Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Ihr Lieben, heute ein kleiner Regelbruch. Der nächste Podcast kommt in zwei Teilen, immer mit demselben genialen Interviewpartner, dem lieben Georg, der uns in die Welt der Polyamorie reinnimmt. Wie ist das, wenn das Herz sich öffnet und zwei Liebesmenschen gleichzeitig in Verbindung gehen?
Also eine Dreierkonstellation und mit Wissen und Einverständnis von allen drei wird diese Beziehung so geführt.
Im ersten Teil erzählt Georg dazu seinen persönlichen Weg. Wie kam es dazu? Wie hat die Bewaffnung seine damalige erste Beziehung verändert? Und wie geht man um?
Und das passiert ja, wenn neue Gefühle aufkommen. Eifersucht, Wut, Enttäuschung, Frustration, auf die man ja gar nicht vorbereitet war.
In der Regel ist ja schon in einer Beziehung genug Feuer, um mühevoll alles hinzukriegen. Wie ist das erst bei zwei so? Und im zweiten Teil, den wir in zwei Wochen senden, schauen wir dann, wie er heute mit den zwei Partnerinnen lebt. Wie entsteht Sicherheit? Wie funktioniert das denn im Alltag?
Und was macht die Beziehungen trotz aller Herausforderungen so wertvoll, dass er für sich dranbleibt? Oder alle drei dranbleiben? Oder wie man auf Kölsch sagen würde, als Kölscher Jung, warum tut man sich so eine Scheiße an? Also was sind die klaren Vorteile, Benefits, die der Mensch daraus hat? Aber ich mag hier immer Chronologie. Jetzt beginnen wir beim ersten Teil und jetzt nehmen wir dich mit an den Anfang seiner Geschichte und hör rein, was Georg Spannendes zu erzählen hat, weil es ist spannend. Da draußen entstehen neue Beziehungsformen und selbst wenn das für dich nichts ist, deine Kinder, Freunde, das wird in dein Leben kommen. So oder so. Die Welt verändert sich auch im Bereich von Herzensverbindungen. Und ich freue mich, dass der Georg als Mann der ersten Stunde uns mitnimmt auf seine Runde und seine Reise.
Herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe meines Man verriet Podcast.
Heute mit einem Gast, der ich finde neues Wissen in unsere Beziehungs und Partnerschaftslandkarte bringt.
Der liebe Georg wird uns aus seiner eigenen Lebensperspektive erzählen. Dieses große Stichwort Polyamorie oder offene Beziehungen.
Und ich bin total begeistert, lieber Georg, dass du da bist. Nicht nur, weil wir einen neuen Podcast zusammen machen, sondern weil ich durch dich lernen darf, was es da draußen in der Welt Neues gibt.
Und ich als jemanden kennengelernt habe, der mit diesem Thema sehr substanziell und ernsthaft umgeht und nicht als Spielwiese einer kinky Welt, sondern als Vertreter für mich einer neuen Form von Partnerschaftsbeziehungen und wo viele Menschen, glaube ich, jetzt mit großen Ohren zuhören werden, weil du mit uns ein Wissen teilst, das wir viele gar nicht haben. Ganz herzlich willkommen, lieber Georg.
[00:03:15] Speaker B: Danke, verriet, danke für die Einführung und es freut mich sehr, hier heute bei dir sitzen zu dürfen in dem Podcast.
[00:03:19] Speaker A: Ich freue mich auch sehr und ich bin mal sehr gespannt. Wie immer gibt es kein Skript, sondern wir hangeln uns da irgendwie rein, bis wir einen Fluss finden, den wir dann zusammen betreten und wie es da so ist.
Ich glaube, ich fange als allererstes mal an, weil so ging es mir in Vorbereitung auf unsere Session. Ich habe geguckt, wie viel Podcast gibt es zu dem Thema und ich habe den Eindruck, echt super wenige. Das ist so ein bisschen noch Neuland. Und ich finde manchmal mal ganz schön zu verstehen, was ist denn eigentlich was? Also wenn Menschen über offene Beziehung reden, vielleicht kannst du für uns das dekodieren, was heißt das?
Und wenn Menschen über Polyamorie reden, was ist denn das? Damit auch die Zuhörerinnen ähnlich wie ich erst mal lernen, auf welches Neuland setze ich gerade meinen Fuß oder wir werden nachher hören auch mein eigenes Herz.
[00:04:12] Speaker B: Ja, sehr gerne.
Ich würde mal mit der Polyamorie anfangen.
Das ist ja auch so das Hauptthema heute bei uns beiden.
Und für mich ist Polyamorie das Führen von mehreren liebevollen, emotionalen und oder auch sexuellen Beziehungen gleichzeitig mit mehreren Menschen.
Und zwar mit dem, das ist das Essentielle dort mit dem Wissen und mit dem Einverständnis von allen Beteiligten.
[00:04:37] Speaker A: Also alle ganz kurz noch mal, alle wissen Bescheid, die involviert sind. Es gibt da keine Heimlichkeit und die, die dabei sind, also sind auf jeden Fall mehr als zwei sind mit dem Herzen dabei. Deswegen irgendwie das Wort Amorie, oder? Das ist schon eine Liebesbasis.
[00:04:57] Speaker B: Genau, da ist üblicherweise auch einfach die Liebe und die Emotionalität und ein Stück weit Romantik mit dabei. Welche Anteile da jetzt wie ausgeprägt sind, das kommt nachher im Detail drauf an.
[00:05:07] Speaker A: Aber das ist Polyamorie.
[00:05:09] Speaker B: Das ist Polyamorie. Und das ist dann im Gegensatz zu der zu der offenen Beziehung. Dort ist es ja meistens so, dass man wirklich, man hat eine bestehende Beziehung, eine Paarbeziehung, das ist auch so der Fokus, da liegt er drauf und In dieser Paarbeziehung entscheidet man sich, wir wollen uns einzelne oder beide sexuell für andere Menschen öffnen. Also dass dieser Teil der Sexualität ausgelebt werden kann, gelegentlich regelmäßig, wie auch immer man das nachher möchte.
Da ist der Fokus aber mehr auf dem Sexuellen. Und nicht, dass man da jetzt noch einen großen emotional, also bei Sexualität kann natürlich auch Emotion mit dabei sein, aber dass man das jetzt nicht als eine zweite Beziehung dann sieht, mit der ganzen Romantik hintendran, mit der emotionalen Verbundenheit und der Tiefe. Und natürlich sind die Grenzen dort auch irgendwo ein Stück weit fließend, wenn man da jetzt sagt, man geht eine offene Beziehung, also in eine offene Beziehung und öffnet sich da jetzt sexuell für eine andere Person. Ich glaube, keiner kann wirklich sagen, dass da Gefühle jemals vollständig ausgeschlossen sind, wenn man das verabredet, dass sie nicht auftreten dürfen. Gerade wenn man Sex hat und die Nähe spürt bei diesem Hormoncocktail, der dann da auch da ist, können natürlich am Ende auch irgendwo Gefühle und mehr draus entstehen. Und dann öffnet man sich vielleicht da schon in die Richtung der Polyamorie.
[00:06:31] Speaker A: Ich bitte, bitte, bitte korrigieren gerne. Ich bin wirklich noch Anfänger in dem Thema, auch wenn ich meine, mich vorbereitet zu haben.
Also in der offenen Beziehung ist eher die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es um eine sexuelle Begegnung geht. Und die hat in der Regel nicht diese tiefen Absicht wie Napoleon, wo ich eigentlich und auch uneigentlich richtige Beziehungen führe, nur mit mehreren Menschen als mit einem Mono Partner, sondern da in der Poloamorie versteht sich, dass ich feste Beziehungsstrukturen, Liebesbeziehungen habe zu mehreren. Während in der offenen, keine Ahnung, früher hat man vielleicht gesagt, die Erlaubnis zu One Night Stands, also die Erlaubnis, also ein bestehendes Paar erlaubt sich mit anderen Menschen in eine temporäre sexuelle Beziehung zu gehen. Und das kann ein One Night Stand sein oder häufiger, aber es ist eher der höhere sexuelle Fokus. Aber in diesen Menschen entsteht normalerweise keine feste Beziehung auf Dauer. Wenn das entstehen würde, würde das eigentlich schon der Teil sein, den wir Polyamorie nennen. Ist das ganz die Unterscheidung.
[00:07:43] Speaker B: Das geht so in die Richtung.
[00:07:45] Speaker A: Okay, wir reden heute aber über das Thema der Polyamorie, also der Teil, wo ein Mensch mit mehreren Menschen in einer Liebesbeziehung ist und in einer festen Partnerbeziehung ist.
[00:08:00] Speaker B: Genau.
[00:08:00] Speaker A: Okay, super spannend Erstmal finde ich diese Unterscheidung total hilfreich. Ich nehme an, dass jetzt ein paar Leute abschalten, weil sie sagen, ich habe gedacht, ihr redet über offene. Ne, das machen wir mal separat, hör trotzdem zu. Ich glaube, das lohnt sich, weil ich vorweg glaube, bei all dem, was ich im Vorfeld gelesen habe, du brauchst auf jeden Fall, egal was du tust, eine stabile Persönlichkeit. Und es ist kein Vehikel, um kurzfristig irgendwas zu reparieren, sondern es braucht vielleicht sogar eine höhere Bewusstseinsebene oder eine höhere Persönlichkeitsentwicklung. Geh noch mal einen Schritt zurück, weil du sitzt ja nicht hier, um als Referent und Wissenschaftler zu reden, sondern wir haben uns ja über die Männerbeit kennengelernt. Du warst bei mir Teilnehmer im Grow Beyond. Im Rahmen dessen habe ich davon erfahren und boah, das finde ich super. Ich würde es gerne mal einen Podcast holen, weil ich weiß, dass es das gibt. Ich weiß noch ganz viel nicht Und ich würde jetzt, wie alt bist du jetzt, Georg?
[00:08:59] Speaker B: Sechs und dreiig.
[00:09:00] Speaker A: Und ich nehme an, du bist jetzt nicht, seit du irgendwie ein sexuelles Wesen bist, es ist ja häufig so mit 12, 13, 14, 15 schon Polyamor, sondern dich hat auch dein Lebensweg irgendwie dahin geführt.
[00:09:12] Speaker B: Genau so ist es.
