abgespalten und abgetrennt. [00:47:03] Speaker A: Das ist der Feldweg, über den, das ist der Waldweg, über den ich vorhin gesprochen Das ist diese Bum Bum Bum und dann was auch alles da stattfindet. Riesenbrüste und vier Männer, eine Frau, was auch immer. Aber das ist ja genau, Natürlich findet das statt und das kann ja für Leute auch schön sein. Aber das ist so ein winziger Ausschnitt, sind vielleicht 0,5 Prozent der Sexualität. Ich habe keine echte Antwort. Ich glaube nur, dass wir Eltern in Verantwortung dafür sind. Ich würde das nicht auf die Gesellschaft, nicht auf die Schule schicken und merke aber selbst, ich war da nicht dolle drin. Ich glaube, dass wir es mal so angesprochen haben. Aber es ist echt krass. Jetzt habe ich so viel innere Arbeit gemacht und Persönlichkeitsentwicklung. Aber ich glaube, wenn mir meine Kinder irgendwann mal Ey Vater, da warst du bei echtem Flop, glaube ich, dass ich akzeptiere ich nehme ich. [00:47:51] Speaker B: Naja, die erleben ja natürlich zumindest, wie ihr euch verändert habt und wie ihr miteinander seid. Das erleben sie ja auch wenn das jetzt nicht direkt kommuniziert wird. Kinder können ja leben. Ob da eine lebendige, würdevolle und achtungsvolle Sexualität oder erotische Kultur zwischen Eltern ist, das können die ja erleben. [00:48:10] Speaker A: Also danke, dass du mich da rettest. Das glaube ich schon, weil wir natürlich ein liebendes Paar sind. Jetzt bin ich ja sowieso Rheinländer, halb Ägypter. Ich mag Nähe im Alltag. Da geht es gar nicht um Sexualität, das deutlich zu machen, bevor das irgendwie falsch verstanden wird, sondern ich finde schon wichtig, dass die Kinder aus dem Schlafzimmer raus bleiben. Aber natürlich erleben die, wenn ich Karina, meine Frau, umarme, ihr schon mal einen Kuss gebe und gleichzeitig würden wir vor den Kindern nicht rumknutschen. Aber nähe Verbindung, dass wir uns Dinge liebevoll sagen, das erleben sie. Das glaube ich schon, dass es dadurch so einen Kokon gibt des Umgangs. Und glaube ich auch, wie wir über Mann und Frau Themen reden, das ist natürlich logischerweise bei uns sehr stark mit Würde verbunden und sehr ehrenhaft. Glaube aber tatsächlich, dass ich muss mal Carina nach dem Podcast ansprechen, was sie glaubt, ob wir da einen guten Job gemacht haben oder ob wir uns irgendwie verpisst haben. Und dann ist es vielleicht Zeit zu vielleicht. [00:49:13] Speaker B: Ach, die werden schon ihre eigenen Wege finden. [00:49:15] Speaker A: Ja, ich muss das noch mal. Aber ich finde es gut, es noch mal aufzunehmen, auch da zu sagen, Kinder, ich glaube, ich habe mich verpisst Ich möchte mal das Thema Social Media und Sexualität. Ansprechen, auch wenn ihr es gerade doof findet, aber nehme ich als Hausaufgabe mit. Und vielleicht, liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhörer, nur [00:49:31] Speaker B: noch mal Ich fände, wenn ich eine Chance hätte, dann fände ich es interessant, denen mal zuzuhören. Zu Was waren eigentlich eure ersten Eindrücke? Was habt ihr gesehen? Was hast du damals gedacht? Wie denkst du das heute? Die leben ja ihre Sexualität inzwischen auch. Also sie eher neugierig interviewen und ihren Geschichten mal zuhören. Also das fände ich schon spannend, weil die haben ja jetzt inzwischen ihre eigenen. [00:49:57] Speaker A: Also nicht, dass mir der Mut fehlt, dazu das anzusprechen. Mir fehlt der Glaube, dass meine Kinder eine Grundbereitschaft haben, mit mir darüber zu reden. Aber ich werde mir auf jeden Fall was dazu einfallen lassen. Und liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhörer, ich finde das echt richtig gut sogar, dass du mal erlebst, wie stotternd und ratlos ich bei dem Thema bin. Du kannst ja mal gucken, wo du bei dem Thema stehst und ob du eine bessere Idee hast. Dann schreib sie mir, wie du das gemacht hast oder ob du eine bessere Idee hast und sie einfach lebst. Dann ist es sehr gut, wenn du das mal zum Anlass nimmst, mit deinen Kindern einfach mal darüber zu reden und diesen Hinweis zu geben, dass das, was sie in Social Media erleben, nicht das Thema der Sexualität ist, das du dir für sie wünschst. Und vielleicht hast du eine bessere Idee. Dann freue ich mich, wenn du sie mir einfach schickst, weil du merkst, ich bin da stotter, Max, ratlos. Lass mal überlegen, welchen. Wir sind schon sehr weit. Ich glaube, wir sind schon bei Dreiviertelstunde, 50 Minuten sogar. Welchen Aspekt gilt es noch zu streifen? Ich fand es bisher schon sehr rund. Mein Eindruck ist, da gibt es noch was, aber ich bin nicht sicher, was. [00:51:21] Speaker B: Also vielleicht Sexualität berührt ja alle kollektiven Wunden, die wir haben zwischen den Geschlechtern. Da spielt sich ja alles ab an Verletzungen, was Männer Frauen und Frauen Männern angetan haben über Generationen in unseren Familien. Das ist eigentlich auch ein Kriegsschauplatz an vielen Stellen. Und ich glaube, dass das gut ist, wenn wir da mitfühlend auch über unsere Eltern und Ahnen. Also mal schauen, dass wir alle Wir sind irgendwie, wir stammeln daher und sind ein Stück verloren