Mann! Farid Podcast 95: Geld & Würde – Wie wir ein gesundes Verhältnis zu Geld finden

November 06, 2025 00:55:30
Mann! Farid Podcast 95: Geld & Würde – Wie wir ein gesundes Verhältnis zu Geld finden
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Mann! Farid Podcast 95: Geld & Würde – Wie wir ein gesundes Verhältnis zu Geld finden

Nov 06 2025 | 00:55:30

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Show Notes

Mann! Farid Podcast 95: Geld & Würde – Wie wir ein gesundes Verhältnis zu Geld finden

In dieser Folge spreche ich mit meiner Freundin und Weggefährtin Christiane Windhausen über ein Thema, das uns alle betrifft und gleichzeitig selten ehrlich besprochen wird: Geld. Nicht als Zahl auf dem Konto. Nicht als Trophäe. Sondern als etwas, das Biografien prägt, Beziehungen formt und Identität spiegelt. Für mich ist Geld in den letzten Jahren vom Angstthema zur Ressource geworden – nicht, weil ich plötzlich „mehr“ wollte, sondern weil ich endlich verstanden habe, was ich wirklich suche: Freiheit, Würde, Klarheit.

Wir beginnen dort, wo jede Geldgeschichte anfängt: zu Hause. Welche Sätze hast du als Kind gehört? Welche Stimmung lag in der Luft, wenn es ums Bezahlen, Sparen, Wünschen oder Verzichten ging? In meinem Elternhaus klebte an Geld Moral: „Reiche sind…“, „Ein Kamel durchs Nadelöhr…“ – solche Sätze. Sie haben mich lange klein gemacht. Später stand ich an einer Kasse mit einem Anzug zum 50. Geburtstag in der Hand und spürte: Da sitzt meine innere Mutter noch auf der Schulter. Heute weiß ich: Diese Sätze sind nicht „die Wahrheit“. Es sind Prägungen. Und Prägungen lassen sich transformieren.

Christiane erzählt ihre Seite: In ihrer Familie war Geld tabu – und gerade deshalb ein Machtinstrument. Nie darüber reden, aber über Geld lenken. Das erzeugt eine doppelte Spannung: Unsichtbarkeit und Kontrolle. Aus dieser Spannung heraus hat Christiane früh gelernt, Freiheit nicht in Geld zu suchen, sondern in Unabhängigkeit. Arbeiten, um nicht bitten zu müssen. Geben, ohne klein zu machen. Später – als sie selbst Menschen begleitete – hat sie erlebt, wie leicht Würde verloren gehen kann, wenn Geld zwischen uns rutscht: Fünf verliehene Beträge, fünf verlorene Freundschaften. Nicht, weil jemand „schlecht“ war, sondern weil Scham Kommunikation auffrisst. Das ist eine der wichtigsten Einsichten dieser Folge: Ohne Würde zerfrisst Geld Beziehungen.

Wir sprechen darüber, dass Geld selten neutral ist. Geld ist gespeichertem Gefühl ähnlich: Sicherheit, Angst, Kontrolle, Anerkennung, Zugehörigkeit. Viele sagen „Ich will mehr Geld“, meinen aber Ruhe, Einfluss, Selbstbestimmung oder schlicht Respekt. Wenn Geld diese Lücke füllen soll, wird es zur Ersatzreligion: Wir arbeiten uns wund, nicht weil wir lieben, was wir tun, sondern weil wir nicht wissen, wer wir sind, wenn die Arbeit wegfällt. Dann wird Leistung zur Flucht und Erfolg zur Rüstung. Das ist kein Vorwurf – das ist eine Einladung, hinzuschauen.

Ein roter Faden dieser Folge ist der energetische Ausgleich. Geben ohne Rückkanal macht klein. Nehmen ohne Antwort macht abhängig. Es geht nicht um Rechthaberei und auch nicht um eine Quittung für jede Geste, sondern um Balance. Manchmal ist Geld der einfachste Weg, manchmal ist es eine Fähigkeit, eine Geste, eine Zeitgabe. Ich sage in der Folge klar: Wenn ich nur gebe, ohne dem anderen die Möglichkeit zu lassen, etwas zurückzugeben, beschädige ich seine Würde – und am Ende unsere Verbindung. Umgekehrt gilt: Wenn ich nur nehme, schwäche ich mich selbst. Würde wächst, wenn Austausch zirkuliert.

Wir reden auch über die Freiheit, die entsteht, wenn ich Geld bewusst führe. Für mich war es ein Wendepunkt, einen Sicherheitspuffer aufzubauen und meine Kosten ehrlich anzuschauen. Nicht, um „mehr“ zu wollen, sondern um besser zu entscheiden: Welche Kunden passen? Welche Projekte lasse ich los? Welche Reisen mache ich nicht, weil sie nur Eitelkeit bedienen? Diese Freiheit ist nicht laut. Sie ist still. Es ist die Freiheit, Nein zu sagen, ohne in Panik zu geraten. Und Ja zu sagen, ohne mich zu verkaufen.

Gleichzeitig schauen wir auf das gesellschaftliche Feld. Es gibt eine Tendenz, Geld als ultimative Messlatte zu behandeln – als dürfe alles, was sich rechnet. Wir sagen in der Folge sehr deutlich: Würde hat keinen Preis. Wenn Entscheidungen nur dem Geldalgorithmus dienen, verdorren Menschen. Dann werden gigantische Gehälter zu Schmerzensgeld, und unter glänzenden Zahlen liegen erschöpfte Biografien. Ich wünsche mir eine Kultur, die beides kann: wirtschaftlich denken und menschlich handeln. Und ich glaube, das beginnt nicht in Vorstandsetagen, sondern im Kleinen: in unserer Art, zu rechnen, zu sprechen, zu danken, auszutauschen.

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Episode Transcript

[00:00:00] Speaker A: Ihr Lieben, mit der wunderbaren Christiane Windhausen reden wir über das Thema Geld. Geld und welche Aspekte wollen wir uns [00:00:07] Speaker B: angucken, ob es jemals genug ist, was daran gesund ist, wie es Freiheit schafft und auch Unheil anrichten kann und was wir dagegen und damit tun können und [00:00:19] Speaker A: mit ganz vielen Tipps für dich selbst, zur Reflexion, auch zur Selbsteinsortierung und da, wo es für dich vielleicht hingehen könnte. Insofern hör rein. Er ist ein bisschen länger, nehme ich mal an, weil es viele Themen zu streifen gibt, aber er lohnt sich, wenn [00:00:32] Speaker B: es um Geld geht, rede es bei mir um Würde. Kein Geld macht unglücklich, aber von Geld allein es reicht auch nicht. Ich muss mich ums Überleben nicht kümmern und dann habe ich Freiraum für andere Dinge. Das ist für mich Geld. [00:00:42] Speaker A: Herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe meines Man verriet Podcasts heute mit einem meiner absoluten Lieblingsgäste, einer Frau, von der ich schon so viel gelernt habe und von der ich es liebe, wenn wir einfach nur im Diskurs sind. Und das machen wir ja ganz viel und einen winzigen Bruchteil, wahrscheinlich weniger als ein Prozent, kommt live vor die Kamera. Heute ist so ein Moment und normalerweise weißt du, wenn du den Podcast regelmäßig hörst, dass ich ja das mit dem Thema ankündige. Das kann ich nicht, weil die Themen liegen noch hier und wir werden gleich daraus eins wählen, bevor ich die Geschichte dazu erzähle, warum wir das so machen. Erstmal herzlich willkommen, liebe Christiane Windhausen. [00:01:25] Speaker B: Sehr gerne. [00:01:25] Speaker A: Wie der ihr Farid ist lange jetzt her, ne? [00:01:28] Speaker B: Ja, wir hatten irgendwie Probleme, einen neuen Termin zu finden, weil das Leben dazwischen kam. [00:01:33] Speaker A: Da kam das Leben dazwischen. [00:01:35] Speaker B: Immer mal wieder mischt es sich ein und hat so andere Pläne. Aber wir bleiben dran und sind da. [00:01:40] Speaker A: Hier sind wir. Wir hatten ja eine ganz, finde ich, wunderschöne gemeinsame Idee. Ich glaube, in diesem Buch von dem Welsch habe ich damals irgendwie so einen Satz gelesen, die vier großen Lebensthemen. Mal gucken, Achtung, Gott, Sexualität, Liebe und was ist das hier? Geld, Geld. [00:02:02] Speaker B: Erstaunlicherweise, in diesem hochspirituellen Buch taucht Geld [00:02:05] Speaker A: auf und ich dachte mir, boah, das würde ich gerne mit meiner Freundin Christiane machen, weil ich ja unsere Austausch immer so liebe. Und insofern, den ersten haben wir schon gemacht. Zum Thema Liebe bleiben drei Themen übrig und du bist jetzt live dabei, wenn wir ziehen. Und ich finde das ganz witzig, Wir bitten mal unseren Kameramann Linus einmal vor die Kamera zu kommen. Lieber Linus, kannst du auch kurz vorstellen und dann das nächste Thema zu wählen? Also Achtung, das ist der Linus. Linus, welches ist das nächste Thema? Mich lacht dieses Jahr sehr gut. Magst du es auch öffnen und vorlesen? Achtung, ist jetzt auch für uns