[00:09:13] Speaker A: Kannst du uns uns, damit meine ich auch die Zuhörerinnen und Zuhörer so ein bisschen sagen, wie ging denn dein persönlicher Weg dorthin? Und dann möchte ich kurz sagen, wir hatten vereinbart, dass wir das ein Stück weit anonymisieren und keine Namen nennen, weil ja nicht jeder Mensch genannt werden möchte in der Öffentlichkeit und Podcasts sind natürlich für die Anführungszeichen virtuelle Ewigkeit. Deswegen werden wir das mit sehr viel Respekt vor diesen Menschen machen. Und das will ich nur sagen, warum wir dann Namen vermeiden, sondern jetzt an der Stelle einfach mal starten wir. Georg, wie war denn dein Weg in die Polyamorie?
[00:09:49] Speaker B: Danke. Ja, das war ein ein spannender Weg und auch nichts, was ich persönlich irgendwie geplant hatte oder als Ziel hatte bei mir in meiner Beziehungsgestaltung. Eins noch, ich bin auch kein Frauenaufreise, ein normaler Spätzünder, mit 19 die erste Beziehung gehabt, die hat auch nicht besonders lange gehalten und danach ging es in monogame Beziehungen länger, also über längere Zeiträume.
[00:10:14] Speaker A: Also ganz normale, wenn wir sagen monogam, ganz normale partnerschaftliche Beziehung, ein Mann, eine Frau.
[00:10:21] Speaker B: Genau.
Das war für mich auch lange Jahre der Standard Und die Reise, die ging für mich los vor circa sieben Jahren.
Da bin ich erstmals einer neuen Frau begegnet bei einem Tantraseminar, damals schon auf eine gewisse andere Art und Weise, als ich vielleicht vorher Frauen kennengelernt hatte. Und da hat sich zu dem Zeitpunkt auch bei mir einiges verändert in Bezug auf meine Neugierde, Menschen zu begegnen oder auch Frauen und Intimität zu begegnen.
[00:10:51] Speaker A: Ganz kurz, zu dem Zeitpunkt warst du in einer Beziehung lebend, also in einer festen.
[00:10:55] Speaker B: Da war ich nicht in einer festen, ne? Du warst Single, Da war ich gerade Single.
[00:10:58] Speaker A: Du warst als Single bei einem Tantra Seminar und bist dich emotional engagiert, verliebt, verliebt, verknallt, interessiert für eine Frau.
[00:11:09] Speaker B: Genau, Wir sie nutzt.
[00:11:11] Speaker A: Ich brauche es manchmal einfach, weil ich glaube, dieses Terrain ist nicht ganz leicht. Deswegen stelle ich manchmal so noch mal verstehe ich statt der Drehstüm.
[00:11:19] Speaker B: Also für deine Rück. Genau. Und da bin ich einer tollen Frau begegnet und wir haben uns dann über die Monate da auch angenähert, haben das noch nicht direkt Beziehung genannt. Zu dem Zeitpunkt war ich auch noch, also hatte ich immer noch ein gewisses Bedürfnis nach einer so einer Neugierde, auch was die Sexualität auch mit anderen Menschen angeht. Und dann sind wir in diese gemeinsame monogame Beziehung aber auch eingestiegen. Wir haben da uns füreinander entschieden, haben aber gesagt, es ist eine freie Beziehung, frei in dem Sinne, dass wir immer wieder gucken, was brauchen wir denn, warum sind wir zusammen und wie weit wollen wir gehen im Kontakt mit anderen Menschen.
[00:11:56] Speaker A: Woher kam das denn? Sorry, dass ich noch mal so Anfängerfragen stelle, aber das finde ich jetzt total interessant. Also du kamst bisher aus einer monogamen Beziehung, du lernst jemanden kennen und ihr stellt irgendwie fest, ihr wollt eine freie Beziehung führen, indem ihr immer wieder, ich nenne das jetzt mal qualitätssichert, ich komme ja aus der Industrie, immer wieder qualitätssichert. Läuft der Liebesprozess noch sauber oder würden wir gerne irgendwie das anders, offener, wie auch immer gestalten? Woher kam das bei ihr? Bei dir?
[00:12:23] Speaker B: Das kam tatsächlich von uns beiden. Bei mir war das gerade eine Phase, wo ich viel Umbruch im Leben hatte, große Neugierde losging, nicht nur was Beziehungen angeht, sondern generell mal ein bisschen auf alternative Wege im Leben gehen. Und bei ihr, sie kam aus einer sehr, sehr langen Ehe und wir sind uns zufällig dort begegnet und wussten beide nicht ganz wo die Reise hingeht und irgendwie hat sich das für uns dann sehr authentisch angefühlt, nicht gleich zu sagen, wir sind hier und für immer zusammen und das ist der Weg, sondern immer wieder zu gucken, wo wollen wir denn hin und auch was ist möglich mit anderen Menschen. Für mich war das das erste Mal auch, dass meine sehr, oder ist eine sehr attraktive Frau, dass sie auch mit anderen Männern tanzt oder dass ihr mal ein anderer Mann eine Massage anbietet oder
[00:13:08] Speaker A: dass da irgendwie Begegnungen sind im Rahmen dieses Tantra Seminars.
[00:13:11] Speaker B: Genau, Oder auch außerhalb im Leben. Und das war damals schon neu für mich, aber ein spannenderes Forschungs da einzutauchen.
Und in dieser freien, jedoch monogamen Beziehung hatte ich immer mal wieder persönlich den Wunsch auch nach sexueller Offenheit für Momente.
Und wir haben uns dann nach vier Jahren, ihr wart vier Jahre zusammen, viereinhalb am Ende monogam.
[00:13:37] Speaker A: Ihr wart aber von den viereinhalb, ihr wart erstmal monogam.
[00:13:39] Speaker B: Genau. Und wir haben uns dann nach vier Jahren, wo das immer wieder so ein Impuls bei mir war, Richtung Öffnung, haben wir uns dafür entschieden, da ist dieses eine Wochenende, wir sind beide auf unterschiedlichen Events, Festivals quasi, wir wollen uns für dieses eine Wochenende, wollen wir uns öffnen. Die Initiative kam von mir, sie hat sich dann da auch drauf eingelassen und das war dann von dieser, ich sag mal, ein bisschen bewussteren Beziehungsführung hin dann langsam, da ging dann die Achterbahn los
[00:14:07] Speaker A: Richtung Polyamorie, manchmal langsam. Das liegt wahrscheinlich an meinem Alter. Also ihr habt nach vier Jahren, seid ihr dann auf, ich nehme an, so sex positiv nennt man heute, auf Veranstaltungen gegangen, wo es die Möglichkeit gibt, anderen Menschen sexuell zu begegnen.
[00:14:23] Speaker B: Genau, Das war nicht direkt eine sex positive Veranstaltung, aber es war ein Rahmen, wo sich das ergeben kann.
[00:14:28] Speaker A: Okay. Und deswegen habt ihr im Vorfeld geklärt, ihr seid auf verschiedene Sachen gegangen.
[00:14:32] Speaker B: Genau.
[00:14:33] Speaker A: Und habt vorher so eine Art Regelklärung gemacht. Ist es okay, wenn ich im Rahmen dieses Festivals einem anderen Mensch begegne und mit dem in eine körperliche Verbindung gehe?
[00:14:43] Speaker B: Genau, so hatten wir das abgesprochen.
[00:14:46] Speaker A: Ich weiß, dass das für dich alles wie Kartoffeln aus dem Keller holen ist, aber für die Zuhörerinnen und Zuhörer und mich ist es wahrscheinlich noch ein Teil, da brauche ich ein bisschen Stück für Stück, wie bei so einer Pfannekuchenteig, merke ich gerade. Ich möchte wissen, wann man genau die Eier dazu, wie viel Mehl. Wie war denn diese Diskussion zu führen? Ich bin jetzt seit 24 Jahren verheiratet und wir sind durch viele Wellen in unserer Ehe gegangen und klar fühlt man sich auch mal zu anderen hingezogen.
Und ich fand und finde das bis heute wahnsinnig schwer, obwohl wir eine super solide Ehe haben, so was zu artikulieren überhaupt. Und ich weiß von meinem männlichen Umfeld, wenn wir untereinander sind, da reden wir und die finde ich super und mit der hätte ich mal gerne was. Aber wenn ihre Frau dabei ist, halten, ich würde sagen, 9,8 von meinen Freunden die Fresse.
Also was ich damit sagen will, ich nehme an, es braucht schon irgendwie Mut, auch das Überspringen von, keine Ahnung, Abwertung oder Beschämung. Das kann ja alles bei solchen Themen passieren, wenn der Partner, der den anderen hört, damit nicht sensitiv umgeht, sondern vielleicht aus Mangel, Verletzungen, was auch immer in dieser Welt. Ja, ich glaube, der Alltag ist auf jeden Fall aus den Beziehungen. Ich darf ja auch Paare begleiten, wo ich kenne, wo ich habe jetzt einen Mann erlebt, total krass, der darf andere Frauen nicht angucken, dann kriegt der Ärger.
Und das fand ich total spannend, weil das ist natürlich eine sehr weite Dehnung. Aber worauf ich hinführen möchte, ist, das ist ja ein sensibler Kontext zu du, ich möchte auf einem Festival eventuell anderen Menschen begegnen, abgesehen davon, dass man natürlich auch dann dem anderen die Freiheit geben muss. Kannst du kurz sagen, woher hast du denn die Schusspe gefunden oder die Klarheit oder den Mut, das überhaupt mal zu sagen? Tippe, dass für ganz, ganz viele Menschen dieser Schritt der schwerste ist. Und ich tippe von den Menschen, die jetzt hier werden ja viele zuhören, die sehen ja das Titel sagen, oh geil, das würde ich gerne heute schon mehr zu verstehen und vielleicht gibt es auch ein paar, die es gerne lernen oder nachahmen möchten. Wie schafft denn ein Mensch diesen Schritt zu machen, ohne in die Versenkung gestellt zu werden, vor sich selber oder vor dem Partner?
[00:17:16] Speaker B: Das ist eine sehr gute Frage. Farid versuche mich jetzt mal zurückzuerinnern. Das ist ja auch schon eben ein bisschen mehr als sieben Jahre her, nicht sieben Jahre, ein bisschen mehr als drei Jahre her. Und was ein bisschen der Vorteil meiner Position war von Anfang an von dieser Beziehung, hat das schon so ein bisschen eine Rolle bei mir gespielt. Und so sind wir auch in die Beziehung reingekommen. Da war noch ganz am Anfang eine gewisse Offenheit. Da sind wir uns begegnet, sind dann in diese freiere Monogamie hineingegangen und es hat mich persönlich einfach nie ganz verlassen, dieses Thema. Ich habe gemerkt, das ist noch in
[00:17:53] Speaker A: mir und das heißt, das hast du immer wieder auch mal irgendwie angedeutet, thematisiert.