an der Geschichte. Und was wir dort erleben, ist nicht nur unser eigenes Unvermögen, sondern ist auch einfach eine kollektive patriarchale Geschichte, die sich da immer wieder über Jahrzehnte, Jahrhunderte abgespielt hat. Und es geht ja auch darum, da eine tiefe Heilung zu bewirken in dieser Ahnenreihe. Also die Arbeit, die jeder dort tut, also dass ich in Frieden mit meinem eigenen Körper sein kann, dass ich in Frieden sein kann mit den Wünschen und Bedürfnissen des anderen, dass ich würde und achtsam bin im Umgang mit Kindern und Partnern und Freunden. Das ist ja eine Friedensarbeit, die machen wir nicht nur für unser eigenes persönliches Glück, sondern ich glaube, da ist auch eine tiefe Heilung drin, die unsere Gesellschaft braucht. Und da kommen wir auch überall an den sexuellen Themen nicht vorbei, weil letztendlich zeigt sich dort, wie sehr wir wirklich gelernt haben, friedlich miteinander zu lieben, finde ich. [00:52:57] Speaker A: Also bin ganz dankbar über diesen Impuls und möchte nur mal so aufgreiben. Wenn du merkst, dass das ein Thema ist in deinem Leben, dann bring Licht rein. Also Licht rein heißt, dann beschäftige dich damit, weil ich tatsächlich glaube, dass das eine der Kernsäulen ist. Essen, Schlafen, Geschlechtsverkehr hat man immer früher genannt, sind die klassischen archaischen Prinzipien, die wir brauchen, um zu überleben. Ist natürlich eine harte Reduktion, aber das Thema hat höchstwahrscheinlich für dich eine hohe Bedeutung in deinem Leben. Wenn es keine hohe Bedeutung hat, mag es auch schon wieder eine Bedeutung haben, dass es keine hohe Bedeutung hat. Also guck an, ob es nicht Zeit ist, dass du dich diesem Thema in irgendeiner Form widmest. Das kann ja Eigenstudium sein. Ich finde, es gibt mittlerweile so viele gute Bücher dazu, das kann auch mal ein Seminar sein. Aber vielleicht magst du mal Licht auf dieses Thema bringen, weil es eine Quelle des Glücklichseins ist. Und wenn du in einer Beziehung lebst, ist die Einladung, Guck doch mal, ob du diesen Podcast zum Anlass nimmst, deinem Partner den zu schicken und zu Wollen wir zwei nicht mal den zusammenhören, Den zusammenhören. Das weiß ich ja, dass das auch paar richtig zusammen tun, ist dann deren Sonntagabend Lektüre nach oder vor dem Tatort oder auch mal zu Komm, wir hören ihn und daraus machen wir mal eine Session, wir machen mal ein Gespräch. Und wenn du merkst, du brauchst für dich alleine oder als paar Unterstützung, dann ist es eine gute Idee, die dir zu suchen, weil das ist ein ganz tolles Thema für Wachstumsraum. Ansonsten, Christiane, ich werde mir, glaube ich, selber noch mal anhören, weil ich noch nicht alles gehört habe, was du gesagt hast. Ich habe dir zwar zugehört, aber es gibt ja verschiedene Ebenen des Zuhörens, wo das auch einsacken kann. Und ich würde auch gerne noch mal meine eigene Erkenntnisse hören, weil ich weiß die ja nie, sage ich ja immer. Ich rede aus dem Herzen und manchmal, wenn ich den Podcast dann höre, denke ich, ach guck mal, das habe ich gesagt, das ist ja interessant. Also ich glaube, da stecken noch ein paar Selbsterkenntnisse für mich drin und danke dir für den, wie ich wieder finde, sehr schön gelungenen dritten Teil unserer, wie heißt das, Quattrologie, ist das so? Ich nenne das mal so einen haben wir ja noch Gott und den werden wir wahrscheinlich erst im nächsten Jahr aufnehmen. [00:55:11] Speaker B: Da freue ich mich jetzt schon drauf. [00:55:12] Speaker A: Freue ich mich auch drauf, dass wir im Reigen bleiben. Und unabhängig davon wollen wir ja vielleicht mit der Melanie demnächst mal so einen Rilke Abend machen, nur für uns, wie wir den schon mal gemacht haben und einfach mal wieder schön zitieren und Musik hören. Ja, ich wünsche dir, liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, dass du was für dich sehr Konkretes mitnimmst. Tipps sind drin, guck dir das Thema für dich an, sprech mit deinem Partner und dann freue ich mich sehr, wenn wir uns einfach mal persönlich begegnen. Das kann sein, indem du mir einfach mal eine E Mail schreibst, vielleicht auch mit deinen Tipps, wie du das mit deinen Kindern gelöst hast. Aber auch wird es die Möglichkeit geben, dass wir uns in 2026 treffen. Ich bin auf mehreren Festivals, ich bin auf mehreren Online Kongressen als Speaker, ich biete mehrere Seminare an. Also wenn du mich irgendwo siehst, quatsch mich doch einfach an. Ich freue mich darüber, erlaube, dass das vielleicht dann manchmal kein halbes Stundes Gespräch wird, aber ich freue mich über Impulsgespräche mit dir und wie die Arbeit, die ich versuche in die Welt zu bringen, um die Welt besser zu machen, bei dir gerade angekommen ist. Und ansonsten, liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, wünsche ich dir einfach einen fantastischen Tag und schick den Menschen doch an eine, wo du, ich glaube, das macht Sinn, dass du dich mal damit beschäftigst, mit dem Thema Sexualität. Christiane, danke, Danke, Farid. [00:56:27] Speaker B: Es war mir eine Freude.

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