spannend. Es geht natürlich um Geld heute. [00:02:49] Speaker B: Es geht um Geld. [00:02:49] Speaker A: Es geht um Geld. Guck mal, wir machen das wie beim Notar. Ich überprüfe das mal kurz, damit der Linus hier nicht auch uns irgendeinen Kack vor. Also es geht wirklich um Geld und wir reden über das Thema Geld. Wir müssen natürlich anschließend noch einen schönen Titel dafür finden. Aber jetzt gucken wir erst mal, wohin sich der Podcast entwickelt. Und ich mache das mal ganz offen. Wenn das Thema gezogen worden ist. Geld, was ist das erste, was dir dazu einfällt? [00:03:18] Speaker B: Sehr spannend, weil es das irdischste oder das materiellste von den Themen ist. Und die Brücke finde ich total. [00:03:29] Speaker A: Das hätte ich jetzt zu Sex gesagt, aber okay, dann nehmen wir Geld als materiellstes. [00:03:33] Speaker B: Okay, also stimmt, da kannst du nächstes Mal wiederholen, wiederhole ich dir das. Aber ich finde, Geld ist ja, also für mich kann ich Sexualität war noch nie nur materiell für mich, deswegen bin ich aber das. Ja, ich habe ja schon das letzte Mal gesagt, ich würde so gerne mal mit dir über Geld reden, weil wir einfach eine ganz andere Geschichte haben. Du kommst aus einem anderen Gelduniversum, als ich das bin. Und das finde ich immer sehr bereichernd auch. Und wir sind ja beide auf einem Weg, der was mit Bewusstseinsentwicklung und Herzensbildung zu tun hat. Und da die Bedeutung von Geld mal zu reflektieren. Ich finde, dass wir das viel zu wenig machen. Also in den finanziellen Themen oder Bereichen, wo Finanzdenke ist, wird die energetische oder spirituelle Dimension wenig bedacht, soweit ich das weiß. Und in allen, die mit Bewusstseinsarbeit zu tun haben, die reden einfach nicht viel über Geld. Also ist kein so ein Thema. [00:04:33] Speaker A: Ein guter Teil von denen landet einfach in der Armut oder was ich so erlebe in der Bedürftigkeit, weil sie ihr Leben nicht gut auf Geld in Teilen aufgepasst haben. Ich versuche noch mal eine Kurve. Das ist tatsächlich, gerade wenn ich in der Männerbeit aktiv bin, für viele Männer ein Geld. Und was ich ganz häufig feststelle, ist, dass die Prägung aus der Kindheit kommt und was ich fast immer mit den Leuten heute mache. Welche Sätze kennst du aus deinem Elternhaus zum Thema Geld? Und ich behaupte, liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhörer, dass es höchstwahrscheinlich bei dir genauso ist. Also ich glaube, Die Quote ist 70, 80 Prozent, dass diese alten Prägungssätze eine extrem hohe Bedeutung haben für deinen heutigen Umgang mit Geld. Und meine Mutter hat immer gesagt, ich weiß es noch eher ein Reicher ins Himmel kommt, kommt ein Kamel durch ein [00:05:35] Speaker B: Nadelöhr, ist ein Bibelspruch. [00:05:37] Speaker A: Geld haben nur die Unternehmer und bei ihrer Welt war das häufig und die Bösen Und auf meinem Weg. Ich bin ja heute lebe ich ja wohlhabend, uns geht es richtig gut, das Haus ist bezahlt, ich kann meinen drei Kindern die Schule finanzieren. Ich bin das, was man so ein Privatier nennt. Ich habe mich davon lange frei machen müssen Und es gibt noch Heute sitzt mir meine Mutter auf einer meiner Schultern ab und zu und dann kann ich Geld nicht gut ausgeben. Also ich weiß noch zu meinem 50 habe ich mir einen neuen Anzug gekauft, so mit passenden Söckchen und Bo Son haben die Socken, weiß ich nicht, 40 gekostet und der Anzug sollte 800 Euro kosten. Und dann stand ich an der Kasse, Gesamtrechnung mit Hemd, bum bum bum, 1400 Euro. Natürlich viel Geld, aber 50. Könnte man ja sagen, kann man sich gönnen. Ich konnte das fast nicht bezahlen. Es gab in mir den Impuls, Du drehst jetzt um Verrät. Und dann habe ich meine Mutter gesehen, habe ich weißt du was? Also innerlich gesehen habe Sag mal, das gönne ich mir mal zum 50. Mach dir keine Sorgen, das wird nicht mein Alltagseinkauf. Aber will nur sagen, obwohl ich so weit in meinen Themen an mir arbeiten durfte, komme ich immer wieder in Begegnung. Und insofern die Sätze erinnerst du dich noch? Und ich finde es ganz spannend, Vater oder Mama, an die Sätze, die du zum Thema Geld gehört hast. [00:06:58] Speaker B: Also ich erinnere mich sehr genau daran, dass ich überhaupt keine Sätze zu Geld gehört habe, weil über Geld bei uns zu Hause nicht gesprochen wird. Auch geil, das total tabu. Aber ich habe Erlebnisse dazu. Ich habe erlebt, dass meine Mutter bis ich 17 war, kein eigenes Konto hatte, nicht wusste, was auf dem Konto von meinem Vater ist, regelmäßig Haushaltsgeld bekommen hat, darauf bestanden hat und die hat mein Vater richtig ausgetrickst, damit sie selber arbeiten gehen konnte, damit sie eigenes Geld hatte. Also mein Vater hat Wir waren ja vier Kinder zu Hause und der hatte nicht viel Familienmacht. Das hatte meine Mutter. Mein Vater hat sich anders orientiert und die Macht, die er hatte, hat er über Geld ausgespielt. Also der hat uns kurz gehalten, der hat seine Frau kurz gehalten, der hat niemandem gesagt, was er verdient. Das war immer irgendwie ein Nimbus und ein Geheimnis. Er ist da irgendwie mehr oder weniger verantwortlich mit umgegangen. Wir sind alle gut durchgekommen, aber es war ein Machtmittel. Also ich habe Geld als ein Mittel der Unterdrückung erlebt, was dann zum Beispiel auch dazu geführt hat, dass mein Vater Ja, ich habe mich sehr mit dem gerieben und auseinandergesetzt und es gab dann so eine bestimmte Situation, da hat er gesagt, du hast so einen schlechten Einfluss auf deine Geschwister, Ich möchte, dass du das Haus verlässt und nicht wieder kommst und so. Und das hat richtig geclasht, woraufhin ich mich entschieden habe, okay, dann ziehe ich aus und dann brauche ich auch dein Geld nicht fürs Studium. Und ich habe mich dann verweigert. Also weil ich die Macht meinem Vater die Macht nicht geben wollte, habe ich gesagt, dein Geld brauche ich nicht, ich krieg ein bisschen dafür und ich werde selber arbeiten nebenbei habe ich auch gemacht. Also ich bin für mich hieß kein Geld brauchen von ihm. Das war eine Freiheit. So das heißt, ich habe da ich habe mehr Erfahrungen damit gehabt. Ich habe auch immer nebenbei gearbeitet, damit ich schon ein bisschen Geld hatte, Taschengeld, also alte Leute versorgen, auf Kinder aufpassen, Karten schreiben zu für Marketing Zwecke. Ich habe ganz viele Sachen gemacht, um mir kleine Freiheiten erlauben zu können, die bewirkt haben, dass ich nicht meinen Vater um etwas bitten musste, wo ich hätte Nein sagen können. [00:09:22] Speaker A: Bevor ich jetzt kurz die Zuhörer einladen, bevor ich jetzt Christiane frage, denk doch mal für dich drüber nach, welche Sätze du von deinen Eltern gehört hast und wie die sich vielleicht in deinem Leben heute widerspiegeln. Und jetzt würde ich dich gerne fragen, Christiane, dieses Thema, Wir haben über Geld nicht geredet. Wenn du das jetzt mal anguckst, was hat das denn in deinem späteren Leben gebracht? Also sowohl für dich, dann warst du ja auch später in Beziehung sehr, sehr lange mit unserem gemeinsamen, also mit meinem Freund Jochen, deinem Ehemann Jochen Windhausen. Ist das Thema von alleine verflüchtigt oder ist das immer, oder kannst du jetzt, wo wir drüber reden, sagen oder stelle ich in Bezug? Das ist ja interessant, dieses nicht über Geld reden, kenne ich aus meinem Leben. Wo bist du da? [00:10:09] Speaker B: Also das hat ja unterschiedliche Dinge zur Auswirkung gehabt. Das erste, also für mich das Tabu war das eine. Das andere ist aber auch, dass es so vergiftet war. Also ich habe meinem Vater später mal immer vorgeworfen, dass er uns nicht keinem von uns vieren beigebracht hat, wie man gut mit Geld umgeht, wie man sein Geld gut anlegt, wie man für seine Rente sorgt, wie man ein Haus finanziert, keine Ahnung was. Also jeder von uns musste sich das irgendwie alleine aneignen, obwohl wir jemanden hatten zu Hause, der das für uns alle richtig gut gemacht