[00:17:58] Speaker B: Ich habe gemerkt, es lässt mich auch nicht los. Also ich sehe, dass das ein schwieriges Thema ist, auch in dem Fall für meine Partnerin, wenn ich das einbringe.
Und wir haben das dann entsprechend auch immer wieder nicht gemacht oder eben nicht diese Öffnung vollzogen, weil klar war das ausgelebt, das wird viel aufrütteln. Und dennoch habe ich es nicht losgelassen, weil ich gemerkt habe, da ist einfach dieser innere Wunsch, das zu erleben da und gleichzeitig aber auch an dieser Partnerschaft festzuhalten. Also ich wollte nicht das eine mit dem anderen ersetzen und auch der Sex mit dieser Frau war grandios. Da ging es nicht darum, irgendwo was wieder aufzufüllen, was ich dort nicht bekomme. Da war einfach die innere Neugierde da und der wollte ich nachgehen und ich weiß nicht, ob vielleicht wäre das auch am Ende irgendwo nie passiert und letztlich, ich kann die genauen Rahmenbedingungen, kenne ich auch nicht mehr. Aber da kam dann der Moment, als ich die Diskussion mal wieder aufgebracht hatte, weil ich auf ein entsprechendes Event gefahren bin, wo so solche Möglichkeiten da sind. Ich bin dort alleine hingefahren und dann kam das wieder auf und am Ende hatte sie dort auch ja gesagt und war mit offen dafür. Sie hätte genauso gut auch nein sagen können. Also da war der Wunsch irgendwo da und man musste ihm auch nicht nachgehen gleichzeitig. Ja, wir haben ja gesagt, auch ohne zu wissen, was das nachher für uns bedeutet.
[00:19:24] Speaker A: Ich kann mir vorstellen, dass das kaum, ich weiß gar nicht, wie das Richtige im Deutsch lautet, wissenbar ist. Also es ist, glaube ich, ganz schwer zu wissen, auf was man sich da einlässt. Bevor wir dazu kommen, das Thema innere Neugierde, ich mein zwar, dass ich das irgendwie verordnen kann, aber da gibt es jetzt bestimmt Menschen, die sagen, vielleicht ist das genau wie bei mir.
Kannst du, Georg, noch was dazu sagen, diese innere Neugier.
[00:19:54] Speaker B: Also ich habe für mich, und das ging auch schon in diesem Tantra Seminar los, wo wir uns begegnet sind, das war auch eins, was über sechs Wochen immer wieder stattgefunden hat, da habe ich gemerkt, oder da haben sich bei mir ein paar Weichen neugestellt, dass Berührung, Intimität, Kuscheln, letztlich auch Berührung von Geschlechtsteilen oder vielleicht auch bis hin zu Sex, dass das nicht auf eine Person für mich beschränkt sein muss, sondern dass da einfach eine Offenheit dafür ist, dass das auch mit Millionen passieren kann, im Geben sowie auch im Nehmen. Und dass es da ja aus diesem Standardkonzept, aus dem ich, in dem ich vorher selbst auch drin war, da bin ich so ein bisschen rausgebrochen.
Und diese Neugierde, die war dann weiterhin einfach da.
[00:20:40] Speaker A: Und du hast, mal gucken, ob ich das irgendwie widerspiegeln kann. Ich habe, glaube ich, auch sechs Jahre Tantra gemacht, teilweise auch mit meiner Frau zusammen.
Ich guck mal, um mich in die Welt reinzuversetzen, so eine Art Stimmigkeitsgefühl in dir, dass das okay ist. Also wenn du mit anderen in Verbindung gehst und sich das wohl anfühlt und keine, ich nenne es jetzt mal Schattengefühle oder befremdlichen Gefühle da waren.
Und spannend ist ja in meinem Urteil, einer der großen Hindernispartner ist ja die Konvention. Also wir werden ja in einem Kontext groß, ob das Gemeinschaft ist, ob das Religion ist, ob das Staat ist. Wir tun hier bestimmte Dinge nicht, weil das wie so eine Art, ich glaube in der Literatur wird es immer genannt, Hidden Rules ist. Also es gibt Gesetze, die wissen wir gar nicht, dass das Gesetze sind, aber wir folgen denen trotzdem, so wie wir auf der Straße eher zurückgrüßen, statt die Leute anzuschreien, grüß mich nicht, sondern es ist so ein Hidden Rule, wenn dich einer grüßt, küsst du in der Regel zurück.
Ich glaube ja, dass viele von diesen Gesellschaftskonventionen uns gar nicht vertraut sind.
Wir leben sie. Aber umso spannender ist es, wenn wir diesen gesellschaftlichen Konventionen ja als Limitierung begegnen und feststellen, ich bin gar nicht mehr sicher, ob das eigentlich meine Grenze ist, nämlich dass Monogame und dass das gar nicht schlimm ist. Also es gibt ja immer noch Religionsgemeinschaften, da wird man gesteinigt, speziell als Frau, weil es dann so Ehebruch ist. Also da kommen ja immer so harte Wörter, das ist Verrat, Ehebruch.
Und ich erlebe gerade, dass ein Teil der Szene, auch in der spirituellen Szene, in der ich ja doch durchaus ein Zuhause habe, anfängt sich zu öffnen und zu sagen, ist das eigentlich so oder kann ich mich auch mit anderen Menschen verbinden und kann das für mich vollkommen auch okay sein, wenn die Transparenz besteht und das Einverständnis des anderen Partners? Und das ist ja ein Weg, den du gegangen bist. Wie bist du denn deiner Konvention begegnest? Also ich nehme an, du hattest das ja auch zu sagen, okay, was auf den Tantra Seminar hast festgestellt, das ist für mich ein gutes, stimmiges Gefühl. Also wenn Georg allein entscheiden könnte, sage ich mal frech, ist es okay.
Und jetzt kommt aber der gesellschaftliche Mantel. Wie war denn da dein Umgang mit
[00:23:04] Speaker B: meinst in Bezug jetzt auf dieses Tantra
[00:23:06] Speaker A: Seminar, ne, eigentlich schon dann zu entscheiden. Du machst mal, du folgst dieser inneren Neugierde und gehst in das Erleben, was ein Unterschied ist zum Erdenken, weil da passiert ja doch noch mal was anderes. Also da kommen ja noch irgendwie mehr Neuronen zusammen, die einen da begrüßen.
Wie war das da, deiner eigenen Konvention zu begegnen, falls du die überhaupt so hattest und dann aber auch diesem spüren, das ist okay hier.
[00:23:36] Speaker B: Also da waren definitiv eigene Konventionen. Ich meine, das ging mal kleiner Sprung auch zurück zum Tantra, auch darin erstmal dahin, dass auch das Geschlecht der anderen Person eigentlich egal sein kann in der Berührung, solange es eine Berührung ist, die sich für mich stimmig anfühlt und eine Begegnung.
Und hatte da, das war so der erste große Bruch. Wow. Und da gibt es auch Männer, die wirklich angenehm berühren können und mit denen es schön ist, sich dazu zulegen. Gleichzeitig gibt es Frauen, wo ich merke, da ist keine, da passen wir nicht zusammen und da gehen wir jetzt nicht weiter in die Übung oder in den Kontakt. Das war da so der erste Bruch der Konvention.
Und dann, das war, da hat sich einfach eines immer zum anderen und zum nächsten ergeben. Dann ab diesen, also eben da vor sieben, acht Jahren, da bin ich dann auch auf anderen Veranstaltungen, Events gelandet. Man lernt Leute kennen, die diese Reise auch schon ein Stück weit durch haben.
Du hast vorhin auch sechs positive Events erwähnt. Auch auf solchen Veranstaltungen habe ich mich dann plötzlich mal gefunden und dann tun sich einfach riesige neue Welten auf, in denen ich erst mal ganz unbedarft reingeflogen bin. Hat es ja vorhin erwähnt, als jemand, der seine reguläre Monogame Beziehung hatte und jetzt auch mit Sexualität drumrum nicht besonders viel über den normalen Umfang anfangen konnte.
Und dann hat sich da noch über die Jahre wahnsinnig viel ergeben und entwickelt und ich habe eine ziemliche, ja viel, viel Neugierde dort bekommen, viel erleben können, meinen Horizont erweitern. Ich habe gemerkt, wow, das spricht mich an. Das ist auch ein Teil irgendwo von meiner Identität geworden oder vielleicht von meinem Hobby. Da hatte ich tatsächlich die Tage auch mit einer Partnerin davon, dass auch Sexualität und all das drumrum ein bisschen wie ein Hobby sein kann, was man einfach gerne macht und wo man sich weiterbildet.
[00:25:25] Speaker A: Also für mich klingt das besser als Golfspiel.
Und ich mag den Gedanken des Hobbys.
OK, spannend. Ja, schon mal vielen Dank. Ich finde das ja sowieso sehr mutig und möchte mich auch sehr bedanken dafür, wie du dich mit dem Thema zeigst. Das passt für mich die Frage dazu, Wie hat denn dein, dein nicht polyamores Umfeld darauf reagiert? Also von Eltern, Geschwistern, Freunde hast du das geheim gehalten? Wie bist du mit den Begegnungen, Verurteilungen, was auch immer Kommentaren umgegangen? Vielleicht in dieser frühen Phase, wo ja du selber vielleicht noch unsicher standest. Das ist ja so ein bisschen wie laufen lernen und wenn halt gleich am Anfang die Füße weggezogen werden, dann ist das mit dem Stabilstehen ganz schön schwierig. Also wie hast du das gemacht, das
[00:26:15] Speaker B: zeitlich gerade einordnen zu können? Du meinst noch mit der Partnerin, über
[00:26:19] Speaker A: die es gerade ging, Sowohl die Partnerin, also ich weiß ja nicht genau, wie das genau war, aber praktisch in dieser ersten Phase, wo du dem Thema intensiver begegnet bist, das war ja wahrscheinlich dann in diesem vierten bis viereinhalb Jahr, da
[00:26:33] Speaker B: war viel, viel Transformation.
[00:26:34] Speaker A: Ja genau. Transformation ist ein guter Begriff.
[00:26:36] Speaker B: Also gute Freunde von mir, den hatte ich natürlich davon erzählt, in welchen Prozessen ich da mit meiner Partnerin gerade auch drinstecke, dass wir diese Öffnungsidee hatten und dem auch gefolgt sind und was sich dann eben danach noch alles ergeben hat. Also guten Freunden konnte ich das erzählen. Die haben das auch alle, manche mit Neugierde aufgenommen, manche mit natürlich auch irgendwo Unterstützung da drin, Manche hatten da auch schon. Ich habe das Glück, da auch Freunde zu haben, die gewisse Erfahrung darin auch schon haben, die entweder auch selber schon mit Öffnung zu tun hatten oder gar mit Polyamorie und das hat mir da geholfen, schon mal so ein bisschen Umfeld und ein bisschen so einen Ankerpunkt zu haben. Und gleichzeitig war es auch komplett neu für mich und ich wusste noch nicht so ganz wo stehe ich überhaupt gerade?
Was passiert um mich herum und wem und wie kann ich mich da mitteilen?
[00:27:26] Speaker A: Sehr spannend. Ich hab grad überlegt, ich glaube, das ist ja wie bei allen Feldern so ist wirklich egal. Ich darf gerade einen jungen Mann begleiten, der ein Start up in die Welt setzt. Ist jetzt ein völlig anderer Kontext. Aber was ich so spannend finde, immer wenn was Neues passiert und der macht einfach was Neues, der will ein neues Unternehmen bringen. Mit einem neuen Ansatz begegnest du ja Menschen, die Was für ein Scheiß, Also braucht jetzt kein Mensch, Was stimmt denn nicht mit dir? Und es gibt Menschen, die selber in dem Fall jetzt ein Startup gegründet haben und verstehen kann, aus welcher Energie das kommt. Und ich glaube, alles, wo wir Menschen als Entrepreneur unterwegs sind und als Neulandentdecker, Entdeckerinnen, begegnen wir einer bestimmten Form von Gegenwind Konvention. Ich glaube, dass es manchmal auch damit zu tun hat, dass Menschen Angst haben vor dem Anteil in sich selbst und deswegen in so eine Art Bewertung, Verurteilung kommen. Und für mich, ich denke manchmal, das ist wie eine Überprüfung, wie ernsthaft möchte ein Mensch diese Erfahrung machen, ob das jetzt Entreneur ist oder Polyamore oder offen.
Das sind alles so für mich Qualitätsüberprüfungs. Also wie sehr will jemand das?
Gab es so Zeitpunkte des harschen Gegenwindes, also wo Leute gesagt Georg, geh mal
[00:28:48] Speaker B: zum Psycho, also von außen zum Glück gar nicht. Also das auch in dieser Transformationsphase von der Offenheit. Und um das mal kurz abzukürzen, mit dieser Partnerin, mit der ich die Offenheit ausprobiert habe. Wir haben uns dann es war ein intensiver Prozess und ein halbes Jahr später dann auch voneinander losgelöst im Guten. Wir sind auch heute noch in einem schönen Kontakt.
Und in diesem Prozess sind dann meine beiden neuen Partnerschaften entstanden, die ich jetzt seit drei Jahren an meiner Seite hab,
[00:29:23] Speaker A: bevor ich jetzt Zuschriften beantworten muss, Kannst du uns Hat diese Beendigung was zu tun mit der Öffnung?
Und die zweite Frage Kannst du mir das Wasser geben? Ich glaube, du hast das Wasser oder den Spaß.
[00:29:37] Speaker B: Das danke dir. Gerne.
Genau. Also das hat mit Eröffnung zu tun.
Und ich habe das jetzt gerade schon mal vorweggegriffen, um auf den Gegenwind, nachdem du gefragt hast, einzugehen. Da gab es weder bei den Freunden noch bei der Familie keinen Gegenwind. Die haben das mit Verständnis und mit einer gewissen Fürsorge eigentlich alle gut aufnehmen können.
[00:30:03] Speaker A: Auch deine Eltern.
[00:30:04] Speaker B: Meine Eltern, als ich dann an dem Punkt war, wo bei mir klar war, dass die eine Beziehung so nicht mehr existiert und dann ein bisschen später ich auch etabliert war in den beiden Neuen und auch dahinter stehen konnte, das ist jetzt nicht A oder B, das wusste ich am Anfang auch noch nicht, sondern dass ich jetzt diesen polyamoren Weg gehe.
Meine Mutter hat sinngemäß Solange ich den Überblick behalte, ist doch alles in Ordnung.
Mein Vater, der meinte dort, der hatte die Frage gestellt, ob ich mich denn nicht entscheiden könnte, ah was ich jetzt persönlich nicht als Gegenwind nehme. Ich konnte damit gut sein und meine Antwort war auch gut. Ich muss mich nicht entscheiden.
Es gibt überhaupt keinen Grund. Und das ist das Schöne an diesem Konzept und an der Art und Weise, wie ich das jetzt heute lebe.
[00:30:50] Speaker A: Ich glaube, ich frage das mit einem persönlichen Hintergrund, wenn ich mir gerade deine Rolle vorstelle und meine Eltern, jetzt habe ich ja vor allem Kontakt zu meiner Mutter gehabt, aber auch meinen Vater habe ich ja immer wieder mal gesehen.
Ich glaube, dass sie mich für total verrückt erklärt hätten.
Die werden ja konfrontiert mit einer ganz anderen Beziehungswelt, die die ja nicht kennen.
So und das ist, wenn du keine Ahnung, ich war mal in Vietnam, hab Schlange gegessen.
Wenn du aber hier ich bin auf dem Odenwald groß geworden und wenn du nicht damit in Kont kommst und dann sagt du ich habe da, ich esse jetzt regelmäßig Schlange, ich habe festgestellt wird dann das ist super, ich esse jetzt Schlange. Dann glaube ich schon, dass sie sagen was ist denn los, was ich damit sagen will. Wenn der Menschheit aus seinem normalen Umfeld kommt, dann ist das für den manchmal eine Überforderung mit diesen Welten. Deswegen, ich finde beide Reaktionen deiner Eltern total entspannt und die deiner Mutter finde ich wundersüss. Einfach Gruß an deine Mutter vielleicht wahrscheinlich hört sie den Podcast ja auch das musst du entscheiden. Ja, okay.
[00:32:00] Speaker B: Ja, also da bin ich echt dankbar, wie die das aufgenommen haben. Und ich muss dazu noch sagen, das kam mir gerade einer meiner Brüder Der hat einen ähnlichen Schritt schon ein, zwei Jahre vorher gemacht und auch da ist das sehr entspannt aufgenommen worden. Also die sind ja, die lieben uns auch nach dem Motto, solange es uns gut geht, ist das in Ordnung, was wir tun.
[00:32:17] Speaker A: Ist vielleicht ganz schön, wenn du als Zuhörerin, Zuhörer einen Freund hast oder ein Kind diesen Schritt geht, kannst du hören, wie schön das ist für denjenigen warmherzige Reaktionen zu hören und keine Brüskierung mit deiner Welt, aus der du vielleicht stammst. Und angenommen, es geht nicht um hell und dunkel und falsch und richtig, sondern das kannst du, glaube ich, bei Georg gut raushören. Der folgt seinem Herzweg einfach zu hören, dass es vielleicht anders, als du es machst und du kannst es ja weiter noch anders machen. Aber es ist schön, wenn du so einem Menschen einfach zuhören kannst und wenn es dir sogar möglich ist, mit Liebe zu reagieren, weil ich glaube, egal, und da bin ich wieder bei dem Start up Unternehmer, es braucht immer wieder auch mal ein bisschen Wind unter die Flügel blasen, damit Menschen fliegen können und ihren Weg finden können. Freut mich einfach sehr, dass das so war. Vielleicht hat es dich auch zu diesem in meinem Urteil so gestandenen Mann in diesem Thema gemacht, in den ich dich ja wahrnehme und deswegen ja auch in den Podcast eingeladen habe, weil ich davon felsenfest überzeugt bin. Du hast echt der Welt was zu sagen und bisher aber selber durch deinen, also diesen Weg muss man ja einfach mal gehen. Der ist halt nicht ausgetreten wie eine Langlaufläupe, wo man sagt, pass mal ins nächste Dorf, fährst du rechts, du siehst es an der Loipe, sondern keine Ahnung, wo das Dorf ist, keine Ahnung, wo die Loipe ist, die musst du selber legen und das ist immer scheiße schwierig. Okay, jetzt machen wir einen Sprung. Also dann war es mit der ersten Frau zu Ende. Ich finde, wir sollten ihr den Podcast schicken. Wir bleiben hier anonym, aber wir haben so liebevoll über sie jetzt gesprochen und an der Stelle grüße ich dich einfach.
[00:33:53] Speaker B: Eine wundervolle Frau.
[00:33:54] Speaker A: Und auch wenn ich sie niemals kennenlernen möchte, freue ich mich, dass sie uns ermöglicht, im Podcast über sie zu sprechen. Und wie nah nach diesen viereinhalb Jahren kam das denn? Und jetzt sind bestimmt alle gespannt, wie war die Reihenfolge? Wie ging das? Gibt es dafür ein Internetportal?
[00:34:10] Speaker B: Es ging ineinander über Und deswegen kann man den Zeitspunkt auch nicht ganz so weit vormachen. Wir hatten ja diese Öffnung für das eine Wochenende und bei meiner damaligen Partnerin, die ist dort dann einem anderen Mann nähergekommen, den sie auch schon länger kannte.
Und auf meiner Seite an dem Wochenende hatte sich nichts ergeben.
Genau so war das dann. Ich meine, das kann man nicht irgendwo forcieren. So sind die Dinge gewesen letztlich.
[00:34:38] Speaker A: Das ist ja spannend. Okay, ich bin ganz gefasst, merke ich gerade. Ist ein bisschen wie so ein Thriller die Folge.
[00:34:44] Speaker B: Und dann, das hatte ich ja vorhin schon gesagt, ging diese Achterbahnfahrt los. Also Beziehung öffnen, öffnen. Man weiß nicht, was kommt. Es kann ganz viel Spannungsspass, es kann aber auch Schwindel kommen. Vor allem lässt sich diese Bahn, lässt sich nicht mehr anhalten. Wir hatten dann telefoniert im Nachgang. Wir waren ja auf unterschiedlichen Events und ich werde den Satz auch nicht vergessen, den sie da gesagt hatte, relativ am Anfang auch, wo sie meine Georg, das verändert alles, dieses Wochenende und diese Begegnung, die sie da hatte, das verändert alles.
[00:35:16] Speaker A: Schon ein ganz schöner Satz. Georg, das verändert alles. Da ist ja nicht mehr viel Spiel vorne und hinten.