hat. Er hat es aber niemandem gesagt, weil es eben seine Macht war. [00:10:45] Speaker A: Achtung, ganz kurz mal, verliere den Faden nicht. Fällt mir die Parallele zum Thema Sexualität ein, wenn Eltern den Kindern nicht vermitteln, so ein paar Grundbedeutungen wie zum Thema Geld, wie zum Thema Sexualität, sind die darauf angewiesen, es selbst irgendwie zu entwickeln. Und was wir selbst entwickeln, kann einfach mal ziemlich genial sein oder ziemlich schattenhaft, beschissen. Ganz, ganz spannend. Das wollte ich nur mal als Gedanke reinbringen. Bitte führ doch fort. [00:11:14] Speaker B: Und dann gibt es noch das andere, dass ich, also ich habe irgendwie entschieden, Geld ist schlecht. Also du hast ja auch ein bisschen die Schuldgefühle drin und für mich war es schlecht wegen diesem diesem Machtthema darin. Wer Geld hat, unterdrückt Menschen und benutzt das. Das war ja meine, meine Erfahrung darin. Und daraus ist geworden, dass ich gesagt habe, Geld interessiert mich nicht. Ich mache alles Mögliche, was ich machen möchte, aber nicht für Geld und so. Jetzt habe ich das irgendwie immer hingekriegt, dass ich genug hatte, dass ich für mich sorgen konnte, aber eigentlich nur, damit ich mir sonst meine Wünsche erfüllen konnte, tun, was ich konnte. Ich war nie Geld getrieben. Eher anti. Ich war eher anti. So und das hat natürlich große Auswirkungen gehabt. Dann hatte ich den Jochen, der Jochen, der hatte eigentlich gar keine Verbindung zu Geld. Wenn er es gehabt hat, hat er es ausgegeben. Wenn er keins hatte, hat er von nichts gelebt. So, also der war, der hatte auch, für den hatte Geld auch keine große Bedeutung, was auf einer Seite cool war für uns beide und auf der anderen Seite natürlich auch großes Reibungspotenzial hatte, weil irgendeiner musste in die Verantwortung gehen für uns, für uns beide. Und das bin ich gewesen. Also ich habe mir quasi in der Steuerung für uns beide dann viele Dinge angeeignet. Ich habe auch bei anderen abgeguckt, ich habe gefragt, wie es geht. Ich hab irgendwie aus dem Bauchgefühl heraus jongliert, aber es ging eigentlich nur darum, dass man gut lebensfähig ist. So ich, es war nie ein Ziel, viel Geld anzuhäufen. Darin bestand für mich nie eine Freiheit. Freiheit war immer woanders. Das ist ja, glaube ich, auch nicht immer so. Also für manche ist da ein Freiheitsgefühl drin. Wenn sie viel Geld verdienen, würde ich [00:12:56] Speaker A: unbedingt gleich nur aufnehmen. Nur ich mache den Podcast ja auch immer ein bisschen für mich. Und jetzt habe ich gerade die Chance, noch mal was über meinen Freund Jochen, den ich sowieso immer wieder vermisse, zu erfahren. Weißt du, welche Sätze Jochen mitbekommen hat in seinem Leben? [00:13:11] Speaker B: Also er hat mir nicht von Sätzen erzählt, aber von Erfahrungen. Und zwar, der kommt ja aus einer eigentlich sehr reichen Kaufmannsfamilie in Gelsenkirchen. Also seine Großeltern, die hatten eine Bananenreiferei, die hat einen riesen Obstmarkt geschickt, also die waren relativ hoch, hatten mehrere Häuser und so und die haben im Krieg alles verloren. So und danach hatten die alle nichts. Und dann ist sein Vater ja sehr früh gestorben und seine Mutter musste jetzt drei Jungs irgendwie großziehen und hat das mit Ach und Krach sich da was angeeignet. Aber dieses Gefühl, eigentlich waren wir mal was Großes und wir haben alles verloren, das ist da, glaube ich, sehr drin gewesen. Und er hat immer nur gedacht, wenn ich sowieso verlieren kann, dann ist es auch nicht so wichtig. So, [00:13:58] Speaker A: ich würde noch mal auf das Thema Geld und Freiheit zurückkommen. Also ich bin ja jetzt so mit 58 wo ich merke, boah, ich bin plus minus finanziell durch. Also wenn ich damit einigermaßen Haushalt. Ich sag Karine, immer wenn wir uns nicht scheiden lassen, haben wir eine gute Chance, dass wir davon leben können bis zum Lebensende. Selbst bei der Scheidung, wenn man ein bisschen sparen könnte, das Langen Und das gibt mir eine unglaubliche Freiheit Und diese Freiheit, behaupte ich, hat schon vor 5, 6, 7 Jahren innerlich bei mir begonnen. So würde ich erstmal den Weg beschreiben, indem ich festgestellt habe, es gibt bestimmte Kunden, für die möchte ich nicht mehr arbeiten. Also dadurch, dass ich auf jeden Fall meine Monatsmiete bezahlen kann oder meine Stromrechnung, weil ich Reserven aufgebaut habe. Bestimmte Leute will ich nicht mehr mit arbeiten. Dann habe ich festgestellt, mit bestimmten Leuten möchte ich nicht mehr arbeiten, also sowohl Kunden als auch Partner. Und bis heute, dieses Gefühl gibt mir unglaublich viel, dass ich unabhängig bin. Also zu sagen, ich bin jetzt gerade auf Reisevorbereitung nach Baku mit einem Freund. Also es ist ein sinnbefreiter Urlaub, außer Abenteuer Männerzeit darf ich mir das leisten. Ich werde höchstwahrscheinlich wieder einfach leben, weil das meine Art ist, wie ich es mag. Aber ich könnte natürlich mir auch ein super Hotel raussuchen und wenn irgendwas passiert, setze ich mich morgen in den Flieger und fliege heim und muss mir aber über die Kosten des Fliegers keine Sorgen machen. Ich liebe dieses Gefühl. Also mir gibt das sicherlich, jetzt komme ich ja aus sehr finanziell engen Verhältnissen, also der Monat war immer zu lang, es hat nicht gelangt, aber ich merke mir bereite das komplette Flügel und das möchte ich auch nicht mehr missen. Ich glaube, das war einer meiner Triebfedern, mit Geld gut umzugehen. Also ich bin hier ein wilder Mann und abenteuerlustig und was uns das machen, aber ich war nie ein Hasard mit Geld. Ich habe nicht gezockt, ich habe nicht verspekuliert, nix. Heute noch lege ich mein Geld in Teilen konservativ an, so ein bisschen so wie Opa im Strumpf unterm Bettchen. Ganz spannend für mich, also auch zu meinem eigenen Charakter. Aber ich merke, das gibt mir Sicherheit und ich kenne das aus der Selbstständigkeit. Das war ja nicht immer so gut. Als ich beruflich schwierige Phasen hatte oder keine Aufträge, löste das in mir Existenzangst sehr schnell aus und so, dass ich mir angefangen habe, weil ich merke, aha und der Puffer war für mich immer so weit ich es konnte ein Jahresgehalt, dass ich ein Jahr lang hier die Haus ist mittlerweile abbezahlt, aber zahlen konnte. Und ich finde das spannend, wenn ich Leute auch ins Netzwerk bringe oder in der Selbstständigkeit begleite, ist diese Existenzangst immer sehr stark ausgeprägt. Und mein erster Tipp ist, definiere einen Betrag, den du haben möchtest, mit dem du dich sicher fühlst. Und gerade wenn die jetzt aus einem festen Job kommen, wir hatten ja Menschen da, die kamen aus dem Beamtenverhältnis. Du, dann kündige es doch nicht sofort, sondern mach es doch als halben Schritt und dann baust du dir erstmal diesen Betrag auf. Ganz häufig ist das, was zwischen und sind so Klassikerbeträge. Und wenn du die auf der Bank hast, dann kannst du dich entscheiden, ganz in die Beamtenschaft wegzugeben und in die Selbstständigkeit zu geben. Also was will ich damit? Ich glaube, dass Geld eine ganz hohe emotionale Bedeutung für uns hat. Das ist natürlich auch die Konditionierung. Wir leben halt nicht mehr im Familienkontext im Dorf, wo dann, wenn du verletzt bist, der andere Jäger für dich Nasen schießt, sondern wenn wir hier nichts haben, könnte es eng werden. Wenn du kein familiäres Netz hast, stehst du mit der Scheiße ziemlich alleine da. Ich glaube, das ist ja auch ein Teil, wenn wir gucken, soziale Armut, Alleinerziehende, wie viele von denen unter diese Grenze sind, die wir in Deutschland festgelegt haben. Das ist ein echtes Thema. Insofern, ich glaube, und so ist das für mich eine Bestätigung. Geld ist für mich unglaubliche Sicherheit und wahrscheinlich wird auch was übrig bleiben, bevor ich gehe. Also ich habe jetzt nicht vor, irgendwie da große Beträge zu übergeben, weil ich glaube, das ist nicht gut für die Kinder. Ich möchte