Der hat schon Kraft, der Satz, der hat Kraft gehabt.
[00:35:25] Speaker B: Und das Ganze hat mich dann auch erst mal, also mir ziemlich den Boden unter den Füßen weggezogen an dem Wohnort, wo ich da auch gerade war, da hatte ich auch gemerkt, da kriege ich gerade nicht die Stabilität und Unterstützung. Und ich hatte mich dann an Freunde, an sehr gute Freunde von mir gewandt, die in diesem Thema mehrere Personen, also Polyamorie zu leben, Erfahrung haben und wo ich einfach wusste, da habe ich ein bisschen einen Zufluchtsort und bin dann dorthin gefahren für ein paar Tage. Sehr gute Freunde von mir heißt du
[00:35:54] Speaker A: hast sie gar nicht direkt mehr getroffen nach dem Festival.
[00:35:58] Speaker B: Die war dann auch erstmal einen Monat noch auf einem anderen, nennen wir es Retreat oder auf einer Weiterbildung einen Monat. Wir hatten nicht die Möglichkeit, uns dort wieder.
[00:36:07] Speaker A: Scheiß die Wand an. Das ist lang.
[00:36:09] Speaker B: Das ist lang, genau. Also das waren wirklich anstrengende und zermürbende Tage. Jetzt kommt der Teil, wo ich dann bei diesen guten Freunden von mir war und dort auch viel einfach Austausch und Unterstützung bekommen habe. Und in diesen Tagen bin ich dann in den letzten Tagen einer sehr guten Freundin dort auch näher gekommen. Wir sind dann da auch in Intimität in Berührung gekommen und das hat wiederum dann einfach weitere Steine ins Rollen gebracht, denn die Abmachung war, und das nehme ich ganz ehrlich auch auf meine Kappe, wir haben uns für dieses eine Wochenende geöffnet und nicht für in zwei Wochen später geht das auch noch.
[00:36:53] Speaker A: Also das, das heißt, sie hatte mit dem Mann nur die Begegnung auf dem Festival und war dann aber für sich, ich weiß gar nicht, wie ich das sagen soll, Also das war dann abgeschlossen mit diesem Mann und sie war dann irgendwie unterwegs auf diesem Retreat. Du warst wo und hast dann dich in eine Frau emotional engagiert, verliebt, wie auch immer. Du wirst das richtige Wort gleich sagen und und aber dann daran geblieben, also angehaftet oder verbunden.
[00:37:21] Speaker B: Es ging jetzt nicht um das Anhaften oder das Verbinden. Es geht alleine darum, dass dort einfach eine Nähe auch entstanden ist in diesem Moment, die so vorher nicht abgesprochen war.
[00:37:31] Speaker A: Du hast vereinbarte Regel gebrochen.
[00:37:34] Speaker B: Genau, wir hatten diesen Öffnungsmoment für das eine Wochenende und nicht für zwei Wochen später.
[00:37:39] Speaker A: Bevor wir dazu kommen, würde ich gerne noch eine eine Frage stellen für einen interessierten Freund. Wie bist du denn mit diesem Schmerz umgegangen? Also ich habe verstanden, bei deinem Wochenende auf Kölsch lief nichts, bei ihr lief viel und sie sagte auch, das ändert alles, Ihr werdet wahrscheinlich weiter gesprochen haben. Aber auf jeden Fall ist ja nämlich an dein inneres System, so höre ich dich da raus, ist da ganz schön Unordnung geraten. Kannst du da mal Einblick geben, was ist da in dir passiert und wie bist du damit umgegangen?
Wut, Eifersucht, Schmerz, Weinen.
[00:38:16] Speaker B: Ja, ja, ja. Und ja, das war alles dabei.
Das war ja eben auch wegen diesem Satz, das verändert alles. Wir hatten weiterhin darüber gesprochen, was das jetzt für sie wirklich verändert. Da hatte ich auch gemerkt, unsere Beziehung, so wie sie mal war, die gibt es so nicht mehr und da hat sich jetzt was verändert und es ist sehr, sehr unklar, wo die Reise weiterhin hingeht. Ist das jetzt ein neuer, der jetzt mit dazu kommt und wir sind irgendwie zu dritt? Ist das das Ende unserer Beziehung? Da war einfach ganz, ganz viel unklar. Frust, Wut, Verletztheit, auch Wut über die Naivität, die wir beide in dem Moment auch hatten. Ich erinnere mich noch, wir hatten vor diesem besagten Wochenende auch gesagt, ja, wir schaffen das. Wir haben im Nachgang darüber gescherzt. Wir haben nie gesagt, was wir schaffen und das ja irgendwo zwischen, man ist jetzt getrennt oder auch nicht oder man ist jetzt zu dritt oder auch nicht. Auf jeden Fall war erstmal alles so zerbrochen, was vorher da war.
[00:39:18] Speaker A: Und da komme ich so zu meinem, glaube ich, Eingangssatz, den ich bei der Anmoderation gesagt habe. Ich glaube, das ist mir in der Recherche häufiger begegnet.
Es braucht sehr viel Persönlichkeitskraft und Stärke, weil diese Momente sind Teil des Prozesses und die dann in irgendeiner Form zu halten. Und meine Zuhörerinnen und Zuhörer wissen, dass ich halten, nicht meine mit ausschalten, wo du ein Verbissen sitzt, sondern irgendwie versuchst du okay, da passiert gerade Großes und Schmerzhaftes und ich guck, dass ich da irgendeinen inneren Verarbeitungsweg mit finde, damit ich nicht komplett wahnsinnig werde und austicke und nur noch in den Schmerz gehe.
War ja das eigene Experiment, ob das naiv war oder nicht. Ich glaube, Naivität brauchen wir manchmal, weil wir nicht wissen, wie Experimente ausgehen. Also woher wollen wir es denn wissen? Ich finde, da dürfen wir immer liebevoll mit uns sein. Wenn wir Neuland betreten, wissen wir nicht, welche Form von indigenen Stämmen auf uns lostrommeln, ob die uns umarmen oder foltern. Also das ist dann nun mal so. Und das ist für mich wieder so ein Indiz, das ist kein kein Spaß und Fun Teil, um einen Schwanz Auslauf zu geben, sondern das ist ein ziemlich anspruchsvoller Prozess, den es auch zu verarbeiten gibt, weil es höchstwahrscheinlich durch unsere Konventionen einfach zu eigenen Verletzungen und vielleicht manchmal zu Fremdverletzungen führt. Das heißt, du hast die irgendwie, du hast dafür irgendwie einen Weg gefunden, damit umzugehen Und kannst du da Tipps geben, wenn jemand genauso in dieser Phase steckt? Also das ist jetzt der Georg, wo die Partnerin das ihm kundtut. Ich habe mich mit einem anderen Mann verbunden, in welcher Form auch immer. Und die Welt von diesem Georg, der jetzt da gerade zuhört, kommt gerade ins Rutschen, ins Wanken.
Was sind da so die stärksten Hinweise? Was kann ein Mensch dann da tun, auch als weiblicher Georg? Das ist ja im Grunde egal, wem das passiert.
[00:41:16] Speaker B: Ja klar.
Also was ich kann das aus meiner Erfahrung sprechen, was für mich persönlich das Allerwichtigste war, mir irgendwo Menschen zu holen, mit denen ich sprechen kann die mir da zuhören, ohne mich da irgendwie zu verurteilen. Das ist auch der Grund, warum ich mich dann an diese Freunde gewandt hatte und dann auch einige Tage dort war. Ich wusste, die können mir da einfach Raum geben und ich kann da sein und auch vor allem über diesen Schmerz mitteilen, diese Unklarheit, die Unsicherheit und das einfach aussprechen, teilen und gehört werden. Das hat mir dort viel, viel geholfen. Ich habe auch einiges notiert und geschrieben zu dieser Zeit. Also einfach, was da war auf Papier, damit es auch irgendwann mal aus dem Kopf draußen ist, finde ich sowieso eine grandiose Sache.
Und dann muss man ehrlich sagen, braucht Zeit und irgendwo auch das Urvertrauen, dass jetzt eben nicht alles gerade in Scherben liegt. Man geht natürlich so durch Phasen. Den einen Tag sieht es so aus, am anderen Tag nicht.
Und in Kontakt, in Verbindung bleiben. Das war auch sehr mit mir selbst
[00:42:23] Speaker A: und mit der anderen Person auch mit der anderen Person. Und vielleicht ist es zu früh, dann können wir es auf später vertagen. Bist du denn der Eifersucht in der Zeit auch begegnet?
[00:42:32] Speaker B: Ja, sicherlich.
[00:42:34] Speaker A: Und wie bist du mit der umgegangen?
[00:42:36] Speaker B: Kann ich dir jetzt für diesen Moment dort gar nicht mehr so ganz Vielleicht echt? Gibt es genug andere Momente?
[00:42:45] Speaker A: Ich schreibe es einfach mal auf. Ich höre noch mal zum Wiederholungen. Also wichtig ist Austauschrauben einfach mit Vertrauten. Ich glaube ja sowieso. Und das ist ja so ein super Heilmittel, das Transparenz, Heilung schafft. Allein, dass ich über Dinge rede, führt dazu, dass da irgendwie eine Heilungsenergie kommt. Ich finde das ja ein totales Wunder. Aber ich habe das so häufig im Coaching erlebt. Wenn der Coachee mal einfach nur mal Dinge ausgesprochen hat, ist das schon so wie so eine. Es ist es draußen und tatsächlich scheint das ja irgendwas mit draußen und drinnen zu haben. Also sonst ist der Gedanke nur in meinem Kopf und jetzt geht er nach draußen und dadurch entsteht schon so wie so eine Art Befreien. Und dann hast du eine Art inneres Sortieren gemacht. So habe ich das für mich als Stichwort festgehalten.
Also geguckt, für dich selbst aufgeschrieben und dir Themen versucht mit einer gewissen Struktur anzuschauen. Und das Dritte, du bist mit der Partnerin in Verbindung geblieben.
Also du hast jetzt keine Racheakte, Bestrafungsakte für sie oder für dich gemacht, indem du ein klassisches Modul Beziehungsunterbrechung oder des Kontaktverbots.
Ich kenne noch Eltern, die ihre Kinder so erzogen haben, als Bestrafung immer nicht mehr mit denen zu reden. Das ist ja eine ganz bestimmte Form von Folter, finde ich.
Das ist also dein Tipp, das nicht zu tun, sondern bleibt im Gespräch.