meinen Kindern gerne Hunger lassen im Leben, was selber auf die Reihe zu kriegen. Aber Geld ist Sicherheit. Ist Geld für dich Sicherheit, Christiane? Ich werde jetzt nicht fragen, wie viel auf dem Konto liegt, aber liegt was auf dem Konto? [00:18:15] Speaker B: Ja, klar liegt was auf dem Konto. Also sonst hätte ich auch meine Diagnose, meine Erkrankung. Also ich war ja ein Jahr lang eigentlich nicht in der Lage zu arbeiten und ich konnte das entspannt tun. Also das ist für mich jetzt erstmal Sicherheit. Für mich ist es die Freiheit, mich um das Wesentliche kümmern zu können und nicht dafür sorgen zu müssen, dass ich überleben kann. Ich muss mich ums Überleben nicht kümmern und dann habe ich Freiraum für andere Dinge. Das ist für mich Geld. So, und dafür finde ich es auch wichtig. Jetzt hast du natürlich, du bist ja jemand, der, du hast ja gelernt, Geld zu managen, also in Geld zu denken. In finanziellen Konsequenzen zu denken, zu rechnen. So. Also das sind ja alles so Dinge, das gehört ja eigentlich zu den Grundlebensarten, die man irgendwie vermittelt bekommen sollte, auch in der Schule oder so. Und die sind, ich finde, das kommt ja immer zu kurz. Es gibt jetzt so viele junge Leute, die sind, kommen aus reichem Hause und die müssen sich nie Gedanken um Geld machen, auch nie, wie sie es selber verdienen, wie sie ausgeben, wie sie sich einteilen, weil es in der Fülle da ist. Und das finde ich hochdramatisch, weil es etwas, ja, es natürlich sind die deswegen nicht sicher, die fühlen sich überhaupt nicht sicher, sondern die sind im großen Teil sogar sehr, sehr, sehr unsicher aus anderen Gründen. Nicht, weil es finanziell fehlt, sondern weil es an anderen Stellen dann fehlt. Aber das finde ich bei dir immer sehr. Ich denke mal, boah, so ein Vater hätte ich gerne gehabt, der es kann und der es auch teilt und der es auch beibringt. Also wie so eine Schulung einfach. [00:19:54] Speaker A: Da muss ich drüber schmunzeln. Ich glaube, wenn du es gerade einem, ich möchte nicht sagen welcher, aber einen meiner drei Söhne, mit dem ich gerade vor zwei Tagen wieder ein sehr ernstes Gespräch hatte. Ich bin dagegen, dir den Urlaub zu finanzieren. Mein Vorschlag, geh arbeiten für den Urlaub, damit du weißt, wie das geht. Und das ist für alle Väter, Mütter, die jetzt gerade zuhören. Ich glaube, es gibt so einen Satz in meiner Asterix und Obelix, Latein, per aspera ad astra, durch den Schmerz zu den Sternen. Ich glaube, dass es eine ganz wichtige Aufgabe ist, die wir Eltern haben, unseren Kindern beizubringen, mit Geld umzugehen. Und das bedeutet auch, verdammt noch mal Dinge zu verweigern. Ich glaube, diese, ich nenne das mal ganz hart Pseudo Liebe. Ich erfülle ihnen alle Wünsche oder Achtung für alle Scheidungseltern. Ich kompensiere den Schmerz, den ich meinem Kind zugefügt habe, durch viel zu viele Geschenke und coachiere es durch die Welt. Tust du dem Kind keinen Gefallen, weil irgendwann verliert diesen Schutzmantel und dann ist die Konfrontation mit dem kalten Wasser noch so viel heftiger. Das ist ja eine Glocke. Ich klage da mal liebevoll die Eltern an, die sich so verhalten. Du tust deinem Kind nichts Gutes, du bildest eine Glocke und in bestimmten Alter wird diese Locke nicht aufgelöst, sondern weggenommen. Das ist digital. Und dann stehen die auf einmal da und sagen, fuck, so ist das Leben wie 12 die Stunde, wie 13,50 Mindestlohn, fick dich. Und dann kostet halt ein Essen im Restaurant drei Arbeitsstunden. Und so versuche ich das meinen Kindern häufig zu erläutern, sagen wie lange muss man dafür arbeiten? Und bei einem ist mir das super gelungen, bei einem zweiten gebe ich mir gerade sehr viel Mühe und lebe mit dem Liebesentzug, den ich dafür bezahlen muss, Weil ich auch meiner Frau Carina immer sage, jetzt haben wir noch die Chance. Wenn er aus dem Haus ist, wird es einfach schwieriger. Und die viele, die er dann macht, die haben eine Null hinten dran. Also wenn er jetzt mal einen Zehner oder ein Hunderter verhämmert, weil er Kacke baut, habe ich noch die Chance, ihm zu helfen, damit besser umzugehen. Wenn er das macht. Wenn er aus dem Haus ist, kommen da ein oder zwei Nullen dran und dann wird es eng für mich. Ich würde gerne so ein bisschen Sprung machen in die Welt mit dem Thema Geld. Wir sind ja beide eine hohe, ich sag jetzt mal, spirituelle Ader und ich bin große Anhänger. Ich arbeite ja manchmal auch für kleines Geld oder für umsonst. Und dann bitte ich immer um energetischen Ausgleich. Warum? Ich glaube, und da habe ich mal das Es kommt von meinem lieben Lehrer Dieter Kurt Schmidt, der gesagt Du musst den Leuten eine Chance bieten, was wiederzugeben. Wenn du immer nur gibst. Verriet, kann der andere nur dir umgekehrt zurückgeben. Dann allerdings nicht mit Liebe, sondern mit dem anderen Vorzeichen. Also es führt zu einer Enttäuschung, wie auch immer. Aber du gibst dem anderen keine Chance. Und ich finde, dieses Phänomen hat mir so geholfen zu verstehen, warum manchmal Leute sich gegen mich gewandt haben, wo ich Aber ich war doch so großzügig. Und ich möchte auch das Thema energetische Ausgleich. Ich glaube, dass es gut ist. Wir müssen nicht immer jeden kleinen Scheiß 1 zu 1 vergüten, aber dass wir ab und zu auch in Einheiten uns Dinge zurückgeben. Geld ist nun mal einfach eine leichte Geschichte. Es hat Scheine und hat Münzen. Die müssen aber nicht immer im Feld sein. Ich glaube auch, dass es so einen Austausch zwischen uns Menschen geben darf. Wie stehst du zum Thema energetische Austausch? Ist das, ich sag jetzt mal, frech quatsch oder oder wie hast du da für dich gehandhabt? Du bist ja auch eine großzügige Frau. Wie machst du das? [00:23:30] Speaker B: Also wenn wir über Geld reden, gesellschaftlich, also das ist ja nochmal, da brennt ja die Hütte, finde ich. Also das hat extrem. Also dann müssen wir über Würde reden. Also ich rede, wenn es um Geld geht, redet es bei mir um Würde. Und ich glaube, kann ist derjenige, der hat mal gesagt, würde ist das, was keinen Preis hat. Also wo was unbezahlbar ist, wo Geld nicht hinreicht. Und in einer Zeit, ich meine, ich erlebe eine Zeit, wo es unglaublich viele Menschen gibt, die keinen spirituellen Hintergrund mehr haben. Die gehen aus den Kirchen raus, was ja nicht schlimm ist, bin ich auch nicht mehr drin, aber die haben überhaupt keine religiösen woanders hin. Ja, oder die haben auch weg von von Familien, die Familien vermitteln keine spirituellen Kontexte. Sie vermitteln im besten Fall Konsum, Wohlstand, Geld und dann wird Geld eine Religion und Geld haben ist eine Religion und der ganze Wert wird da reingeschoben. Ich habe jetzt gerade einen jungen mann, der ist 23 und der ist besessen davon, dass er Millionär werden will. So und ich frage mich, ob das eine Herzensvision ist oder ob da irgendwas schief gelaufen ist. So wo Ich denke, mit 23 kann man doch erst mal bitte kann man sich mal um andere Werte irgendwie kümmern. Geld kommt dann schon, aber der hängt da voll in dieser. Das ist das Wertvollste und Wichtigste Und ich bin nur was wert, wenn ich viel Geld habe. [00:24:55] Speaker A: Wie so eine Ersatzreligion. [00:24:57] Speaker B: Ja, genau. Genau. Und das führt ja dazu, dass die Bedürfnisse also quasi ins Geld gelegt werden und die Lehre, die dann da ist oder dieses es ist nicht genug, es ist nicht, es fehlt doch noch, da gibt es doch noch mehr. Also dieser Spiritualität bedeutet ja, es gibt immer noch einen größeren Horizont an Möglichkeiten, an den ich noch nicht hinreiche. Der ist größer als ich. Und das Gefühl haben wir, glaube ich, alle. Jeder kennt das. Und wenn du das aber nicht spirituell kanalisieren kannst, dann wird das projiziert. Dann geht's kaufen, kaufen, kaufen. So zum Beispiel was in eine Art [00:25:36] Speaker A: Ersatzhandlung, Ersatzbefriedigung, von der ich überzeugt bin, dass es wie Styropor essen ist. Es macht nicht wirklich. Genau, es erfüllt dich nicht. [00:25:47] Speaker B: Genau. So jetzt komme ich noch mal zur Würde zurück, weil wenn es, wenn es, ich habe die gleichen, ich weiß nicht, ob es die gleiche ist, auf jeden Fall, ich kenne die Erfahrung, dass ich in der Zeit, wo ich viel Geld verdient habe, gerne bereit war, Menschen auch Geld zu leihen, die es gebraucht haben. Und auf die Weise habe ich fünf Freunde verloren, weil ich so großherzig war, sie es nicht zurückzahlen könnten oder wollten. Die Scham so groß war, dass das nicht kommuniziert werden kann. Man kann ja über alles reden, wurde aber nicht, wurde irgendwie totgeschwiegen. Und die Lösung war dann, dass die den Kontakt abgebrochen haben, weil sie mir nicht mehr unter die Augen treten. Ich nehme an, so was ähnliches hast du auch erlebt. So, das heißt, da ist etwas falsch gelaufen in Bezug auf die Würde. Also ich habe was gegeben, was er nicht zurückgeben konnte und er war in der Würde kleiner geworden. Und wenn es um energetischen Ausgleich geht, dann geht es ja immer darum, man kann ja geben, aber so, dass die Würde bestehen bleibt. [00:26:47] Speaker A: Wunderbar, wunderbar. Das heißt, der andere, der zurückzahlt, geht, gibt was B, gibt irgendwas zurück, bleibt dadurch in der Würde, der die Chance hat, was zurückzugeben an A. Super. [00:27:02] Speaker B: Ja, und ich habe ja relativ viele, die jungen Leute, die ich begleite, die haben ja, können ja eh meine, meine Sätze gar nicht bezahlen und manchmal auch gar nicht. Und dann springen manchmal die Eltern rein, das mache ich ungerne, wenn die 20 plus sind. Und meistens mache ich einen Deal, wo ich dann sage, okay, zahl mir nur einen kleinen Betrag, je nachdem wie, oder zahl mir gar nichts und ich möchte gerne von dir was anderes haben. Und wenn ich die dann ein bisschen kenne, dann gibt es immer, was die eine macht, hat mir kalligrafische Postkarten gemalt, der nächste hat mir ein Musikstück komponiert und gespielt und so etwas aus dem Repertoire der Gaben. Und ich merke dann immer, wenn ich dann sage, ich möchte nicht, dass deine Eltern bezahlen, dann finden die das erstmal schon mal großartig, weil das die nämlich klein, groß macht. Die werden als Erwachsener wahrgenommen. Und wenn ich dann sage, ich verstehe total gut, dass du nicht bezahlen kannst, aber du hast was, was ich nicht habe, bist du bereit, mir was anderes zu geben. Und dann ist das erstmal, du siehst quasi wie die auf, wie die ja natürlich total gerne und sie kriegen sogar mehr Würde dadurch, dass sie etwas geben können, was sie gut können und ich sowieso nicht. Es gibt so viele Sachen, wo ich, wo die jungen Leute besser sind als ich und das ist, dann hebt es das an. Ich mache das fast lieber als Geld. [00:28:19] Speaker A: Ich möchte das gerne für die Zuhörerinnen und Zuhörer festhalten. Das kennst bestimmt aus deinem Leben auch, dass du entweder A oder B bist und es ist für das Beispiel vollkommen wurscht. Wichtig ist, dass du nachvollziehen kannst, wie wichtig es ist, in den Ausgleich zu kommen. Und das muss nicht bei jedem Kleinscheiß sein, aber zu schauen, wenn du A bist, also der Gebende, dass du B die Chance gibst, dir was zurückzugeben, was auch immer das ist. Das kann ein Dienst sein oder auch ein kleineres finanzielle direkte Mittel, aber es führt zu einer Entwürdigung und ich glaube auch zu einer echten Beschädigung der Beziehung. Wenn A B nicht die Chance gibt und wenn du B bist und schon lange überlegst, boah, wie ist denn das? Ich habe da nichts zurück und da nichts zurückgegeben, fühlst dich ja irgendwann auch scheiße und elendig, dann schau doch mal, was könntest du denn dem anderen für einen energetischen Austausch. Das finde ich so wichtig. Es geht nicht um eins zu eins, sondern um einen energetischen Ausgleich. Das kann ein Abendessen kochen sein, das kann ein Dienst sein, das kann mal fahren sein, auf die Katze, den Hund, was auch immer, Fische aufpassen, irgendwas dem anderen bieten, damit du wieder ins Reine kommst und der andere sich aber auch gut fühlt, weil das führt ja zu einer Verschiebung von Positionen. Wenn ich immer nur der Gebende bin und der andere hat nie die Chance, entfernen wir uns ja, wir werden richtig oben und unten und das wieder in die Annäherung zu bringen, weil ich glaube, dass wir Menschen dorther kommen. Ich würde gerne noch über Geld in der Welt reden gerade ich erlebe das ja, wir haben jetzt, während wir den Podcast aufnehmen, sind wir im vierten quartal des Jahres 2025, die Welt ist gerade sehr dominiert von dem Thema Geld. Deals werden gemacht, egal was dahintersteckt. Ich erlebe gerade wie so eine Renaissance des Mittelalters im Negativen, dass es eine einseitige Fokussierung darauf gibt und nicht mehr geachtet wird. Was ist das für ein Preis, der dahinter steht. Und ich glaube auch, das, was du beschrieben hast von jungen Leuten. Ich glaube, dass das auch in der Weltpolitik gerade oder in der gesellschaftlichen Entwicklung ein alter Rückfall ist, von dem ich mir gedacht hätte, wir selben Stunden ein Stückchen weiter. [00:30:32] Speaker B: Kannst du mal ein Beispiel geben, wovon du gerade redest? [00:30:35] Speaker A: Ich rede davon, dass zum Beispiel Trump Lage auf hunderte von Millionen verklagt, Richter gegen Kandidaten aufpumpen mit Geld. Also das, was wir so gesagt haben, das ist gegen den moralischen Kodex, den wir haben. Ich erlebe gerade in unserem Land Deutschland, dass wir mit finanziellen Zugeständnissen versuchen, Menschen wieder aus dem Land zu bringen. Also so eine Art Scheckbuch Diplomatie. Ich glaube persönlich auch, dass wir ein paar Hausaufgaben machen müssen bei der Integration. Ich ich glaube auch, dass die uns nicht gut gelungen ist. Ich glaube auch, dass einige Leute das Land verlassen müssen. Nur wir versuchen das wieder sehr, sehr einfach. Wir machen Verhandlungen mit den Herkunftsländern, sagen wir geben dir das und das, dafür nimmst du so und so viel tausend Menschen zurück. [00:31:28] Speaker B: Es hat nichts mit Würde zu tun. [00:31:30] Speaker A: Ja, es ist so rudimentär. Also wenn ich habe ja schon immer geschichtliche Romane gelesen, dann wurde halt früher ganz viel so gelöst, weil der Imperator konnte es tun. Ich glaube nur in einer Gesellschaft, wo wir heute leben, sollten wir größere, multiplere Lösungen finden. Und ich glaube, ich nehme wahr, dass es so eine triviale Rückbesinnung gibt oder so einen Sieg des Kapitalismus in seiner härtesten Form. Ich glaube nicht, dass sich das halten wird. Ich bin da sehr zuversichtlich. Ich glaube ja auch, dass das der Übergang ist in eine neue Welt und dass das wie so eine Art Starken noch mal ist der alten weißen Männer, die aufstehen, sagen jetzt aber nochmal, dass die nicht bleiben können. Aber der Preis ist gerade sehr hoch, den wir als gesellschaftliche Entwicklung zahlen, weil die Welt so zerrüttelt ist. Und wir haben jetzt so viel mit Bildung gebracht und uns weiterzuentwickeln sind in die emotionale Intelligenz. Und jetzt kommt die Antwort Ja, aber es geht doch nur um Geld und das ist ein Teil, der mir gerade Schmerz zufügt, weil ich denke, schade, wir waren doch eigentlich schon ein Schrittchen weiter. Und das ist so mein Blick auf die Welt. Jetzt ist mein Blick auf die Welt natürlich nicht die Welt, sondern nur die Landkarte, die ich mir wahrscheinlich selbst gemalt habe. Wie nimmst du denn das Thema Geld in der Welt wahr. [00:32:49] Speaker B: Also das, was du jetzt gerade beschrieben hast, das ist ja sozusagen der Wiederklang des Verhaltens meines Vaters. Geld wird als Macht benutzt und wenn wir einen Präsidenten haben, der mit zu den reichsten Männern der Welt gehört, dann ist das, dann ist das natürlich die Geige, auf der er Macht spielt. Ich merke also jetzt noch mal näher an meiner Erfahrung dran, wenn ich jetzt zum Beispiel in Organisationen