Und definitiv, bevor wir dann weitergehen und das heißt, wenn ich mit dem im Gespräch bleibe, was mache ich da? Also ich teile mich einfach mit und sage, wie es mir als Georg gerade einfach geht mit dem Ganzen, ist das im Gespräch.
[00:44:13] Speaker B: Das war ganz, ganz viel da einfach mitteilen mit all dem Schmerz, der da ist, aber auch all der Liebe, die weiterhin da ist, nichts davon zu verstecken
[00:44:25] Speaker A: brauchst natürlich auf der Gegenseite, ich denke gerade sie, deren Namen wir nicht nennen, aber den wir den Podcast schicken und die wir ehren, war auch jemand, der das damit umgehen konnte. Also die konnte, hatte irgendwie eine innere Größe, eine innere Kraft, damit auch sensitiv in einer bestimmten Form umzugehen.
[00:44:46] Speaker B: Absolut, Natürlich auch im Rahmen der Möglichkeiten. Auch bei ihr war das ein Hoch und Runter der Gefühle. Auch für sie hat es ja vieles einfach verändert, was passiert ist und auch das muss dann irgendwo greifbar werden, mit der Zeit verarbeitet werden.
[00:45:01] Speaker A: Vielen Dank, dass ich dich da immer so ausbremsen darf, Aber ich glaube, das ist eine ganz wichtige Lupe, die wir darauf genommen haben, weil ich mir vorstellen kann, dass viele Menschen sich fragen, ja und was mache ich denn genau in so einer Situation? Und da finde ich gut, dass wir da schon mal diese drei Tipps haben und wir machen daraus ja auch einen LinkedIn Post, wo ich immer total schön finde auch zu sagen und das sind so drei kleine sofort oder große Soforthilfemassnahmen, die man erstmal als kann. OK, bleiben wir mal gerne in deiner Chronologie oder in deiner Geschichte. Und dann warst du jetzt an diesem Platz bei deinen Freunden und hast eine
[00:45:40] Speaker B: Frau kennengelernt, die hatte ich nicht kennengelernt, sondern die ist Teil dieser Freundesgruppe und die kannte ich zu dem Zeitpunkt auch schon für fünf oder sechs Jahre.
Eine sehr gute Freundin von mir.
[00:45:50] Speaker A: Okay.
[00:45:51] Speaker B: Genau. Und die mich da auch viel in den Gesprächen begleitet hat, mit der da auch viel Austausch war und ja, über die Tage, ich glaube, ich war am Ende elf oder zwölf Tage dort und in diesen letzten ein, zwei Tagen und Es war von beiden Seiten überhaupt nicht irgendwie, ich sag mal, beabsichtigt oder dass irgendwie ein böser Plan dahinter war.
Genau, sind wir uns da haben sich auch unsere Körper letztlich irgendwo mal berührt und sind wir uns da näher gekommen? Und dann war nicht mehr nur diese reine Freundschaft, sondern wow, da kann auch irgendwie so eine Anziehung da sein, die vorher so gar nicht da war. Das hat sich in diesen Momenten des Beisammenseins, der Verletzlichkeit irgendwie ergeben. Wir können es uns bis heute nicht
[00:46:35] Speaker A: so ganz erklären, wo die Gefühle hinfallen.
[00:46:38] Speaker B: So ist das manchmal. Genau.
[00:46:39] Speaker A: Und dann wart ihr in einer Beziehung?
[00:46:43] Speaker B: Nein, also dann habe ich das natürlich auch erstmal mitgeteilt mit meiner zu meiner bestehenden Partnerin und dann gingen zwei, drei, vier Monate, wo dann viel hoch und runter war. Was bedeutet das jetzt? Ist bei mir da irgendwie eine Frau noch mit ins Leben gekommen, bestehende Frau, aber von Freundin vielleicht zu mehr. Bei ihr war die Begegnung mit dem neuen Mann und wir hatten dann längere Prozesse und herausfindens, wo wollen wir jetzt eigentlich hin? Damit bleiben wir als Paar bestehen? Sind da jetzt plötzlich neue Personen mit dabei? Machen wir da irgendwas zu dritt, zu viert?
Ganz viel, ganz, ganz viel ehrliche Gespräche. Wir waren, glaube ich, auch in diesem ganzen viereinhalb Jahr nie so verbunden und so ehrlich wie dann auch in diesem letzten halben Jahr, wo wir uns es war klar, wir wollen uns hier nicht einfach aufgeben, sondern wir wollten gucken, wo geht die Reise jetzt hin? Was ist für uns dran? Was wollen wir individuell und was ist auch so den anderen Menschen möglich?
Da haben uns einige Monate Zeit für genommen für den Prozess, weil das ist, da ist man plötzlich in der Welt und das ist wieder das mit der Achterbahn, die ist einmal losgefahren, drei Loopings gemacht und man weiß gar nicht mehr ganz wo oben und unten das und muss sich dann erst mal wieder orientieren.
[00:47:58] Speaker A: Ja, wir hatten gerade eben einen kurzen Break, weil die Kamera, ich glaube, emotional überfordert war, ist sie kurz ins Off gegangen.
Wir waren jetzt bei diesem Teil drin, dass es ja ein Prozess war, du dich mitgeteilt hast und ich auch geguckt habe, wie geht ihr mit dem Ganzen um? Du hattest dein Herz geöffnet für eine weitere Frau und sie hatte ja die Erfahrung gemacht auf dem Festival und dieser Mann war auch noch irgendwie im System oder auch in Präsenz. Ja, okay.
[00:48:33] Speaker B: Also
[00:48:36] Speaker A: ich bin ja durch meine preußische Mutter ordnungslieben. Das klingt nach scheiße viel Kuddelmuddel, wenn ich das mal so trivial sagen darf.
[00:48:44] Speaker B: Georg Das war es ein Stück weit auch. Es hat auf jeden Fall viele, viele Fragen aufgeworfen.
Ich habe es ja auch schon erwähnt, Wie und ob machen wir jetzt weiter und welchen Konstellationen und was bedeuten denn diese neuen Menschen auch bei uns? Können wir die so wieder gehen lassen oder ist das was, was sich irgendwie
[00:49:01] Speaker A: zu festigen scheint und der Unternehmensberater mir braucht so einen technischen Hinweis und wie macht was da kommt man dann alle vier zusammen? Ist das dual da, dual da, dual da und man macht irgendwie einen Ringaustausch. Gibt es eine WhatsApp Gruppe?
[00:49:14] Speaker B: Also alle vier zusammen waren wir nie. Ne, das nicht. Also die Beziehung mit meiner Partnerin, das war ja auch einfach seit vier Jahren etabliert eine Beziehung und da kommen jetzt oder scheinen neue Leute irgendwie mit reinzukommen und da war der Fokus weiterhin auf uns als Paar. Und dann haben wir natürlich viel miteinander ausgemacht und dann jeweils mit den anderen Personen auf. Wir hatten dann irgendwann wieder ein oder zwei Monaten war das, dass wir dann gesagt haben, wir wollen jetzt jeweils wieder mal diese andere Person treffen, der wir jeweils nahe gekommen sind, um zu sehen, was ist denn da jetzt nach diesen, nach diesen zwei Monaten? Wie fühlt sich das an? Und da hatten wir ja einfach viel, es war viel Reinspüren, viel Austausch zwischen uns, ging hoch und runter. In Alre gab es Tage, wo wir gesagt haben, boah, da wollen wir jetzt irgendwie, da war meine Partnerin, das dann zu viel und dann, wenn dann nur zu zweit, aber dann entweder nur der eine oder nur ich und dann war doch wieder eine Idee von vielleicht dreien da. Es war viel ausprobieren, drüber sprechen. Und wir waren dann irgendwann nach ein oder zwei Monaten auch in dem Punkt, dass wir erstmalig auch bei einem, bei einem Festival waren, meine Partnerin und ich. Und da war aber auch dieser andere Mann mit dabei.
[00:50:32] Speaker A: Ganz kurz, du warst mit den beiden Frauen?
[00:50:35] Speaker B: Nein, nein, nur mit meiner bestehenden Partnerschaft, mit der Beziehung. Und dort war aber auch dieser andere Mann zugegen zufällig, oder? Nö, war bekannt.
[00:50:45] Speaker A: Das war klar, dass du wusstest, also, dass er kommt.
[00:50:48] Speaker B: Genau. Und das waren so die allerersten Gehversuche in der Polyamorie dann vielleicht oder auch irgendwie in dieser bewussten Konfrontation damit, dass man da, wir sind da jetzt nicht nur als Paar, sondern da ist auch ein Mann, der sich für meine Partnerin interessiert und meine Partnerin interessiert sich auch für ihn.
Das waren also die allerersten Gehversuche in diesem Moment.
[00:51:14] Speaker A: Ist jetzt ein guter Moment für das Thema Eifersucht. Ja, das ist, ich merke gar nicht zuhöre. Mein arabischer Teil sagt einfach Nase brechen, aber das ist ja nicht immer die zivilisierteste Antwort auf alle Fragen der Welt.
[00:51:26] Speaker B: Das war eine tiefe Reise da für mich in diesem Festival, an diesem Event, wo ich zum ersten Mal dann auch Raum gegeben habe, dass die beiden sich da begegnen können.
Da wurde auch viel getanzt an dem Event und dann die beiden einfach mal genau zusammen auch tanzen zu sehen, Also auch das zu erleben, zu beobachten, gucken, was macht das mit mir. Und das war zum einen natürlich sehr, sehr irgendwo anstrengend, auch verletzend zu sehen, wie normalerweise tanzen wir wundervoll zusammen, haben wir beide gerne gemacht und hat gut harmoniert und jetzt geht das auch mit diesem anderen Mann und es sieht auch dort schön aus und sie scheinen Spaß
[00:52:06] Speaker A: miteinander zu haben, ist ja noch mal schlimmer.
[00:52:08] Speaker B: Das hat da viel hochgeholt, weil ja auch nicht klar war, wie es denn weitergeht. Und wenn das jetzt dann nur zu zweit jeweils weitergeht, geht sie dann mit dem neuen Mann und ist dann unsere Beziehung vorbei? Und was bedeutet all das? Da kam ganz viel in der Richtung hoch.
Es war auch ein bisschen komisch oder absurd. Das hat mir auch gezeigt, welches Potenzial bei den beiden drinsteckt. Das ist auch das ein bisschen, was meine Partnerin da meinte. Das verändert alles. Sie hat gemerkt, da ist ganz, also das ist jetzt nicht nur einfach diese sexuelle Öffnung, sondern da hat sich, da hat sich was mehr geöffnet und da ist, da ist Potenzial dahinter. Und ich habe das dort zum ersten Mal gesehen.