mit hohen Führungskräften sitze, die ja zum Teil Jahresgehälter von in Millionenhöhe haben, das muss man sich ja auch mal vorstellen. Und ich dann sehe, dass sie eigentlich nur, ich weiß, also diese Finanzlogik, dieser Algorithmus dahinter, dass Geld immer mehr Geld produzieren muss, der ist ja per se irgendwie würdelos und krank, finde ich. Und dass es sozusagen Regelungen und Entscheidungen gibt, die gar nichts mit Menschen mit Würde zu tun haben, sondern nur darauf, dass der Geldkreislauf sich vermehrt und das Geld mehr Geld abwirft darin. Und dann erlebe ich, dass diese Honorare, die in Höhe, die sind ja gigantische Höhe, die sind eigentlich Schmerzensgeld und die Menschen sind fix und fertig. Die werden also die gehen nicht mit Würde raus, die gehen unterm Teppich raus, ganz oft. [00:34:06] Speaker A: Also auch nur, das heißt, die Hochbezahlten, die diese Wahnsinnsboni kriegen, sind aber körperlich am Arsch, weil sie sich selbst ausgebeutet haben. [00:34:14] Speaker B: Ist das deine Richtung oder weil sie ganz lange immer nur gemacht haben, was gemacht werden muss, aber aber nicht ihren eigenen Impulsen folgen können, ihre eigene Intuition nicht spielen können. Die haben ja Impulse und würden etwas nachkorrigieren, dürfen sie aber nicht, weil es alles reglementiert ist aus einer Profit, Geld, Profit sich da oben. Und das finde ich, ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, das ist schlimmer geworden, da habe ich auch nicht das Gefühl, dass wir schon mal auf einem anderen Ast waren. Es gibt ja immer noch diese Seitenbewegungen. Es gibt ja noch so, also ja, die, wenn Otto Schama sagt, von der Egoökonomie in die Öko Ökonomie, vom Wir, vom Ich zum Wir, ne, so, es gibt ja diese ganzen Bewusstseinsbewegungen, die gibt es ja, die sind ja auch mehr geworden. Auch, dass es sowas wie eine sacred Economy gibt. Also es gibt ja verschiedene richtig Ansätze, die auch einen spirituellen Kontext da reinbringen, Der ist nur an der kapitalistischen Wirklichkeit der Gesellschaft fährt, der irgendwie parallel wie viel Macht und Kraft der wirklich hat, weiß ich nicht. [00:35:15] Speaker A: Aber das ist Nische. Also ich glaube deswegen ich glaube, dass wir da eine ähnliche Wahrnehmung Es ist eine Nische Und was wir noch mal einfällt, was ich deswegen ich habe gerade überlegt, was macht mir den Schmerz bei dieser Entwicklung? Es ist wieder alles erlaubt. Also Geschäfte, die ich als Präsident mache und die dazu führen, dass ich meine eigenen Wohlstand mehr sind wieder erlaubt. Es kriegt so eine Salonfähigkeit, wertefrei zu agieren, als ob das Patriarch des Geldes Religionsersatz alles rechtfertigt, was ich tue. Und da glaube ich, waren wir schon mal weiter. Vielleicht nochmal hilft dir der Punkt. Ich glaube, da waren wir als Gesellschaft schon mal weiter. Ich glaube, es gab schon mal so eine Art Konsens. Das ist unverschämt. Das ist beschämend, wenn keine Ahnung gab jetzt den, wenn ich es richtig weiß, der Boeing Vorstandsvorsitzende, der vor dem Senat gerufen wurde und wir Rechtfertigen kann seine Boni Erhöhung von weiß ich nicht, glaube ich über 30 Prozent, während der Großteil seiner Mitarbeiter die letzten Jahre eine Nullrunde gefahren hat oder eine kleine Erhöhung Und ich finde es gut, wenn sowas noch eine Beschämung auslöst und es nicht mehr ist. Ja, weil ich es machen kann Und wie ich finde, wir erleben gerade in der Politik auf jeden Fall in dieser angloamerikanischen Politik eine Tendenz. Was ich machen kann, darf ich machen und tue ich einfach, weil ich bin machtvoll Und da hoffe ich, dass wir als Gesellschaft in Deutschland oder in Europa nicht folgen, sondern unser Wertekonsens Nein, das bleibt ekelhaft. Das tun wir nicht. Wir wollen nicht, dass ein Vorstandsvorsitzender hundertmal mehr verdient. Du darfst mehr verdienen, weil du mehr leistest, gar keine Frage. Aber diese riesige Diskrepanz wie so Lehensherren, Bauern ernähren einen Fürsten, da müssen wir da möchte ich also da dich richtigen widerwillen. Da würde ich mir sogar vorstellen, dass ich noch mal auf die Straße gehe und vielleicht auch mal ein Steinchen schmeiße, weil ich glaube, das ist dieses Macht kaputt, was euch kaputt macht. Ich glaube nicht, dass es in die Richtung geht, aber es ist ein Teil, der sich besorgt. Wohin entwickeln wir uns denn gerade als moralische Gesellschaft? Und gleichzeitig halte ich Geld für wichtig. Also ich versuche ja auch bei uns im Netzwerk die Leute dazu zu ermuntern verdienen noch gutes Geld und das ist ja so ein Spannungsfeld und ich glaube nicht dass ich mir jetzt da widerspreche ich glaube es ist gut ein gesundes Verhältnis zu Geld zu haben das ist nun mal die Basis unserer Gesellschaft und gleichzeitig geht es darum und da sind wir auch wieder beim Thema Sexualität oder anderen krieg doch deine Gier in den [00:37:46] Speaker B: Griff [00:37:48] Speaker A: schau doch wie viel ist genug und ich weiß so häufig auch bei uns im Netzwerk wenn ich dann wie viel Tage hast du dieses Jahr gearbeitet dann kriege ich diese ich finde die so unglaublich dämlich Antwort ja kann man ja nie genug arbeiten denke ich mir was ist denn das für eine bescheuerte Antwort Natürlich kann man das natürlich kann man das weil ganz ehrlich so mache ich das wie viel Geld brauche ich also wie viel Ausnahme haben habe ich habe drei Kinder oft drei Schulen ich habe hier noch ein Haus und bum bum bum also ich habe bestimmte Fixkosten da schmeiße ich immer was oben drauf und damit weiß ich so und so viel will ich verdienen dann schmeiße ich da noch ein bisschen Luxus drauf damit ich nicht an die Reserven muss und dann habe ich ungefähr ein Korridor aber ich werde in Teufel tun das Doppelte zu verdienen weil ich mir denke die Zeit die ich noch da investiere die kann ich ja nicht leben und ich habe gerade erst bei so einer dummen Diskussion wo einer wieder sagt ja aber du da muss man halt bis 67 Gas geben sagt du weißt über den wir gerade reden warum mit am Tisch der wird sterben der wird sterben der lebt nicht ewig und die Jahre die er sich jetzt wegnimmt und die er dumm investiert in nur arbeiten die kriegt er nicht hinten dran Es gibt keinen Deal wo der liebe Gott ey da war aber echt super von dir hast du geknechtet pass mal ich gebe dir 10 Umtopf du hast 93 und damit es fair ist bist du genauso fit wie zwischen 50 und 60 ne das ist eine Lebenslüge und ich finde das so wichtig wenn gibt ja so ein paar top Führungskräfte von denen ich weiß dass sie diesen Podcast hören hör früher auf zu arbeiten komm vorher in Balance du kriegst die Jahre nicht hinten dran und selbst wenn du 80 wirst du bist am Arsch körperlich die Jahre 70 bis 80 sind nicht die gleichen wie 50 bis 60, muss man nicht irgendwie intellektuell zu sein. Es ist nachvollziehbar. Ich glaube, es ist so wichtig, dass wir Menschen ein Gefühl für das Thema Geld entwickeln. Ja, es gibt Jahre, Leistungsjahre, bin ich auch ein großer Anhänger und dann muss es aber auch Genusszeit geben. Bring es in Balance. [00:39:47] Speaker B: Dieses Gefühl für Geld bekommen ist natürlich total daran gekoppelt, dass ich ein Gefühl für mich selber bekomme. 100, weil da liegt ja der Wert drin. Wenn du sagst, man kann nie genug, dann ist der sehr, dann ist, also dann wird geschaffen, aber kein innerer Selbstwert. Also es wird kein Zuwachs an Würde und Wert erzeugt. Und wir machen ja in unserer Arbeit, wir sind ja Würdebauer, so kann man das vielleicht sagen. Also es geht ja darum, Bauer von [00:40:12] Speaker A: Erzeugen oder Bauer von Landwirt, das ist ja schön, ne? [00:40:15] Speaker B: Von Schöpfer, Schöpfer oder eher gießen. [00:40:19] Speaker A: Vielleicht gießen wir, vielleicht sind wir beides Bauer und Bauer, Bäuerin, genau. [00:40:24] Speaker B: So, aber auf jeden Fall die Tatsache, dass ich, wenn ich in Verbindung mit Bier bin und wenn die Leute ein Gefühl dafür bekommen, was tut mir weh, was macht mir Spaß, was macht mir eigentlich gar keinen Spaß, was finde ich eigentlich krank, was finde ich eigentlich gesund, was würde ich eigentlich machen, wenn ich wirklich dürfte, was ich wollte. Also wenn man die ganz einfachen Fragen anfängt sich zu stellen und auch eine Antwort darauf findet, dann lösen sich viele Dinge auf, weil dann man sehr schnell merkt, dass Geld nicht glücklich macht. Kein Geld macht unglücklich, aber von Geld allein, es reicht auch nicht. So, dann relativiert sich das, glaube ich, Aber ohne dass wir ohne eine Form von Selbstarbeit oder wenn ich nicht in Beziehung mit mir trete, kann ich nicht gut in eine Beziehung zu Geld treten. Dann bleibt Geld immer der Ersatz für die Lehre, die ich innerlich habe, glaube ich. [00:41:15] Speaker A: Da bin ich sicher. Achtung, da wird auch der eine oder andere sich betroffen fühlen. Manche habe ich den Eindruck, arbeiten fast nur aus Langeweile, die wüssten gar nichts mit sich anzufangen. Wenn ich dann manchmal sage, ja und warum machst du denn nicht mal drei Monate frei? Ich weiß gar nicht, was ich da machen soll, mein Lieber. Wenn du zu diesen Menschen gehörst, meine Liebe, dann würde ich dir jetzt gerne ein Armutszeugnis ausstellen, weil das zeigt, dass du ein paar Hausaufgaben im Leben einfach nicht gemacht hast, wenn es für dich nichts Sinnvolles zu füllen gibt, außer Arbeit, hast du irgendwas nicht kapiert. Da bin ich sehr radikal und dann ist es höchste Zeit, dass du und ich habe dir schon tausend Wege aufgezeigt. Du kannst dir einen Coach nehmen mit besten Freund, du gehst in den Wald, fuck it, was auch immer, aber dich mal beschäftigst mit dieser verdammten Lehre in deinem Leben und du die auffüllst mit Arbeit zu füllen, weiß wie doof sich [00:42:03] Speaker B: das anhört, kommst du an der Frage ja nicht vorbei. Du kannst nur entscheiden, ob du sie dir freiwillig stellst und zu einer Zeit, wo du Möglichkeiten hast, noch etwas damit zu machen und sie in Würde zu verwandeln, Leere in Würde zu verwandeln oder ob sie dich trifft durch eine Krankheit, durch ein Schicksal am Ende deines Lebens, wo dir nur noch das Fazit bleibt und du hast keine Chance mehr. [00:42:27] Speaker A: Wir beide glauben, das Leben kriegt dich sowieso am Arsch. Also entweder entscheidest du dich beruflich bewusst dazu, dir deine Themen anzugucken oder ganz häufig ist es ja einfach so, dass das Leben das dann macht. Also von Krankheiten, wo man sich nicht bewegen kann oder was auch immer passiert. Ich habe jetzt auch schon mehrfach mit Freunden erlebt, die haben halt die dritte Scheidung oder die vierte, Dann geht halt da alles verloren, was sie sich mühevoll aufgebaut haben an der Wochenendarbeit. Es ist weg. Also ich merke schon, dass ich so versuche ich auch zu beraten. Ich sage das habe gerade heute Morgen in einer absoluten Top Führungskraft ein Gespräch geführt. Ich bin kein Karriereberater, weil es mir einfach scheißegal ist, ob du auf du Hast doch schon 5 oder 6 Millionen, ob du jetzt doppelt so viel hast. Was für einen Unterschied macht das aus? Du wirst die schon nicht ausgeben können, sinnvoll. Du kannst dir eine Yacht kaufen oder einen Hubschrauber. Ob das sinnvoll ist, ich glaube nicht. Aber du kannst Leben ins Leben bringen und mit dem Geld was Sinnvolles tun. Ich glaube, das kann noch mal ein hoher Anreiz sein. Und da, finde ich, trifft die spirituelle Arbeit sehr, sehr wohl den Kapitalismus, weil sie spirituelle Arbeit die Lücken füllen kann im Menschen, die der Kapitalismus hinterlässt oder übertüncht. Und für mich kann ich das definitiv sagen. Es gab Zeiten, da habe ich Schaffens Jahre gehabt, da habe ich auch richtig Gas gegeben und Dann habe ich relativ früh zu meiner Frau Carina gesagt, Carina, ich würde gerne, dass wir darüber nachdenken. Und ich weiß, das war für sie nur, wir hatten da richtig Zoffes, weil kommt ja auch aus eher engen Verhältnissen. Sie dachte, ja, aber wir müssen doch noch mal gas geben bis 60 und du, ich werde nicht jünger, ich merke, das strengt mich an. Ich möchte lieber langsamer machen, weil lass uns doch sinnvoll mit dem Geld umgehen, aber nicht noch mehr oben drauf tun. Und das war sicherlich bei uns ein zwei dreijähriger Prozess, der war auch nicht nur Harmonie geprägt und es gab nicht jeden Tag Blumen. Aber ich habe innerlich, ich weiß gar nicht, woher ich das habe, aber mir war innerlich so klar, das ist richtig. Ich habe auch schon immer gewusst, ich habe Schon echt mit 14 gewusst, der Sinn des Lebens kann nicht arbeiten sein immer. Und bis heute bin ich ja ein Lebensgeniesser und suche und das will ich auch noch deutlich machen. Lebensgenuss ist für mich nicht das 5 Sterne Hotel und schon gar nicht das Sterne Essen, finde ich ja sowieso Affengedöns, das kann man mal machen, aber ich werde da nicht happy. Aber es ist das Leben bewusst zu nehmen und ich liebe es heute noch. Für mich ist entscheidend, mit wem ich eine Flasche Wein trinke und nicht wo. Und dann kaufe ich sie lieber im Aldi, der sehr gute Weine hat in meinem Urteil für acht und sitz mit dir auf der Terrasse und guck in die Sterne, als in irgendeinem Affengedöns Restaurant 300 abzugeben und mir denken, ja, das kann ich mir auch leisten, das ist Styropor. [00:45:10] Speaker B: Und wenn ich das kann, wenn ich genießen kann, also genießen, Zeit genießen mit mir, mit meinen Lieben, mit den Menschen meiner Wahl, dann kann es mir auch gelingen, so zu arbeiten, dass ich das Arbeiten genießen kann. Wenn ich nur das Gefühl für, ich weiß gar nicht mehr, was eigentlich stimmig ist für mich, wenn ich das gar nicht habe, dann kann ich auch nicht für Arbeitsräume, Möglichkeiten, Kontexte sorgen, die mich inspirieren, die gut sind für mich, weil da müsste ich mutiger sein, müsste ich ehrlicher sein, viele Dinge. Also dafür brauche ich ja sozusagen erstmal diese Selbstkompetenz, genießen zu können und zu dürfen. Und ich glaube, das müssen viele Menschen auch erst lernen oder wieder lernen. [00:45:49] Speaker A: Ich guck mal auf die Uhr, herrlich, das wird einer der längsten Scheiß drauf, muss ich mit dem Linus reden, Ich will den auch nicht schneiden, wir machen ihn einfach so und wer aussteigt, steigt aus. Aber Christiane, können wir noch mal unsere Learnings, die wir jetzt sowohl thematisiert haben, aber vielleicht aus unserem Leben, die wir noch nicht genannt haben hier im Podcast. Was sind unsere Learnings mit Geld? Also was, wenn es jetzt da draußen sitzen ja jetzt, das werden ja wieder hunderte von Menschen hören, auch Coaches von dir und mir. Was genau raten wir denen? Bist du schon so weit? Sonst fange ich an. [00:46:22] Speaker B: Fang ruhig an. [00:46:23] Speaker A: Fang ich an. Ich merke, überprüf mal deine Glaubenssätze oder wie wir sie genannt haben, ganz am Anfang. Was hast du eigentlich von deinen Eltern gelernt? Vielleicht magst du es dir sogar mal aufschreiben oder mit einem Freund besprechen oder mit einem Coach. Aber guck dir mal an, was ist denn, wie bist du denn groß geworden? Weil höchstwahrscheinlich glauben Christian und ich, prägt das heute dich noch. Und dann guck doch mal, ob das tatsächlich das Bild ist, wie du auch vielleicht sterben willst oder deinen Kindern vermitteln willst. Oder willst du an dem Thema Geld mal arbeiten? Und dann finde ich, entscheide doch mal bewusst, wie lange du arbeiten möchtest oder wie du arbeiten möchtest. Ob es nicht ist, mehr Leben ins Leben zu bringen. Das kann ja sein, dass du sagst, komm, zwei Jahre gebe ich noch Gas. Wobei, Achtung, Lebenslüge. Also wie entrinnst du der Gefahr, zum Dauerverbrenner zu werden, statt zu leben? So, das sind erstmal die ersten. Das ist noch nicht komplett, merke ich, aber vielleicht kannst du mich retten. [00:47:23] Speaker B: Ja, bitte retten. Ergänze ich, ergänze mal, weil ich finde eine