[00:52:50] Speaker A: Also ich weiß jetzt nicht, ob das begrifflich richtig ist, aber wie so eine Art Vertrautheit, Seelennähe. Also das hat sich der reinen körperlichen Begegnung entzogen, sondern da ging es um weitaus mehr. Und das konntest du sehen.
Ich weiß nicht, ob das zu früh ist, aber ich möchte es nur mal gucken.
Warst du darauf vorbereitet? Kann sich der Mensch auf sowas vorbereiten oder ist das einfach leben und auch erleben?
[00:53:19] Speaker B: Ich würde sagen, letzteres. Wir haben natürlich ein bisschen drüber gesprochen, wie wollen wir den Rahmen gestalten was passiert dort auf dem Event, was ist irgendwie erlaubt oder nicht erlaubt.
[00:53:30] Speaker A: Also Regelwerk, wie weit darf wer gehen?
[00:53:34] Speaker B: Genau. Ist es jetzt okay, dass die beiden auch zusammen tanzen dürfen oder dass wir auch wieder zusammentanzen?
Wir sind da ja als Paar angereist, doch in einem Wohnmobil, wo wir denn jetzt übernachtet festgelegt, dass wir gemeinsam in diesem Wohnmobil zu zweit schlafen werden.
Das war gewisse Rahmen und Regeln haben
[00:53:52] Speaker A: wir vorher geklärt, halte ich für elementar, oder?
[00:53:56] Speaker B: Absolut, das ist sehr, sehr wichtig. Man kann einige feststecken an Anregungen. Am Ende ergeben sich doch noch Situationen, die dann weder in die eine noch in die andere Kategorie fallen. Und eins davon war auch, es gab dann einen Abend, da saßen wir auch mit ein paar anderen, ich sag mal gemeinsamen Freunden auch ein bisschen am Feuer. Irgendwann habe ich mich dann da rausgezogen, weil ich gemerkt habe, das tut mir so auch nicht gut und habe den beiden dann noch den Raum gegeben, einfach den Abend über da am Feuer zu sein und noch Zeit miteinander zu verbringen mit der Idee, danach kommt sie auch ins Wohnmobil und schläft zumindest dort.
Das war dann schwierig schon für mich da rauszuziehen, stelle ich mir schwer, das da einfach passieren zu lassen, den Raum zu geben. Also ganz viel in diesem Raum geben und erlauben, dass die sich auch begegnen können.
[00:54:43] Speaker A: Begegnen heißt was in dem Moment am
[00:54:47] Speaker B: Feuer sitzen, zu zweit kuscheln, die Zeit zu haben. Also da geht's jetzt nicht gehen jetzt irgendwo ins gebüsch und haben 6 oder irgendwo anders hin, sondern wirklich auf dieser Ebene, aber beieinander liegend in Körperkontakt.
Ja, da hatte ich mich dann rausgezogen und bin erst mal eingeschlafen auf dem Wohnmobil und dann aber aufgewacht in einer halben Stunde und hat mit der Zeit auch so die Eifersucht gekickt und das Gedankenkarussell ging los und habe ich gesehen, irgendwann war, ich weiß nicht mehr genau, drei Uhr morgens oder so, es waren jetzt schon zwei, drei Stunden vergangen und ich dachte mir puff, ich vertraue ja da, aber irgendwie müsste jetzt dann auch mal kommen, sonst wird das schwierig für mich. Daran muss ich voran denken. Als du Eifersucht aufgeschrieben hattest, das war einer der ersten und heftigsten Momente.
[00:55:30] Speaker A: Ich kann mir vorstellen, es ist ja wie so eine Art Flutwelle die über einen dann einstürzt und erst mal zu gucken. Also ich kenne den Teil Eifersucht leider sehr gut aus meinem Leben.
Ich bin extrem froh, dass ich ruhiger geworden bin, aber ich weiß noch Momente. Und da würde ich sogar sagen, meine Frau war fast schon unschuldig. Da war auf einer Veranstaltung ein Typ, tanzt mit ihr, guckt mich an und während er mich anguckt in meinem Urteil, legt er die Hand auf den Arsch meiner Frau. Und ich okay, jetzt wirst du sterben, Alter. Und dann dachte ich aber pass auf, bist jetzt hier in der deutschen Diskothek, die stehen nicht auf so Arab Verhalten.
Und ich weiß, dass meine Frau darauf überhaupt nicht steht zu sagen, dass das ist so eine gestandene Frau. Das ist jetzt schon viele Jahre her.
Aber was ich ins Gespräch bringen möchte, waren die eigenen Wellen, die durch mich geflutet sind und meine berechtigte große Sorge voll Unkontrollierbarkeit. Also ich hab einfach um was zu tun, um dann, weil ich es nicht halten konnte. So würde ich das heute aus therapeutischer Sicht sehen. Es war viel zu viel für mich und ich hätte ausflippen können und ich finde, alles wäre okay gewesen. Hauptsache nicht diesen Moment aushalten zu müssen.
Und ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen gerade diesen Teil kennen aus ihrem Leben, dass sie ja eigentlich einem anderen was gönnen, aber dann irgendwie so eine, ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll, wie so eine Art, das ist dann zu viel. Also es ist nicht mehr aushaltbar von halten können.
Und ja, und dann, was hast du dann gemacht?
[00:57:03] Speaker B: Ich hatte das Glück, dass auf diesem, auf diesem Festival, da gab es tagsüber einen Workshop zum Thema Loslassen, den ich besucht hatte. Und ich glaube, der hat mir da den Abend oder die Nacht gerettet.
Da hatte ich erstmals gelernt, in mir im Körper auch zu fühlen, wo sich dann ein Thema, wo es um Loslassen und gehen lassen und akzeptieren geht, das zu spüren, wo sich das im Körper festsetzt und jetzt nicht nur im Kopf ewig drüber zum Grübeln, sondern wirklich wo, wo ist das?
Und dann da reinzugehen. Und ich kann die Details auch nicht mehr sagen. Ich war dann da irgendwie eine Viertelstunde, 20 Minuten auch mit beschäftigt im Körper rein spüren, reinatmen. Ich habe die Zusprüche da auch vergessen, die ich, die ich damals machen sollte, die ich in dem Workshop gelernt habe, ist jetzt auch schon dreieinhalb Jahre her.
Auf jeden Fall war ich völlig baff, dass sich das dann bei mir mit der Zeit dieser Knoten hat sich gelöst, da war wieder Vertrauen da. Ich wusste, es ist gut, dass ich den Raum gerade gebe, dass die beieinander sitzen können. Es war das Vertrauen da, dass dort nicht mehr passieren wird, als wir abgemacht haben.
Und ich bin in eine Leichtigkeit reingekommen, dass ich am Ende tatsächlich grinsend und fröhlich im Bett lag, kurz vorm Einschlafen war und dann kam sie rein.
[00:58:28] Speaker A: Also Georg, Wahnsinn. Also in so einer schwierigen Situation hast du es geschafft, eine Methodik, die du am Vormittag gelernt hattest, in diesen schlimmsten Flutwellenattacken zu aktivieren, um dann sogar dein vegetatives Nervensystem, nehme ich mal an, oder auf jeden Fall dein Nervensystem so zu beruhigen, dass du sogar in die Entspannung gekommen bist und sie freudig begrüßen konntest, wann auch immer sie dann kam.
[00:58:52] Speaker B: Ich habe sowas auch seither nie wieder erlebt.
[00:58:56] Speaker A: Das klingt nach Großmeister im Schach.
[00:59:00] Speaker B: Das war unglaublich.
Ja, und das Ende der Geschichte war dann die sind am Feuer eingeschlafen, deswegen ist sie nicht also beide weggenickt. Und als sie irgendwann aufgewacht ist, hat Uff, das ist spät. Ich gehe zurück ins Wohnmobil.
[00:59:12] Speaker A: Aber auch wichtig, Sie hat sich an die Vereinbarung gehalten.
[00:59:15] Speaker B: Absolut. Kopfkino kann manchmal ganz anderes erzählen.
[00:59:19] Speaker A: Wie bitte?
[00:59:20] Speaker B: Das Kopfkino kann manchmal ganz anderes erzählen. Ja, ich merke gerade auch wieder Emotionen hochkommen. Ich wieder ein bisschen in die Zeit eintauchte.
[00:59:26] Speaker A: Ich bin ja Gott sei Dank kein regelmäßiger Instagram Gucker mehr, aber ab und zu mache ich das. Und es war ein so schönes Bild und ich fand das so hilfreich und das fällt mir gerade dazu ein. Es war ein Bild, wie Sie zeigen, wie wir uns im Kopf Probleme machen und wie viele davon eigentlich im Leben eintreffen. Und das Bild, das sie gemacht haben, also dieser Mindfuck, den wir häufig tun, und da nehme ich mich überhaupt nicht raus, ist ja so viel stärker oder häufiger als das, was noch eintritt. Ich hatte den Alexander Bünk, eine große Nummer im Bereich Social Media Agenturen, irgendwie der drittstärkste Mann in Deutschland mit seiner Firma hier und der hat so erzählt mit dieser ganzen unternehmerischen Angst und Ich komme gleich auf die Ursprungsgeschichte zurück.
Angst ist fünf Kilometer lang, aber nur drei Zentimeter tief.
Also, dass wir, wenn wir Angst haben, bei ihm ging es um Investitionen und Unternehmertum, ganz jungen Jahren, Wahnsinn sehen, was da alles passieren kann und uns Horrorgeschichten ausmalen. Und wenn wir das dann erleben, ist das häufig nur so ein kleines Stückchen, ist gar nicht so dramatisch. Und dieses Bild, von dem ich erzählen wollte, was ich einfach genial fand, war so eine Aufnahme einer langen Treppe und ganz unten auf der Treppe stand ein Glas, so groß vielleicht wie so ein Becher und von oben wurden hunderte von Bällen fallen gelassen und die meisten Bälle gingen komplett an dem Glas vorbei. Und von diesen hunderten von Bällen sind vielleicht, also während die aufnahmen gezeigt wurde, 15 Sekunden nur ein oder zwei überhaupt ins Glas gefallen. Das heißt, die ganze Angst, die wir machen, sind diese hunderte von Bällen, die Treppe ist unser Leben und die Angst, die wirklich eintrifft, also was du hast vorher gedacht, das wird passieren, es passiert tatsächlich, waren ein oder zwei Bälle von Hunderten. Und das fand ich eine so schöne Visualisierung, was Angst mit uns macht und dass es eine gute Idee ist, uns einfach von dieser Angst nicht komplett steuern zu lassen. Ich finde, dass Angst auch ein guter Freund sein kann. Also ich finde, die hat einiges zu sagen, kann man sich angucken, aber es ist einfach nicht hilfreich, wenn sie unser Leben bestimmt. Und wie genial jetzt und wie häufig löst sich das sowas auf, ist am Feuer eingeschlafen, so dass man ja fast sagen kann, oh Gott, ey, habe ich mir einen Affen gemacht, die ist am Feuer eingeschlafen, mehr nicht.
Spannender Exkurs. Das war natürlich eine ganz spannende Erfahrung, sowohl für dich als vielleicht auch für sie.
Und du bist mal dem großen Thema Eifersucht, Panik und innere Unruhe begegnet und hast gleichzeitig aber einen Weg gefunden, damit umzugehen.
Da warst du ja immer noch, also im Grunde war ja sie mit zwei Männern in Beziehung, das war noch nicht der Teil, wo Georg mit zwei Frauen in Beziehung. Lebte oder doch.
[01:02:17] Speaker B: Ich würde auch nicht sagen, dass zu dem Zeitpunkt bei ihr zwei Beziehungen waren, sondern das war im Herausfinden, was ist denn das jetzt eigentlich, geht das hin, wie geht das weiter?
Und wir haben dann, das war eben noch den Prozess dieser so vier Monate, dann hat sich da das so ein bisschen, war klar, die anderen Menschen gehen nicht mehr einfach so aus unserem Leben heraus. Also die Sicherheit hatten wir mittlerweile und es war noch ein bisschen offen, wie es weitergeht.
Und ich bin dann durch Zufälle auf einem anderen Event, wo mich eigentlich die neu ins Leben gekommene Dame mitbegleiten sollte, Die hat es dann doch nicht gemacht und da hatten wir auch viele Gespräche dazu, auch mit meiner Partnerin. Ist das jetzt okay, dass sie mir dazu kommt, die neue Dame oder nicht? War ich dann letztlich alleine dort und bin da einer Frau begegnet, die ich vorher noch nicht kannte.
[01:03:15] Speaker A: Keiner von den beiden Frauen dort, sondern alleine und bis dann einer neuen Frau begegnet. Genau, Du Teufelskerl. Okay.
[01:03:23] Speaker B: Hat weiß nicht gut gemeint mit mir oder auch nicht. Das kann ich in dem Moment nicht sagen.
[01:03:29] Speaker A: Lassen wir sie besser nicht hören. Den Teil schneiden wir raus.
[01:03:31] Speaker B: Die Situation war komplex.
Genau, da war ich dann plötzlich auf diesem Event, hatte eine Partnerin noch eine neue Frau in meinem Leben und plötzlich begegnet mir da jemand, den ich zum einen sehr, sehr anziehend und interessant finde, aber sie mich auch ganz kurz mal
[01:03:47] Speaker A: Georg, dass ich sie sauber auseinander kriege. Also wir reden einmal von der Partnerin, mit der du ja dann diese viereinhalb Jahre zusammen warst. Dann gab es ja aber eigentlich noch die Frau, die du in dieser Tage Zeit kennengelernt hast.
[01:03:57] Speaker B: Genau.
[01:03:58] Speaker A: Und jetzt bist du auf einem Event und lernst eine dritte Frau kennen.
Ist das richtig?
[01:04:03] Speaker B: Klar, mit der einzigen Ergänzung, dass die Frau in dem 12 Tage Bereich, das ist schon eine langjährige Freundin gewesen, aber
[01:04:10] Speaker A: da war ja auch noch irgendwie eine Energie, eine Anziehung, die kam dann darauf.
[01:04:14] Speaker B: Genau. Und dann war ich auf diesem, auf diesem Event, auf diesem Festival und bin da war in meinen ganzen Emotionen auch drin, dass gerade keine meiner Partnerin oder der anderen neu hinzugekommenen Frau mich da begleitet hat, war auch gar nicht offen eigentlich für das Event. Und am Tag zwei oder drei bin ich dann da einer neuen Dame begegnet und wir haben wirklich gemerkt, da ist ganz viel Überlapp in unseren Anziehungen, in den Energien, in dem, woran wir Spaß haben, wie wir tanzen.
Und ich war dort von Anfang an sehr, sehr ehrlich, in welcher Situation ich gerade stecke, dass ich eben in einer Beziehung bin, wo ich gerade nicht weiß, wo es hingeht, dass da Öffnung passiert ist, die viel Turbulenzen reingebracht hat und dass da gerade noch eine zweite andere Frau irgendwo in meinem Kontext und dann
[01:05:04] Speaker A: ist die dritte schreiend weggelaufen und hat gesagt, mit dem will ich nichts zu tun haben.
[01:05:07] Speaker B: Das hat sie nicht abgeschreckt. Okay, wow, erstaunlich. Es war dann aber auch klar, dass da jetzt nicht irgendwo irgendwas mehr passiert oder so. Ich habe auch gesagt, ich rühre hier nichts an, wir können viel sprechen, wir können miteinander tanzen, aber ich habe ganz, ganz klare Grenzen, was hier gerade geht. Ich wollte nicht noch irgendwelche Komplexität hinzufügen, sondern erstmal auch regeln, was bei mir auch zu prozessieren und zu regeln ist.
Und dennoch war es einfach eine gute Zeit, die man dann auch so miteinander verbringen kann.
[01:05:35] Speaker A: Auf dich geachtet.
[01:05:36] Speaker B: Genau, ganz klar. Für mich, aber auch für meine bestehende Beziehung war mir das ganz, ganz wichtig, dass ich da nichts irgendwo mache, was nicht abgeklärt ist.
Und dann nach diesem Event sind wir wieder ins Gespräch gegangen, meine Partnerin und ich. Sie war zu dem Zeitpunkt übrigens mit dem neuen Mann auch auf einem Event, wo sie erst mal so als Paar auch zu zweit dann aufgetreten sind ein Stück weit.
Und dann haben wir uns da wieder zusammengesetzt zu zweit und gesprochen. Und da sind bei uns die Entscheidungen dann gefallen, wo wir letztlich gesagt haben, wir werden als Paar, wir werden unsere Beziehung, wir haben das auch Conscious Uncoupling genannt. Wir werden das auflösen auf eine Bewusstsein.
[01:06:19] Speaker A: Conscious Uncoupling, also bewusstes Entpaaren, Entpaaren.
[01:06:25] Speaker B: Entkoppeln.
[01:06:25] Speaker A: Entkoppeln, genau. Okay.
[01:06:28] Speaker B: Und das ging dann tatsächlich recht, also recht schnell, dass diese Entscheidung irgendwo klar war. Für sie war klar, sie kann nicht in dieser Komplexität mit jetzt noch irgendwie einer Frau mit umgehen. Ich habe für mich festgestellt, die Person, die ich jetzt auf diesem neuen Event kennengelernt habe, ich möchte sie irgendwie wiedersehen, auf welche Art und Weise. Das muss jetzt auch nicht tiefer Richtung Sexualität, Emotionalität, Partnerschaft gehen, aber ich möchte wieder begegnen. Ich habe gemerkt, da ist eine tolle Verbindung da. Und das war dann letztlich auch zu viel für meine Partnerin. Die hat dann gesagt, okay, dann lass jetzt uns jetzt hier die Entscheidungen treffen, dass wir uns voneinander loslösen.
[01:07:08] Speaker A: Meine kleine Faridwelt, also sie hat sich zwar für einen anderen Mann entschieden oder den Menschen von diesem Festival in intensivere Beziehungen zu gehen, es war aber für sie nicht okay, dass du jemanden dazu holst.
[01:07:25] Speaker B: Eine Person Ja, eine Person vielleicht. Ja, dann vielleicht hätte das funktioniert, aber es war sehr schwierig für sie.
[01:07:33] Speaker A: Okay, alles gut. Ich will nur gucken, dass auch die Zuhörerinnen und Zuhörer uns folgen können. Das ist ja nicht ganz leicht.
[01:07:43] Speaker B: Genau.
Und wahrscheinlich müsste man das mal visualisieren an der Zeitachse. Ja, letztlich kam es dann dazu, dass wir uns da voneinander losgelöst haben, dass sie dann den Fokus auf den neuen Mann gelegt hat. Da hat sich auch eine schöne Beziehung daraus entwickelt. Gibt es dann auch mittlerweile ein Kind. Also das war alles schön, wie sich das da entwickelt hat. Ich bin, wie gesagt, auch noch in einem guten Kontakt mit ihr. Tolle Frau.
Und auf meiner Seite war ich dann plötzlich an dem Punkt, dass ich da zwei neue weibliche Wesen, zwei Damen in meinem Leben hatte.
[01:08:21] Speaker A: Die eine, die du schon langjährige Freundin war aus deren 12 Tagesaufenthalt dort und jetzt die neue Frau, die du auf dem Festival kennengelernt hast, wo ich irgendwie
[01:08:33] Speaker B: gemerkt habe, da ist so ein gegenseitiges Interesse da
[01:08:37] Speaker A: und die auch voneinander wussten.
[01:08:38] Speaker B: Ich hatte denen jeweils davon erzählt, dass es da noch eine andere Person gibt.
Genau, aber die kannten sich zu dem Zeitpunkt nicht.
Das sind heute meine beiden Partnerinnen, mit denen ich jetzt seit ziemlich genau drei Jahren in Beziehung bin. Hui, das sind die beiden, ihr Lieben.
[01:08:57] Speaker A: Hier die Empfehlung aller Empfehlungen. Der geniale Moritz Ertinger, der mein Business Partner ist, macht wieder einen the Newman Event und zwar vom 29. Oktober bis 9. November nur handverlesene Gäste.
Ich darf eine von denen sein und ich rate Komm da dazu. Die Webpage heißt the New Man de registriere dich da. Wir verlinken das natürlich auch noch mal mit allen möglichen Daten, die du brauchst hier bei uns in den Social Media Kanälen. Aber ich kann dir nur Komm dazu. Es lohnt sich und es ist richtig spannend. Es geht darüber, wie wirst du der Mann, der du werden möchtest? Und Männer berichten einfach darüber, was ihr Weg war.
Und ich natürlich auch. Komm dazu. Ich freue mich und ich zähle auf dich. Salü, dein Farid.