ganz coole Frage, um sich selber darin wiederzufinden. Stell dir mal vor, es gäbe kein Geld. Woran würdest du deinen Wert erkennen? Also was würde dir Wert geben, wenn es kein Geld gibt? Und das finde ich ist gut, wenn wir da uns mehr drum kümmern und die Dinge, die dann da hochpoppen und das andere ist noch Geld stiftet keine Würde automatisch. Das möchte ich noch mal wirklich betonen. Wenn du, wenn es um Würde geht und du kannst deine Würde fühlen und die Würde in einem anderen Menschen ehren und achten, dann kann es einen guten, gesunden, heilsamen Umgang mit Geld geben. Wenn wir die Würde vergessen, dann wird es heillos. [00:48:22] Speaker A: Find diese Kombination von Würde und Geld wunderschön hilft mir auch noch mal deutlich, das in Kombination zu sehen. Ich würde dann gerne noch dieses Lernen mit aufnehmen, dieses Ab Beispiel. Guck mal, dass du anderen die Chance gibst zum energetischen Ausgleich. Oder wenn du der Empfänger bist, guck doch mal, ob du die Chance wahrnehmen möchtest zum energetischen Ausgleich. Und ich finde, das Wort ist manchmal sogar hilfreich, also zu sagen, ich würde gerne einen energetischen Ausgleich machen und dir was zurückgeben. Oder auch zu Ich lade dich ein, mir was zu geben. Ich mache das wirklich sehr bewusst. Dann würde ich dich einladen, mal zu überprüfen, kompensiert Geld bei dir eine Lücke? Also merkst du, dass du mit Geld dir eine Bedeutung gibst? Weil dann ist genau der Punkt von Christiane gerade eben angesprochen, Ich würde ihn gerne mal transformieren ins Operative. Was übertüncht das denn? Welches Gefühl ist es denn? Bedeutungslosigkeit, Sinnfreiheit, was auch immer. Aber und dann stell dich doch dem Thema, weil wenn du diesen Podcast hörst, hast du das schon wahrscheinlich kapiert. Dann ist das deine Aufgabe für dieses Leben oder in diesem Leben, dich auch mal mit dieser Lücke zu beschäftigen. Das ist ja nicht schlimm, die hat ja jeder von uns. Aber tu es doch jetzt als kurz vor dem Tod, weil dann langt die Zeit nicht mehr. Hast du noch was? [00:49:44] Speaker B: Ich habe noch eine Frage. Wenn Geld für dich überhaupt kein Thema mehr wäre, weil du genug hast, wofür würdest du es gerne einsetzen, um einen Unterschied in der Welt zu machen? Und dann warte nicht, bis du das Geld hast und tu es einfach. [00:50:04] Speaker A: Ja, das ist auch nochmal ein sehr schöner Impuls, weil höchstwahrscheinlich, also ich kenne ja ein paar unserer Zuhörer, Hast du jetzt schon mehr Geld, als du in Anführungszeichen brauchst. Ob das nicht eine schöne Zeit ist, andere glücklich zu machen? Und das Tolle ist ja, das zeigen auch alle Literatur. Man wird dadurch selber Also geben macht glücklich. Gibt es vielleicht etwas, wo du dich engagieren willst, eine Stiftung bauen willst, etwas, wo du merkst, es ist an der Zeit, was zurückzugeben, weil du hast das höchstwahrscheinlich von dieser Gesellschaft somehow bekommen genommen. Darfst du auch wenigstens zum Teil zurückgeben. Cool. Wir werden auf jeden Fall das so machen. Wir werden diese Lehren aus dem Podcast zusammen noch mal auf ein Blatt Papier bringen. Und wenn du mir mailst oder dich mit dem Newsletter registrierst, schicke ich dir die beste Zusammenfassung, falls dich das interessiert, weil ich finde das richtig geil. Ich bin noch nicht sicher, ob es komplett ist, aber ich glaube, wir sind so bei 70, 80 Prozent. Und da ich ein Anhänger des Pareto Optimums bin, pupse ich auf die restlichen 20 Prozent, die vielleicht noch fehlen. Die kannst du auch vielleicht selber dazu bringen. Das ist ja kein Podcast der Perfektion, sondern von lebendigen Menschen. Und da fehlt halt manchmal noch ein Stück. Ich guck mal, ob wir noch irgendeine Idee haben. Ich lehne mich mal zurück. Der Kameramann macht Schnute für den Ordnung. Es ist so, ich glaube, ich habe das schon x mal gesagt. Ich sag's. Ich wünsche dir einen gesunden Umgang mit Geld und das heißt es weder zu verdammen, noch wie eine Honigbiene dran zu kleben. Und dann wünsche ich dir, dass du in Verbindung mit mir bleibst, dass du nicht nur den Podcast jetzt irgendwo likes, das finde ich auch sehr schön, sondern dich bei meinem Newsletter registrierst, weil du sagst, mich interessieren deine Position vielleicht manchmal auch, weil ich dich ärgere und das macht dich ja vielleicht auch lebendig. Und ich wünsche mir, dass wir uns in 2026 sehen. Ich bin auf so vielen Konferenzen Online Speaker, ich bin auf Festivals eingeladen, komm doch einfach vorbei und sprech mich an. Ich freue mich so immer meine Zuhörerinnen und Zuhörer kennenzulernen. Und wenn du mir schon länger folgst, weißt du, dass ich auch gerne Tipps höre, wo du sagst, das Thema würde mir fehlen oder das würde ich gerne machen. Ansonsten, liebe Christiane, wenn man mit dir in Kontakt bleiben möchte, ich weiß ja, deine Podcast sind immer die meistgehörten, weil ganz viele aus seiner Fanschaft dich hören. Wenn Leute noch Fan und in Kontakt mit dir kommen wollen, wie geht das denn? Was ist denn der leichteste Weg, mit dir in Kontakt zu kommen, den du auch magst? [00:52:51] Speaker B: Also erstmal habe ich eine eigene Webseite, christianewindhausen de mit Kontaktdaten, allem was man braucht. Es gibt eine LinkedIn Seite natürlich und darüber kann man mich auch gerne Kontakt. Also ich habe meine Telefonnummer draußen, meine E Mail Adresse ist draußen, also jederzeit [00:53:10] Speaker A: gerne und ich gebe ja, ich sag schon, überweise. Ich empfehle dich ja auch gerne meinen Kunden als Coach, wenn du merkst, es ist Zeit, deine tiefe Lebensreise mal zu beginnen und du einfach mit einem Champion arbeiten möchtest, dann empfehle ich dir die Christiane sehr, weil sie Tiefen in dir erreichen und berühren kann, die ich einfach sehr beeindruckend finde. Und an dieser Stelle immer wieder Dank für unsere Freundschaft, Christiane. Es war ein langer Weg. Darüber glaube ich, haben wir an einer anderen Stelle mal berichtet. Der war ja auch ein bisschen skurril. Und gleichzeitig freue ich mich sehr, dass wir diesen Austausch haben und jetzt einen der Top 3 oder Top 5 längsten von den fast 100 Podcast gemacht haben. Vielen, vielen Dank. [00:53:56] Speaker B: Vielen Dank an Mr. Walsh. [00:53:58] Speaker A: Ja, Mr. Walsh, der uns ja diese vier Themen gebracht hat. Und morgen machen wir wahrscheinlich weiter, dann machen wir einen weiteren. Es bleiben noch zwei Themen, Gott und Sex, wie geil ist das denn? Wir werden das aber trennen. Danke dir. Und magst du noch einen Gedanken zum Abschluss mit auf die Reise geben? [00:54:21] Speaker B: Ich finde es alles wunderbar gesagt. Ich habe mich gerade selber, also das Thema mit der Würde nimmt mich gerade selber noch mal so mit. Also ich dachte, diese Kombi habe ich irgendwie so auch noch nicht gedacht. Die ist im Raum mit dir so entstanden und ich glaube, dass wir zu wenig über Würde reden. Man sagt immer, sie ist unantastbar, aber wo wird sie erlebbar und was braucht es, damit sie im Miteinander auch, also im Zwischenraum zwischen uns. [00:54:47] Speaker A: Ich schreibe das mal als Thema auf und wenn unsere Viererreise fertig ist, machen wir vielleicht noch mal Bonusthema, wie wir es ja auch einmal gemacht haben, zu die Logik der Gefühle und wir haben schon einen zu Rilke gemacht. Vielleicht machen wir auch mal einen zur Würde. So, damit soll aber fertig sein, weil ich langsam Angst habe, dem Linus ins Gesicht zu gucken, wie lange der Podcast schon gedauert hat. Also liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhörer, vielen Dank, dass du bis zu Ende dran geblieben bist. Und vielleicht teilst du diesen Podcast speziell mit jemandem, wo du sagst, hör dir mal deren beider Gedanken zu Geld an. Das könnte in deinem Leben eine Rolle spielen. Vielen, vielen Dank und auf immer gerne bald. Tschüss, Dein Man Farid.

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